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Geringes Verletzungsrisiko Marathontraining schadet dem Bewegungsapparat nicht

Laufbelastungen beim Marathon-Training schaden dem Stütz- und Bewegungsapparat nicht, wenn keine Vorerkrankungen existieren.

Berlin-Marathon +
Foto: Norbert Wilhelmi

Marathon-Training schadet dem Bewegungsapparat nicht – allerdings ist dafür eine kontinuierliche, angepasste Steigerung des Laufumfangs sowie begleitendes Kraft- und Gleichgewichtstraining notwendig.

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Marathon

In einer ausführlichen Übersicht haben vier Wissenschaftler der Hochschulambulanz der Universität Potsdam die Frage untersucht: „Schadet Marathonlaufen dem Stütz- und Bewegungsapparat?“

Nach Durcharbeiten aller aktuell vorliegenden Studien zu dieser Frage kommen sie zum eindeutigen Ergebnis, dass Laufbelastungen einem Stütz- und Bewegungsapparat ohne Vorerkrankungen nicht nachhaltig schaden. Voraussetzung ist allerdings eine kontinuierliche, angepasste Steigerung des Laufumfangs sowie begleitendes Kraft- und Gleichgewichtstraining.

Mit der wachsenden Zahl von Läufern steigt auch die absolute Zahl an Patienten mit belastungsabhängigen Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates. Trotzdem ist das relative Verletzungsrisiko und der Schweregrad im Vergleich zu anderen Sportarten gering. Meist handelt es sich um Überlastungsbeschwerden mit geringem bis mittlerem Beschwerdegrad, bei allerdings häufig längerer Dauer.

Bei der Ursachenforschung laufspezifischer Beschwerden wird zwischen internen und externen Einflüssen unterschieden. Es wird dabei angenommen, dass oft mehrere Faktoren zur Entstehung beitragen. Als gesichert gilt ein Zusammenhang zwischen Beschwerden und dem Laufumfang, dem Trainingsalter und zurückliegenden laufspezifischen Pathologien. Die überwiegende Mehrzahl der Beschwerdebilder betrifft die Achillessehne, die Knieregion, die untere Lendenwirbelsäule, die Plantaraponeurose (Sehnenplatte unter dem Fuß) oder die vordere Schienbeinkante. Der Schweregrad ist meist gering.

Grundlegend halten die Autoren aber fest: „Auf Basis der aktuell verfügbaren Daten ist davon auszugehen, dass die positiven Effekte von Laufsport im Allgemeinen und dem Marathonlauf im Speziellen, bei weitem das Risiko einer Schädigung des Stütz- und Bewegungsapparates überwiegen.“

Quelle: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
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27.01.2012
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