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Jungfrau-Marathon Interlaken Mathys läuft Streckenrekord zum Jubiläum

Zum 25-jährigen Jubiläum kamen rund 5.000 Marathonläufer zusammen, die von Interlaken aus zur Kleinen Scheidegg liefen. Ein Kolumbianer überraschte und der Damen-Streckenrekord fiel.

09092017 Jungfrau-Marathon Interlaken 2017 (1) +
Foto: swiss-image.ch

Stolz kamen die Läufer im Nebel auf der Kleinen Scheidegg an.

Im auf einer Schwemmebene zwischen dem Thunersee und dem Brienzersee gelegenen Interlaken gingen am Samstag, den 9. September rund 5.000 Marathonläufer bei der 25. Ausgabe des Jungfrau-Marathons an den Start. Vom auf 568 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Interlaken ging es dabei hinauf zur 2.100 Meter hoch gelegenen Kleinen Scheidegg. Während der Kolumbianer Jose David Cardona den in Deutschland lebenden Schotten Robbie Simpson überraschend auf den zweiten Platz verwies, siegte Maude Mathys bei den Frauen in neuer Streckenrekord-Zeit.

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Bei bestem Laufwetter und Temperaturen von rund 13 Grad wurden die Teilnehmer am Samstagmorgen ab 8:30 Uhr auf die 42,195 Kilometer lange Strecke geschickt. Auf den ersten zehn Kilometern über Böningen nach Wilderswil hatten die Läufer noch keine Anstiege zu bewältigen und konnte so gut ins Rennen finden. Obgleich auf den darauffolgenden 15 Kilometern gut 200 Höhenmeter zu bewältigen waren, ließ der erste richtig steile Abschnitt von Lauterbrunnen hinauf nach Wengen noch auf sich warten. Als nach 30 gelaufenen Kilometern auch dieser Anstieg gemeistert war, machten sich die Teilnehmer auf die finalen zwölf Kilometer, auf denen es weitere 825 Höhenmeter zu bewältigen galt. Mit zunehmender Höhen nahmen nach und nach die Temperaturen ab und das Wetter wurde schlechter. Starker Nebel sorgten dafür, dass den Läufer manche schönen Ausblicke leider verwehrt blieben.

Mekonen startet offensiv, Cardona gewinnt

Unabhängig von den äußeren Bedingungen wurden schon mehrere Tage zuvor verschiedene Favoriten gehandelt. Dass die afrikanischen Läufer nicht nur auf der Straße, sondern auch am Berg zu großen Leistungen in der Lage sind, wollte besonders Tefera Mekonen beweisen. Dieser führte das Rennen nach rund 15 Kilometern in Zweilütschinen bereits mit über eineinhalb Minuten Vorsprung an. Die Halbmarathon-Marke passierte er nach schnellen 1:12:27 Stunden. Während dieser beim Aufstieg nach Wengen jedoch bis auf Platz sechs zurückfiel, übernahm erstmals der spätere Sieger Jose David Cardona die Führung. Seinen Vorsprung von rund 20 Sekunden nach 30 Kilometern baute er auf den restlichen Kilometern weiter aus, sodass er nach 2:56:20 Stunden als Erster auf der Kleinen Scheidegg ankam. Ebenfalls noch unter drei Stunden liegend folgte ihm Robbie Simpson aus Schottland auf Rang zwei. Dritter wurde der Äthiopier Birhanu Mekonnen in 3:02:42 Stunden.

Mathys knackt Streckenrekord

Bei den Damen setzte sich derweil Maude Mathys durch. Sie lief die Strecke so schnell wie keine andere Läuferin in den 24 Jahren zuvor und verbesserte somit den Streckenrekord auf 3:12:56 Stunden. Mit über zehn Minuten Rückstand kam Michelle Maier nach 3:23:07 Stunden als Zweite ins Ziel. Weitere zwölf Minuten später komplettierte Petra Eggenschwiler nach 3:35:08 Stunden das Podest. Alles in allem kamen 5.087 Marathonläufer ins Ziel eines der schönsten Marathons der Welt. Unter den zehn Promi-Staffeln kam das ASICS PRO Team (Fabienne Schlumpf, Viktor Röthlin, Andrin Jäger, Dario Cologn) mit deutlichem Abstand vor dem Bronze Team (3:48:21 Stunden) nach 3:05:39 Stunden als erstes ins Ziel.
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Autor: Jonas Müller 09.09.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum Jungfrau-Marathon Interlaken 2017.

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