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Tokio-Marathon 2015 Negesse und Dibaba feiern äthiopischen Doppelsieg

Der Tokio-Marathon 2015 war in diesem Jahr fest in äthiopischer Hand: Bei den Männern siegte Endeshaw Negesse in 2:06 Stunden. Das Frauenrennen entschied Birhane Dibaba für sich in 2:23:15 Stunden.

23022015 Endeshaw Negesse +
Foto: Helmut Winter

Endeshaw Negesse konnte den Tokio-Marathon trotz Regen und Kälte für sich entscheiden.

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Marathon

Einen äthiopischen Doppelsieg gab es beim Tokio-Marathon, dem ersten Rennen der World Marathon Majors (WMM) in diesem Jahr. Bei kühlen und feuchten Bedingungen mit etwas Wind lief Endeshaw Negesse gute 2:06:00 Stunden. Schnellste Läuferin war seine äthiopische Landsfrau Birhane Dibaba, die nach 2:23:15 im Ziel war. Nach dem Dubai-Marathon im Januar haben die Äthiopier nun auch beim zweiten bedeutenden Marathon in den Wintermonaten dieses Jahres ihre kenianischen Konkurrenten hinter sich gelassen. Rund 36.000 Läufer gingen in Tokio an den Start.

Im Männerrennen fehlte der angekündigte Boston-Marathon-Streckenrekordler Geoffrey Mutai (2:03:02 Stunden). Der Kenianer hatte aufgrund einer Verletzung abgesagt. Nach einer Halbmarathon-Durchgangszeit von 63:08 Minuten war klar, dass das Marathondebüt von Tariku Bekele längst nicht so erfolgreich sein würde wie jenes seines prominenten Bruders. Kenenisa Bekele hatte im vergangenen April den Paris-Marathon gewonnen. Tariku Bekele kam am Sonntag in Tokio nicht ins Ziel, er gab vor der 30-km-Marke auf.

Wenige Kilometer später verlor der zweimalige London-Marathon-Sieger Tsegaye Kebede (Äthiopien) den Kontakt zur Spitzengruppe. Er wurde am Ende Achter. Vier Läufer waren zu diesem Zeitpunkt noch im Rennen um den Sieg: Neben Endeshaw Negesse waren dies Olympiasieger Stephen Kiprotich (Uganda), Vorjahressieger Dickson Chumba (Kenia) und Shumi Dechasa (Äthiopien). In der Folge entwickelte sich ein Duell zwischen Chumba und Negesse. Zwei Kilometer vor dem Ziel setzte sich der Äthiopier ab, der 2013 in Dubai mit 2:04:52 Stunden seine Bestzeit aufgestellt hatte. Den avisierten Streckenrekord, den Chumba im vergangenen Jahr mit 2:05:42 aufgestellt hatte, konnte der 26-jährige Negesse jedoch nicht mehr erreichen.

Auf den letzten Metern sicherte sich Kiprotich noch Rang zwei mit einer persönlichen Bestzeit von 2:06:33. Ein Sekunde später folgte der in der Schlussphase an Magenproblemen leidende Chumba. Dechasa wurde mit 2:07:20 Vierter, Peter Some (Kenia) folgte als Fünfter in 2:07:22. Die Breite in der Spitze war im Männerrennen von Tokio sehr gut: Zwölf Athleten blieben unter 2:10 Stunden. „Es war ein gutes Rennen, aber die Bedingungen waren eher hart, denn es war regnerisch und kalt“, wurde Negesse auf der Internetseite des internationalen Leichtathletik-Verbandes iaaf.org zitiert.

Vergleichsweise schwächer war erwartungsgemäß das Rennen der Frauen in Tokio. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 1:11:41 Stunden lagen fünf Läuferinnen noch bis zur 30-km-Marke gemeinsam an der Spitze: Neben Birhane Dibaba waren dies die Olympiasiegerin Tiki Gelana (Äthiopien) sowie die Kenianerinnen Helah Kiprop, Sally Chepyego und Flomena Cheyech.

Es war dann die spätere Siegerin Dibaba, die das Tempo forcierte. Lediglich Kiprop konnte der erst 21-jährigen Äthiopierin, die vor einem Jahr in Tokio als Zweite mit 2:22:30 Stunden ihre Bestzeit aufgestellt hatte, zunächst noch folgen. Doch rund sieben Kilometer vor dem Ziel fiel die Entscheidung zugunsten von Dibaba, die am Ende in 2:23:15 Stunden klar vor Kiprop (2:24:03) gewann. Dritte wurde Tiki Gelana, die mit 2:24:26 erstmals seit ihrem Olympiasieg von London 2012 wieder einen Marathon unter 2:25 Stunden lief. Als Vierte überzeugte die Debütantin Sally Chepyego mit 2:26:43.

Ergebnisse, Männer:
1. Endeshaw Negesse (ETH) 2:06:00
2. Stephen Kiprotich (UGA) 2:06:33
3. Dickson Chumba (KEN) 2:06:34
4. Shumi Dechasa (ETH) 2:07:20
5. Peter Some (KEN) 2:07:22
6. Markos Geneti (ETH) 2:07:25
7. Masato Imai (JPN) 2:07:39
8. Tsegaye Kebede (ETH) 2:07:58
9. Hiroaki Sano (JPN) 2:09:12
10. Benjamin Ngandu (KEN) 2:09:18

Frauen:
1. Birhane Dibaba (ETH) 2:23:15
2. Helah Kiprop (KEN) 2:24:03
3. Tiki Gelana (ETH) 2:24:26
4. Sally Chepyego (KEN) 2:26:43
5. Flomena Cheyech (KEN) 2:26:54
6. Yeshi Esayias (ETH) 2:30:15
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Autor: race-news-service.com 23.02.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Tokio-Marathon 2018.

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