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Mein erster Marathon in Hamburg So wurde ich zum Läufer

In diesem Blog möchte ich über meine Vorbereitung für meinen ersten Marathonlauf berichten, der Ende April in Hamburg stattfindet.

Malte nach dem Halbmarathon Hamburg 2017 +
Foto: Malte

Da habe ich gerade das erste Mal den Hella Halbmarathon Hamburg geschafft und posiere stolz mit meiner Medaille.

Was habe ich mir vorgenommen?

42,195 km. Einen ganzen Marathon laufen. Ich habe noch etwas mehr als drei Monate Zeit um mich auf mein Ziel vorzubereiten: den Marathon in Hamburg Ende April zu laufen. Während meiner Trainingseinheiten habe ich immer wieder gedacht: Wieso tust du dir das nur an? Entspann dich doch lieber, morgen kannst du auch noch laufen. Dabei laufe ich jetzt schon seit einiger Weile. In den vergangenen beiden Jahren habe ich mich bereits über Halbmarathondistanz versucht. Es ging dabei für mich aber in der erster Linie immer nur darum, die Distanz zu schaffen und nicht eine bestimmte Zeit zu schaffen.

Meine körperlichen Voraussetzungen

Ich bin nun mal auch nicht unbedingt der geborene Läufer. Mit knapp 1,90 Meter und über 100 Kilogramm Gewicht hätte ich mir sicherlich gelenkschonendere und passendere Sportarten als den Langstreckenlauf aussuchen können. Krafttraining und eine eher ungesunde Ernährungsweise über mehrere Jahre ließen mein Gewicht von ursprünglich knapp 80 Kilogramm vor knapp zehn Jahren bis auf über 100 Kilogramm anwachsen. Das Laufen hat trotz allem schon vor Jahren eine Faszination auf mich ausgeübt.

Wie alles begann

Bereits als Kind drehte ich mit meinem Vater oder meinen Geschwistern Runden im Wald und hatte Spaß dabei. Mit 13 Jahren nahm ich dann an meinem ersten Wettkampf teil, einem kleinen regionalen Altstadtlauf in meinem Heimatort Stade, der jährlich im August stattfindet. Die Strecke war mit 3,2 Kilometer ziemlich kurz, für mich mit meinen dreizehn Jahren damals aber eine echte Herausforderungen, besonders da ich den Lauf einfach mit reiner Naivität und viel Aufregung viel zu schnell anging und gerade so ins Ziel kam.

Mit 16 Jahren folgte dann ein weiterer Wettkampf, der Küstenmarathon in Otterndorf, wo ich über die fünf Kilometer Distanz startete und sogar überraschenderweise Zweiter in meiner Altersklasse wurde, was mich schon wunderte da ich mich erst zwei Tage vorher dafür entschied am Lauf teilzunehmen. Ich weiß noch, dass es an diesem Tag extrem heiß war und ich froh war als ich es ins Ziel geschafft hatte. Ich bekomme heute noch, selbst nach über 10 Jahren seit meiner letzten Anmeldung, jedes Jahr eine Broschüre sowie einen Anmeldebogen aus Otterndorf zugeschickt, was mich immer wieder wundert. Vielleicht sind es auch gerade diese frühen Erfolgserlebnisse gewesen, die mich so an den Laufsport gebunden haben oder zumindest mich in gewisser Weise für Ihn begeistert haben.
Sunday Runday +
Foto: Malte

Langer Lauf am Sonntag an der Außenalster.

Fitness war mein Leben

Viele Jahre lief ich dann gar nicht mehr und konzentrierte mich während meiner Abizeit und danach auf den Kraftsport. Am Anfang noch nicht im Studio, sondern zuhause ohne jegliches Wissen über Technik, Ausrüstung oder Trainingsplanung, begeisterte ich mich immer mehr für diesen Sport. Ich las viel zum Thema Ernährung, Trainingsplanung sowie Übungsausführung. Ich brannte für diesen Sport. Es war damals sogar mehr als ein Sport für mich, es war eine Lebenseinstellung. Vor ein paar Jahren besuchte ich dann teilweise 6-mal wöchentlich ein Fitnessstudio in der Nähe meines Heimatortes. Fitness war damals mein Leben, ich machte dann sogar 2013 eine Trainerlizenz beim DFLV kurz vor Beginn meines Studiums, um noch mehr über Fitness und Bodybuilding zu lernen.

Meine Studienzeit in Paderborn

Nach meinem Abitur nahm ich mir viel Zeit, um den für mich passenden Berufsweg herauszufinden und schrieb mich schließlich für Sportwissenschaften an der Universität Paderborn ein. Ich hatte ein riesiges Glück, dass ich den Studienplatz überhaupt bekommen habe. Mein Abi war mit einem Schnitt von 3,2 nämlich alles andere als vorzeigbar. Relativ zu Beginn meines Studiums lernte ich dann meine jetzige Freundin kennen. Sie spielte damals noch sehr aktiv Handball und hatte sonst mit Laufen nicht viel am Hut. Während meines Studiums hatte ich das Glück, finanziell von meiner Familie unterstützt zu werden und gleichzeitig noch Bafög zu bekommen, wodurch ich während meines Studiums sehr gut leben konnte. Meine Freundin hatte dieses Glück leider nicht. Sie musste immer mehr neben dem Studium arbeiten, um sich zu finanzieren und so entschloss sie sich irgendwann, das Handballspielen aus Zeitgründen an den Nagel zu hängen. Mit der Zeit ging es Ihr finanziell immer besser und sie suchte nach einem neuen sportlichen Ausgleich. Durch Freunde kam sie auf die Idee, mit dem Laufen anzufangen.

Vor zwei Jahren nahm sie dann erstmals in Berlin am Halbmarathon teil. Als ich sie zum Lauf begleitete, sah ich all diese Leute, die alles gaben um die Halbmarathondistanz zu bewältigen, dazu die tolle Stimmung am Streckenrand und die begeisterten Zuschauer und Läufer, die alles gaben und sich von der Menge für Ihre Leistung feiern ließen. Ich fasste den Entschluss, selber aktiv mit dem Laufen zu beginnen.
Strandlauf in Dänemark +
Foto: Malte

Entspannter Lauf direkt am Meer während des Urlaubs mit meiner Freundin.

Die Vorbereitung beginnt

Ich begann also mit dem Training und arbeitete auf meinen ersten Halbmarathon hin. Ich installierte mir die App Runtastic, lud mir einen 16-wöchigen Trainingsplan für einen Halbmarathon in 2:15 Stunden von Dieter Baumann runter und startete motiviert ins Training. Im Jahr 2016 nahm ich dann am Halbmarathon in Berlin sowie am Halbmarathon in Braunschweig teil, die ich beide erfolgreich abschloss, beide in einer Zeit von 2:10 - 2:15 Stunden. Im kommenden Jahr waren dann wieder Berlin, Hamburg und schließlich im August vergangenen Jahres Rostock dran. In Hamburg absolvierte ich sogar meinen bis dahin schnellsten Halbmarathon in 2:07 Stunden mit einer Pace von knapp 6 Minuten pro Kilometer. Aber ich wollte mehr.

Als meine Freundin dann im vergangenen Jahr beim Hermannslauf in Detmold startete und anschließend noch einen Startplatz beim Berlin-Marathon ergatterte, setzte ich mir das Ziel, auch einen Marathon zu absolvieren auch wenn ich wusste dass das für mich sicherlich kein ganz so einfaches Unterfangen werden würde.

Die Zeit nach dem Studium

Nachdem ich im August vergangenen Jahres mein Studium beendet hatte, wollte ich erst einmal praktische berufliche Erfahrung sammeln. Ich bewarb mich bei der RUNNER’S WORLD um einen Praktikumsplatz ab Januar 2018 und hatte das Glück, diesen auch zu bekommen. Obwohl ich vorher nur recht wenig und unregelmäßig ließ, nahm ich mir vor ab Beginn meines Praktikums wieder verstärkt laufen zu gehen. Ich suchte mir zu Beginn meines Praktikums einen Marathontrainingsplan aus der Januarausgabe der RUNNER’S WORLD heraus und begann mit dem Training.

Der Trainingsplan, nach dem ich jetzt trainiere, ist dabei auf 16 Wochen ausgelegt und verfolgt das Ziel, die 42,195 Kilometer lange Marathonstrecke für den durchschnittlichen Läufer machbar zu machen. Bei diesem Plan werden wöchentlich zwischen 35-40 Kilometer verteilt auf vier Einheiten gelaufen: zwei leichte Läufe, eine etwas anspruchsvollere Einheit und einen langen langsamen Lauf.
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Autor: Malte 24.01.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Marathon Hamburg 2018.

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