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Transalpine-Run 2018 1. Etappe Spannung pur zum Auftakt

Über 43,7 Kilometer führte die erste Etappe des Transalpine-Run 2018. Markus Mingo und Hannes Namberger feierten mit Thomas Farbmacher und David Wallmann einen Doppelsieg.

Transalpine-Run 2018 1. Etappe +
Foto: Andi Frank

Über 43,7 Kilometer führte die erste Etappe des Transalpine-Runs 2018.

Mit einer beeindruckenden Leistung auf dem Schlussstück der ersten Etappe von Garmisch-Partenkirchen nach Nassereith (Austria) über 43,7 Kilometer trugen sich am Sonntag, den 2. September das deutsche Team Markus Mingo/Hannes Namberger (XC-Run.de) und das österreichische Duo Thomas Farbmacher/David Wallmann (Salomon Running powered by Silberpfeil) als Sieger in die Tageswertung ein. Das Leadertrikot vor der 2. Etappe von Nassereith nach Imst tragen Mingo/Namberger, die das Ziel nach 4:24:17,9 Stunden erreichten. Eine Sekunde später folgten Farbmacher/Wallmann, während die Drittplatzierten, die Franzosen Vincent Viet/Guillaume Peretti (Team Accorte/GORE), bereits einen Rückstand von 7:06 Minuten aufweisen.

Einige der schönsten Impressionen von der ersten Etappe des Transalpine Runs 2018 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Ein sportliches Drama spielte sich auf den letzten Kilometern ab. Die lange Zeit wie die sicheren Sieger aussehenden Sebastian Hallmann/Lukas Naegele (Erding/Freiburg) erlitten einen Einbruch und verloren fast 20 Minuten. Fazit nach dem ersten Tag beim 14. Transalpine Run: Das wichtigste und härteste Etappenrennen über die Alpen für Zweier-Teams ist offen wie lange nicht mehr. Gleich acht Teams liegen noch aussichtsreich im Rennen.

Hungerast kostet Hallmann und Naegele Etappensieg

Traditionell hat es die erste Etappe des Transalpine Run immer in sich. Und auch diesmal sollten die anspruchsvollen 43,7 Kilometer und 2.378 Höhenmeter im Anstieg von Garmisch-Partenkirchen zum Premieren-Etappenort Nassereith für eine Überraschung gut sein. Lange Zeit, besser gesagt bis Kilometer 35, sah alles nach einem souveränen Sieg des Duos Hallmann/Naegele aus. Als sie die letzte von drei Verpflegungsstationen – 15,1 Kilometer vor dem Ziel – passiert hatten, betrug ihr Vorsprung fast vier Minuten. Eigentlich eine sichere Angelegenheit für die beiden Langstreckenläufer, so schien es jedenfalls. Doch im Anstieg zum 1.869 Meter hohen Bergelsboden erlitt der Freiburger Marathon-Spezialist Lukas Naegele einen „Hungerast“. „So etwas zu erleben, ist echt bitter. Jetzt muss ich erst mal wieder meine Speicher auffüllen“, erklärte der sichtlich erschöpfte Naegele im Ziel in Nassereith. Partner Hallmann, im Vorjahr Sieger der 1. Etappe und nach dem Ausfall seines Partners anschließend mit schnellen Zeiten als Individual-Finisher unterwegs, sprach von einem „energetischem Problem“ seines Partners Naegele: „Wir sind nicht zu schnell angegangen und wollen jetzt erst mal die nächsten Tage abwarten. Dass einem derart der Stecker gezogen wird, kommt nur einmal in 20 Jahren vor.“

„Die erste Etappe ist nicht entscheidend."

Andererseits lagen die Durchgangszeiten fast 30 Minuten unter den schnellsten geplanten Zeiten. Die Konkurrenz nutzte die Chance und zog in einem packenden Finish an die Spitzenreiter vorbei, die nicht nur ihre vier Minuten Vorsprung verloren, sondern dazu noch weitere 16:37 Minuten kassierten. Von einer Vorentscheidung wollte niemand sprechen, auch die beiden dominierenden Teams Mingo/Namberger und Farbmacher/Wallmann nicht. „Die erste Etappe ist nicht entscheidend“, meinte Markus Mingo, „allerdings wussten wir, dass es am Schluss richtig schwer wird und dass wir das können.“ Somit lief alles nach Plan. Nach etwas vorsichtigem Beginn erhöhten nicht nur Mingo/Namberger im Schlussstück das Tempo, sondern auch die beiden Österreicher Farbmacher/Wallmann. „Es ist immer ein Fehler, wenn die Etappe so schnell angegangen wird. Das haben wir gewusst“, zeigte sich der zweimalige Zugspitz Ultratrail Sieger mit dem Rennverlauf zufrieden. Partner David Wallmann, der im Ziel seinen 27. Geburtstag feierte, ergänzte: „Wir haben zum Schluss noch mal richtig Gas gegeben.“

Sanna und Lina El Kott Helander Favoritinnen bei den Frauen

Beeindruckende Leistungen gab es aber nicht nur in der Kategorie Men. Ihre Ausnahmestellung unterstrichen wie im Vorjahr die beiden Schwedinnen Sanna und Lina El Kott Helander (Team GORE/MERREL). Das Geschwister-Paar aus Östersund erreichte das Ziel nach 4:52:35,9 Stunden und hatte damit 1:31:24 Stunden Vorsprung auf Ina Forchthammer/Sarah Doerschlag (Austria, Viking Footwear Power Girls). „Es hat Spaß gemacht“, freuten sich die beiden Skandinavierinnen über ihren starken Auftakt. Beide erreichten insgesamt als Neunte das Ziele. Eine viel beachtete Leistung. Platz drei ging an Johanna Bertram/Silvia Felt (Salomon – it's time to play“) mit einer Zeit von 7:13:25,7 Stunden.

In der Kategorie Master Women ging der Sieg in die USA. Brandy Erholtz/Christine Lundy (Olympic Club) benötigten 5:28:04,6 Stunden. 47:49 Minuten später erreichte das deutsche Duo Biggi Fauser/Sandra Schmid (Orthomol Sport Perform Team) das Ziel in Nassereith.

Die Kategorie Master Men sah die Kombination Wolfgang Sieder/Uli Morgen nach 5:16:38,8 Stunden als Sieger. Besonders für Wolfgang Sieder eine tolle Erfahrung. „Ich bin jetzt zum zwölften Mal dabei und stehe zum ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen“. Relativ knapp ging es hinter Sieder/Morgen zu. Clemens Keller/Armin Friesinger (5:29:05,9 Stunden) und Rainhard Pixner/Christian Haller (Italien, 5:36:08,1 Stunden) erkämpften sich die Plätze zwei und drei.

Richtig gut lief es auch bei Jürgen Kurapkat/Armin Bernard (GORE® Wear) in der Kategorie Senior Master Men. „Das war eine lauffreudige Etappe. Es ging in einem Rutsch durch“, freute sich der Münchner Jürgen Kurapkat, der im Jahr 2005 die Idee für den Transalpine Run hatte und 2017 mit seinem Partner die Gesamtwertung gewann: „Ab jetzt ist alles top obendrauf.“ Hinter Kurapkat/Bernard (5:16:07,4 Stunden) erreichten Jörg Schreiber/Thomas Miksch (5:34:23,9 Stunden) und die Schweizer Beat Nydegger/Hansjörg Gosteli (5:40:58,7 Stunden) das Ziel.

Münchner-US-Amerikanisches Duo dominiert Mixed-Kategorie

In der Kategorie Mixed dominierte die Münchnerin Eva Sperger an der Seite des US-Läufers Jamie Ramsay in 5:06:13,2 Stunden. „Das war total cool. Ich bin ziemlich glücklich, denn mit so einem Ergebnis kann man im Vorfeld ja nicht rechnen“, erklärte Sperger. In Schlagweite hinter den Siegern lief das russische Duo (Igor Manzhay/Natalia Zimina, 5:21:18,6 Stunden) auf Rang zwei. Das US-Duo Amanda Basham/Zac Marion (GORE Running) landete in 5:23:14,8 Stunden auf Rang drei.

In 5:16:33,5 Stunden erstaunlich schnell waren auch die Sieger im Master Mixed unterwegs. Die Schweizer Melanie Rousset/Reinhold Hugo siegten vor Markus Planötscher/Annelise Felderer (Italien, 5:29:21,8 Stunden) und Petru Muntenasu/Kathrin Schichtl (Deutschland, 5:34:04,5 Stunden).

Der Sieg in der erstmals gelaufenen Kategorie Senior Master Mixed ging in die Schweiz. Maja Dorfschmid/Urs Salzmann (6:14:41,3 Stunden) setzten sich vor Gaby Marek-Schmid/Peter Kriegl (6:22:49,6 Stunden) und dem spanischen Duo Joan Baptiste und Maria Elena Ferreres Sebastia (7:22:49,7 Stunden) durch.

Erstmals fast 100 Teams beim „Run2“ am Start"

Erstmals seit der Premiere im Jahr 2005 waren in diesem Jahr auch fast 100 Teams des sogenannten „Run2“ dabei. Also fast 200 Athleten, die die ersten beiden Etappen des 14. Transalpine Run 2018 bestritten und somit hineinschnupperten in die legendäre Alpenüberquerung. So ergab sich ein beeindruckendes Gesamtbild, als sich die fast 800 Teilnehmer und Teilnehmerinnen morgens um 9 Uhr in Garmisch-Partenkirchen auf den Weg nach Nassereith machten.
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02.09.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Transalpine-Run 7. Etappe 2018.

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