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Drei liefen schon unter 2:20 Stunden Starkes Frauenfeld beim London-Marathon 2014

Ein außergewöhnliches Feld geht am 13. April 2014 beim London-Marathon in das Frauen-Eliterennen. Drei Läuferinnen sind dabei, die bereits Zeiten unter 2:20 Stunden erreicht haben.

Jeptoo +
Foto: photorun.net

Vorjahressiegerin Priscah Jeptoo will in London den "Women-only-World-Record" brechen.

Marathondebüt für Tirunesh Dibaba

Beim Virgin Money London-Marathon starten gleich drei Läuferinnen, die schon schneller als 2:20 Stunden gelaufen sind: Äthiopiens Olympiasiegerin Tiki Gelana (2:18:58) trifft auf die Kenianerinnen Florence Kiplagat (2:19:44) und Edna Kiplagat (2:19:50), die nicht verwandt sind. Florence ist die aktuelle Berlin-Marathon-Siegerin und Halbmarathon-Weltrekordlerin (65:12 Minuten), Edna wurde 2013 in Moskau als erste Frau zum zweiten Mal in Folge Marathon-Weltmeisterin.

Doch die britischen Buchmacher sehen eine andere Läuferin vorne: Titelverteidigerin Priscah Jeptoo (Kenia) hat eine Bestzeit von 2:20:14 Stunden und überzeugte zuletzt mit zwei großartigen Halbmarathon-Siegen in Newcastle und Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate). Mit den Äthiopierinnen Aberu Kebede (2:20:30) und Feysa Tadesse (2:21:06) sind noch zwei weitere Läuferinnen dabei, die bereits deutlich unter 2:22 gelaufen sind. Außerdem gibt es am Sonntag eines der vielversprechendsten Marathondebüts in der Geschichte des Frauen-Langstreckenlaufes: Die dreifache Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) läuft zum ersten Mal über die 42,195 km.

Während der Marathon-Weltrekord von Paula Radcliffe (Großbritannien), die 2003 in London 2:15:25 gelaufen war, noch außer Reichweite ist, will Priscah Jeptoo die „zweite“ Bestzeit brechen. Auch diese hält Paula Radcliffe mit 2:17:42, gelaufen ebenfalls in London 2005. Dieser Weltrekord bezieht sich auf ein reines Frauen-Eliterennen, also ohne männliche Tempomacher. Für derartige Zeiten führt der internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) offiziell einen Weltrekord.

Priscah Jeptoo will beim London-Marathon den "Women-only-World-Record"

Ein inoffizieller Weltrekord ist ebenfalls nicht ganz ausgeschlossen. Wenn Tirunesh Dibaba ihr Vermögen auf Anhieb gut auf die Marathondistanz übertragen kann, könnte sie den Debüt-Weltrekord gefährden. Eine solche Zeit wird zwar nicht von der IAAF geführt, sie ist aber im Straßenlaufbereich anerkannt. Auch diese Zeit stammt von einem London-Rennen von Paula Radcliffe: Mit 2:18:56 gewann sie 2002 an der Themse bei ihrem ersten Lauf über die 42,195 km.

„Mein Training lief wirklich gut, deswegen bin ich zuversichtlich, dass ich am Sonntag eine Bestzeit laufen und das Rennen erneut gewinnen kann“, erklärte Priscah Jeptoo. „Es wir nicht leicht, Paulas Weltrekord zu brechen. Aber mein Sieg im vergangenen Jahr hat mir viel Zuversicht gegeben. Ich glaube, wenn wir uns alle gegenseitig unterstützen, haben wir eine gute Chance, den Rekord zu brechen.“ Ähnlich denkt auch Edna Kiplagat: „Es ist ein wirklich starkes Feld, das hier an den Start geht. Wenn wir alle unser Bestes geben, bin ich zuversichtlich, dass der Rekord fallen wird.“

Nicht so sicher bezüglich der Radcliffe-Bestzeit ist sich Florence Kiplagat. „Ich fühle mich deutlich besser in Form als im vergangenen Jahr“, sagte die aktuelle Berlin-Marathon-Siegerin. „Aber bei einer so starken Konkurrenz geht es um den Sieg. Es wird ein harter Wettkampf. Der Rekord ist prinzipiell möglich – aber nicht am Sonntag“, erklärte Florence Kiplagat, die ein teilweise taktisches Rennen erwartet.

Tirunesh Dibaba gibt Debüt in London-Marathon

Ein Jahr später als ursprünglich geplant wird Tirunesh Dibaba ihr Marathondebüt laufen. „Ich war bereit im vergangenen Jahr, aber mein Flug hatte Verspätung – um ein Jahr“, scherzte Tirunesh Dibaba, die damals verletzungsbedingt auf ihren Start verzichtete. „In London laufen die besten Athletinnen, deswegen will ich hier mein Debüt rennen. Marathon wird eine neue Erfahrung für mich, daher kann ich keine Zielzeit abschätzen. Aber ich habe gut trainiert“, erklärte Tirunesh Dibaba.

„Tirunesh wird bereit sein“, glaubt eine andere große äthiopische Läuferin: Olympiasiegerin Tiki Gelana will ihrerseits in London gewinnen, wo sie 2012 zum Marathon-Gold gerannt war. Vor einem Jahr hatte sie bei dem Rennen Pech, weil ihr ein Rollstuhlfahrer nach 15 km in die Beine fuhr. Gelana stürzte und schleppte sich angeschlagen schließlich auf Rang 16 in 2:36:55 ins Ziel. „Dadurch bin ich jetzt besonders motiviert, hier zu gewinnen.“
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Autor: race-news-service.com 11.04.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum London-Marathon 2019.

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