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1. Jerusalem-Marathon Streckenführung mit Hindernissen

Das Attentat zwei Tage vor dem Start, die Diskussion um die Streckenführung und der sehr anspruchsvolle Kurs waren Hauptthemen beim 1. Jerusalem-Marathon.

Jerusalem-Marathon +
Foto: Frank Hofmann

Der südliche Wendepunkt der Strecke liegt vor den Stadttoren Bethlehems.

Nach der Aufregung um eine Bombenexplosion zwei Tage vor dem Start, bei der eine 60-jährige englische Touristin getötet und 39 weitere Menschen verletzt wurden, fand der erste Internationale Jerusalem-Marathon am 25. März ohne weitere Störungen statt.

Etwa 850 Läufer wagten sich über die sehr hügelige Strecke, deren ungezählte Anstiege sich auf 617 Höhenmeter summierten. Die Siegerzeiten spiegeln das anspruchsvolle Niveau wieder: Bei den Männern siegte der 34-jährige Kenianer Raymond Kipkoech in 2:26:43 Stunden – wobei hier einige Sekunden abzuziehen sind, da die ersten drei versehentlich dem TV-Motorrad in das rund 100 Meter weiter entfernte Halbmarathon-Ziel folgten. Bei den Frauen gewann die Äthiopierin Oda Worknesh, 26, in 2:50:05 Stunden.

Jerusalem-Marathon +
Foto: Frank Hofmann

Höhepunkt der Strecke ist der Teilabschnitt durch das armenische Viertel der Altstadt.

Beim Halbmarathon kamen rund 2.000 Läufer ins Ziel, beim 10-km-Lauf knapp 3.000, darunter viele israelische Soldaten. Die Organisatoren zählten etwa 1.000 ausländische Starter aus 40 Nationen. Die meisten von ihnen wollten die einzigartigen Sehenswürdigkeit der für die drei großen Religionen heiligen Stadt genießen – und wurden von der Streckenführung nicht enttäuscht. Altstadt, prächtige Ausblicke auf Tempel- und Ölberg sowie geschichtsträchtige Einzelsehenswürdigkeiten gehörten zum Kurs, der im Vorfeld im Jerusalemer Stadtrat kontrovers diskutiert worden war. Denn er führte auch durch Gebiete des arabischen Ostjerusalems, in denen Bürgermeister Nir Barkat, Initiator des Events und selbst begeisterter Marathonläufer, eine dort als aggressiv empfundene Siedlungspolitik betreibt.

Die Läufer spürten davon kaum etwas, sieht man von der für Jerusalem typischen Militärpräsenz ab: 2.000 Soldaten waren entlang der Strecke postiert – verteilt auf 42 Kilometer ist das allerdings eine geringere Militärdichte als sie in der Altstadt allgegenwärtig ist. Die Läufer wunderten sich eher über das kühle Wetter mit Temperaturen um sieben Grad. Die Startzeit war mit Rücksicht auf die erwartete Mittagshitze eigens um 7 Uhr in der Früh angesetzt worden. Im Laufe des Rennens wurde es allerdings zunehmend freundlicher und wärmer, was auch der Zuschauerbegeisterung gut tat.

Fotos finden Sie in unserer Bildergalerie unter der Streckenkarte.

Die Streckenskizze:
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Autor: Frank Hofmann 28.03.2011

Hier finden Sie weitere Informationen zum Jerusalem-Marathon 2018.

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