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Wachau-Marathon Krems 2018 Wachau-Marathon begeistert im dritten Jahrzehnt

Rund 12.000 Sportler nahm am 21. Wachau-Marathon Krems teil. Perendis Lekapana verbesserte den 15 Jahre alten Halbmarathon-Streckenrekord.

Wachau-Marathon Krems 2018 +
Foto: Benjamin Butschell

Die Strecke führte flussabwärts in Richtung Krems.

Angenehme Temperaturen, eine vorbildlich organisierte Veranstaltung und eine erstklassige Strecke erwarteten die Teilnehmer des Wachau-Marathons 2018 am Sonntag, den 23. September etwa 70 Kilometer östlich von Wien. Während der 54-jährige Österreicher Wolfgang Wallner seinen sechsten Wachau-Marathon-Erfolg feiern konnte, lief Perendis Lekapana die 21,1 Kilometer lange Halbmarathonstrecke schneller als je eine andere Läuferin zuvor. Insgesamt gingen über die verschiedenen Distanzen rund 12.000 Läufer an den Start. Besonders auf den finalen Metern wurden sie von den gekommenen Zuschauern bejubelt.

Eine Auswahl der schönsten Impressionen vom Wachau-Marathon Krems 2018 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Ab 7:00 Uhr wurden die Läufer mit Bussen zum Marathon-Start nach Emmersdorf gebracht. Dort sollte um 10:00 Uhr der Startschuss des 21. Wachau-Marathons fallen. Der Blick der Läufer richtete sich am Start besonders auf das ehemalige Benediktinerkloster Stift Melk. Bereits vor dem Start war die Vorfreude unter den Läufern spürbar und die Stimmung dementsprechend gut. Die ersten 3,5 Kilometer führten die Teilnehmer flussaufwärts, bevor es bis nach Krems entlang der Donau flussabwärts ging. In Krems wartete der stimmungsvolle Zieleinlauf auf die sportlichen Helden des Tages, die bis zu 42,195 Kilometer absolviert hatten.

Emmersdorf als Startpunkt eines "weinmaligen" Marathon-Erlebnisses

Die Strecke von Emmersdorf nach Krems führte das Läuferfeld vorbei an verschiedenen Sehenswürdigkeiten, so etwa das Schloss Schönbühel und die Ruine Aggstein. Als „weinmaliges“ Lauferlebnis beschreibt das Veranstaltungsteam das Event und bringt beschreibt den beliebten Marathon, der zu den teilnehmerstärksten Österreichs zählt, sehr treffend, schließlich prägen die Weinberge die Region und so auch die Laufstrecken und gleichzeitig zählt der Lauf zu den beliebtesten der Alpenrepublik. Kein Wunder also, dass neben vielen Österreichern auch zahlreiche Sportler aus verschiedenen anderen Ländern am Start waren. Alleine die Marathonfinisher kamen aus über 30 Ländern, die zu fünf verschiedenen Kontinenten zählen.
Wachau-Marathon Krems 2018 +
Foto: Benjamin Butschell

Mit 54 Jahren schneller als je zuvor: Wolfgang Wallner gewann in 2:30:51 Stunden.

Wolfgang Wallner läuft zum sechsten Wachau-Marathon-Sieg

In der Spitze machten jedoch besonders einheimische Läufer das Rennen. So befanden sich beim Wachau-Marathon 2018 unter den schnellsten zehn Herren und Damen 15 Österreicher. Zum wiederholten Male kam Wolfgang Wallner (Lag Nö Mitte) als erster Läufer in Krems an. In 2:30:51 Stunden gewann der inzwischen 54-Jährige nicht nur souverän mit knapp zehn Minuten Vorsprung, sondern verbesserte trotz seines fortgeschrittenen Sportleralters seine persönliche Bestzeit. Sein Landsmann Jan Duk (Sportfreunde Kinder) kam in 2:40:44 Stunden auf Rang zwei. Dritter wurde der Brite Peter Middleton (Shrewsbury AC, 2:43:03 Stunden). Auch bei den Damen setzte sich eine einheimische Sportlerin durch. Elisabeth Smolle vom LTV Köflach finishte nach 2:56:39 Stunden und gewann so mit rund zweieinhalb Minuten Vorsprung. Auf den weiteren Plätzen folgten Cornelia Krapfenbauer (SC Zwickl Zwettl, 2:59:12 Stunden) und Diana Berisa-Klusoczki (RBI Group Runners, 3:02:14 Stunden). Insgesamt erreichten 621 Läufer das Ziel in Krems. Igor Schiffner (Team Ar Sport, 2:53:53 Stunden) und Antonia Vogel (3:29:39 Stunden) kamen als schnellste Deutsche ins Ziel.

Kenianisches Trio sorgt für Spitzenzeiten beim Halbmarathon

Ganze 3.856 Finisher konnten beim Halbmarathon gezählt werden. Wie erwartet entwickelte sich ein hochklassiges Rennen, bei dem besonders ostafrikanische Läufer herausragende Zeiten liefen. Auf der flachen, schnellen Strecke liefen so über 3.800 Starter von Spitz über Weissenkirchen und Achleiten nach Krems. Beeindruckend schnell liefen die drei kenianischen Langstreckenläufer Geoffrey Ronoh (Volare Sports), Philimon Maritim (Run2gether) und Samuel-Ndungu Mwangi (Run2gether). Lange Zeit gemeinsam laufend, fiel die Gruppe auf dem finalen Abschnitt auseinander, sodass Ronoh in 1:00:21 Stunden vor Maritim (1:00:29 Stunden) und Mwangi (1:00:42 Stunden) gewann.

Lekapana schneller als alle zuvor

Für das möglicherweise größte sportliche Ausrufezeichen des Tages sorgte jedoch Perendis Lekapana (Runfast). Sie gewann nicht nur in schnellen 1:09:21 Stunden, womit sie nur fünf Läufern den Vortritt lassen musste, sondern verbesserte den 15 Jahre alten Streckenrekord auch um eine knappe halbe Minute. Auf Gesamtplatz neun folgte nach 1:11:39 Stunden Viola Jelegat, die Zweite wurde. Das Podest wurde durch Christine-Moraa Oigo (Zsolt Benedek, 1:15:01 Stunden) komplettiert. Sie erreichte Gesamtplatz 14. Daniel Haußner (Sportunion Perchtoldsdorf, 1:12:51 Stunden) und Franziska Richter aus Bad Hersfeld (1:34:11 Stunden) kamen auf den Plätzen 14 und 22 als beste Deutsche ins Ziel.

Großes Angebot beim Wachau-Marathon Krems 2018

Über die Rennen über die vollen und die halbe Marathondistanz hinaus wurden ein Viertelmarathon, ein Staffel-Marathon, ein Nordic-Walking-Halbmarathon und der WachauJUNIORmarathon angeboten. Während auf der elf Kilometer langen Viertelmarathon-Strecke Philipp Gintenstorfer (38:08 Minuten) und Michaela Zwerger (44:10 Minuten) gewannen, setzte sich bei den Vierer-Staffeln das Quartett um den österreichischen Spitzenläufer Valentin Pfeil durch. Sie benötigten gemeinsam 2:41:01 Stunden. Des Weiteren wurden auch Zweier- und Dreier-Staffeln angeboten.

Wachau-Marathon begeistert die Läufer

Von den Teilnehmern wurde nach dem Zieleinlauf zwar die geringe Zuschaueranzahl auf großen Teilen der Strecke durch das Weltkulturerbe bemängelt, der Zieleinlauf wurde jedoch durchweg gelobt. Bereits rund bei Kilometer 40 war der Kommentator deutlich zu hören, sodass alle noch einmal daran erinnert wurden, dass es nicht mehr weit ist. Entlang der gesamten Strecke war zudem von Beginn an für gute Verpflegung gesorgt. Wasser, Iso, Cola, Energieriegel, Gel, Banane, … sorgten dafür, dass den Teilnehmer die Energie nicht ausgehen konnte. Kein Wunder, dass der Marathon nun bereits im dritten Jahrzehnt eine Vielzahl begeisterter Sportler anzieht.
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25.09.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Wachau-Marathon Krems 2019.

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