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Dogging Mit dem geliebten Vierbeiner gegen den inneren Schweinehund

Ein sportlicher Hund hält auch Frauchen und Herrchen fit. Trainingstipps für Sie und Ihren Vierbeiner.

Dogging +
Foto: Michaela Rose

Gemeinsam stark: Im Parcours zeigt sich, wie gut Mensch und Tier zusammengefunden haben.

Ich möchte mit ihr nicht nur um den Block laufen“, sagt Petra Höcht vom Hundesportverein MV Neukölln-Kreuzberg, die zusammen mit Riesenschnauzer Lea Deutsche Vizemeisterin im Turnier­hundesport ist. „Als ehemalige Sprinterin möchte ich mich bewegen und zugleich meinen Hund auf angenehme Weise beschäftigen, die uns beiden Spaß macht.“ Die zwei sind aufeinander eingeschworen: Während die Sportlerin durch Slalomstangen flitzt, rennt Lea immer dicht neben ihr her. Gemein­sam trainieren sie für die Königs­disziplin des Turnierhundesports: den Vierkampf aus Gehorsam, Hindernis-, Slalom- und Hürdenlauf. Über die 50- bis 75-Meter-Strecken zählen die wenigsten Fehler an den Hindernissen, die Synchronizität des Mensch-Hund-Duos und natürlich die schnellste Zeit – Spritzigkeit ist dabei gefragt.

„Beim Turnierhundesport kommen beide ins Schwitzen“, erklärt Vereinstrainerin Karola Kriegs, die zugleich Leistungsrichterin und Obfrau für Turnierhundesport ist. „Wir bieten sowohl Freizeitsport für Couch-Potatoes als auch leistungsorientiertes Training für Wettkämpfer. Es gibt eine Bundes­liga, und pro Jahr finden etwa 20 Turniere statt.“ So bringt es manch einer mit einem Dackel im 2- oder 5-km-Geländelauf zur Deutschen Meisterschaft, während andere ihrer Dogge lediglich Benimm beibringen möchten. Schließlich ist Gehorsamkeit nicht nur als eine Disziplin im Wettkampf gefragt, sie gehört einfach zur Hundeetikette. Des Köters Knigge: Ausbüxen, rumkläffen, auf den Trainingsrasen pinkeln oder wadenbeißen sind tabu, aufs Wort gehorchen und bei Fuß laufen gehören zum feinen Stil.

Letzteres klappt freilich nicht immer: Während Hans Ballaschk regelkonform neben dem Parcours entlangflitzt, bezwingt Australian Shepherd Spike Schrägwand, Tunnel, Reifen und so weiter, um anschließend übermütig vor seinem Herrchen durch die Zielfahnen zu spurten. Im Wettkampf würde es dafür Minuspunkte hageln. „Gegensätze ziehen sich an“, lacht der etwas beleibtere Berliner atemlos nach seiner rasanten, aber erfolglosen Aufholjagd. „Man sieht es an der Figur: Für mich ist das eindeutig anstrengender. Aber es tut mir gut, wenn ich mit meinem Hund zusammen trainiere.“

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27.08.2010
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