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Mit Musik, Nebel und Lichtshow ins Olympiastation

Ein Erfahrungsbericht zum München-Marathon von Gabi Bögelsack

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Gabi Bögelsack nach dem Halbmarathon in München

Vor 3 Jahren wusste ich noch gar nicht, dass ich in diesem Leben noch einmal laufen werde. Silvester 2015 habe ich den Entschluss gefasst, etwas für meine Gesundheit zu tun und einen Ausgleich zu meiner sitzenden beruflichen Tätigkeit zu schaffen. Außerdem hat mich der Ehrgeiz gepackt. Auch ich wollte genau wie mein Mann und meine 3 Söhne einmal in meinem Leben am Schweriner Fünf-Seen-Lauf über 10 km teilnehmen. Und ich dachte mir, wenn nicht jetzt wann dann. Damals war ich 60 Jahre.

Zum Geburtstag 2017 bekam ich ein Jahresabo der „Runner’s World“ geschenkt. Die Erfahrungen der anderen Läufer haben mich stets motiviert und die Tipps von den Experten nahm ich gern an. Irgendwie träumte ich nun schon von einem Halbmarathon. Und dann, es geschah zu Weihnachten 2017. Von meinen Kindern erhielt ich ein ganz besonderes Geschenk, eine Anmeldung zum Halbmarathon am 14. Oktober 2018 in München. Ich freute mich riesig, wusste aber auch, was es für mich bedeutete, nämlich regelmäßiges Training. Mein Ziel war, diesen Halbmarathon zu schaffen, nicht als Letzte und lächelnd über die Ziellinie zu laufen.

Das Wochenende rückte immer näher. Alles war perfekt geplant. Am Freitag, 12. Oktober, fuhren wir, mein Mann Heino, meine Freundin Kathrin und ihr Mann Frank, gemeinsam von Göhren bei Schwerin nach München. Das Wetter war genau so gut wie unsere Stimmung. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, wurden wir von unserem Sohn Fabian, der in München lebt, begrüßt. Gemeinsam fuhren wir zum Olympiapark und holten meine Startunterlagen ab, machten Fotos am Generalistand und stießen mit einem Radler bzw. einem Augustiner Hell auf das bevorstehende Highlight an. Ich war jetzt schon total aufgeregt.

Am Sonntag, den 14.10.2018, trafen wir uns um 9.00 Uhr zum gemeinsamen Frühstück im Hotel. Ich war froh, mit meiner Aufregung nicht allein zu sein und Heino, Fabian, Kathrin und Frank an meiner Seite zu haben. Ich glaube, alle waren genau so aufgeregt wie ich.

Um 12.00 Uhr machten wir uns dann bei sommerlichen 25° C auf den Weg nach Bogenhausen zur Denninger/Weltenburger Straße, wo um 13.30 Uhr der Start für den Halbmarathon war. Ich hatte mir für den Lauf eigentlich kühlere Temperaturen gewünscht. Meinen Fanclub jedoch hat es gefreut.

Als wir im Startbereich eintrafen, waren schon tausende Läuferinnen und Läufer da. Es war beeindruckend. Meinen GMM Sportsbag mit meinen Wechselsachen habe ich im bereitstehenden DHL Fahrzeug abgegeben. Die DHL Fahrzeuge waren nach Startnummern aufgereiht. Danach habe ich meinen Platz in dem großen Feld gesucht. Da ich mit einer Laufzeit von 2:45 gerechnet habe, sortierte ich mich auch weit hinten ein.

Und dann ging es los. Als ich über die Startlinie lief, jubelte mir mein Fanclub zu. Ich war voller Tatendrang. Die Strecke führte von Bogenhausen nach Haidhausen, dann über die Isar, vorbei am Sendlinger Tor, über den Marien- und Odeonsplatz bis hin zum Olympiapark. Überall an der Strecke waren Menschen, die uns Läufern zugejubelt und uns angefeuert haben. Kleine Kinder haben ihre Hände ausgestreckt, um uns Läufer abzuklatschen. Und die vielen Musikbands und Trommelgruppen an der gesamten Strecke haben das Laufen, auch wenn es mal schwer fiel, leichter gemacht. Durch die vielen Erfrischungs- und Verpflegungsstellen war die Strecke auch bei den sommerlichen Temperaturen zu bewältigen. Kurz vor dem Marienplatz rief mir eine Frau zu: „Gabriele du bist Klasse. Du schaffst das!“. Zwar hatte ich dann zwischen km 14 und 17 einen kleinen Tiefpunkt, aber nach einem Schluck alkoholfreiem Bier von Weihenstephan ging es wieder bergauf.

Der ganz große Höhepunkt kam jetzt, der Einlauf ins Olympiastadion durch das große Marathontor, mit Musik, Nebel und buntem Licht. Jetzt liefen die Beine von ganz allein auf der Laufbahn im Stadion bis über die Ziellinie. G’schafft! 2:41:14 ist meine Nettozeit (Platz 31 von 38 in meiner Altersgruppe) und lächeln konnte ich auch noch! Und als mir dann die nette Dame im Dirndl eine Medaille umhängte, fühlte ich mich wie die Siegerin.

Beim München Marathon erhält übrigens jeder, der über die Ziellinie läuft, eine Medaille. Toll! Im Innenraum des Stadions waren für die Läufer Verpflegungsstände aufgebaut, so dass Hunger und Durst gestillt werden konnten. Nach einer Rast begab ich mich auf den Weg zu meinen Wechselsachen, den Duschen und zur Massage. Auf dem Coubertinplatz standen die DHL-Fahrzeuge wieder ganz ordentlich aufgereiht neben-einander und unsere Sportsbags waren schon sortiert.

Alles war perfekt organisiert. Danke an die vielen fleißigen Helfer. Und danke auch an meinen Fanclub, der an mich geglaubt hat und auch unterwegs für mich da war. Für mich ist dieser Lauf unvergesslich.

Gabi Bögelsack aus Göhren bei Schwerin

Vorfreude auf den ersten Halbmarathon: Gabi Bögelsack auf der Marathonmesse in München mit Startnummer
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