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Nachhaltig auf dem Weg zum 2-Stunden-Marathon

Mit dem vor fünf Jahren eingeführten Boost-Mittelsohlenschaum will Adidas Top-Athleten zum 2-h-Marathon führen. Futurecraft 4D ermöglicht individuell angepasste Schuhe. Und mit dem Parley-Programm setzt sich Adidas gegen Meeresverschmutzung ein.

Adidas - Nachhaltig auf dem Weg zum 2-Stunden-Marathon +
Foto: Norbert Wilhelmi / Hersteller

Fortschrittlich geht es bei Adidas sowohl im Bereich der Mittelsohlenfertigung als auch in punkto Umweltschutz zu.

Adidas feiert den fünften Geburtstag ihres Boost-Mittelsohlenmaterials, welches die Topathleten im Marathon immer näher an die zwei Stunden Schallmauer herangeführt hat. Mit dem Boost Light, welches in Kooperation mit BASF entwickelt wurde, steht nun ein Material zur Verfügung, das nochmals um die Hälfte leichter wurde und so neue Möglichkeiten bietet. Reifenhersteller Continental war in die Entwicklung der gewichtsoptimierten Laufsohle eingebunden. Ergebnis ist der Adizero Sub2, bei dem gegenüber dem Vorgängermodell 100 Gramm eingespart werden konnten. Dieser reine Wettkampfschuh soll Superstar Wilson Kipsang den Rekord unter 2 Stunden ermöglichen. Der Rekord ist laut Götz Hohaus, Manager WHS Activation Running, Ziel und Motivation für die Entwicklungsarbeit in Herzogenaurach. Mit dem Slogan Openmind/OpenSource/Co-creation positioniert sich Adidas als Netzwerkpartner von innovativen Firmen und Partnern. Die Entwicklung von Materialien und Produktionstechnologien findet im Verbund mit Spezialisten im jeweiligen Segment statt.

Im Bereich neuer Fertigungstechniken hat sich der Test mit 3D-Druckern als deutlich zu langsam erwiesen. Der neuartige Futurecraft 4D Prozess ermöglicht die individuell auf den Kunden abgestimmte Fertigung der Mittelsohlen. Dabei fließen spezifische Daten wie Gewicht, Geometrie usw. in die Herstellung ein.

Adidas ist sich aber auch seiner Verantwortung als Hersteller von Kunststoffprodukten bewusst. Als Partner der Parley for the Oceans Initiative möchte das Unternehmen der Meeresverschmutzung entgegentreten. Im Rahmen der Kooperation nutzt Adidas bereits recyceltes Plastik zur Produktion und möchte mit seinen Kollektionen auch das Umweltbewusstsein steigern. Der an die Ufer gespülte Plastikmüll wird eingesammelt und aufwändig für die Produktion wiederaufbereitet. So sollen im nächsten Jahr 2 Millionen Paar Sportschuhe aus dem recycelten Material hergestellt werden. Dass sich dabei nachhaltige Produktion und Innovation nicht im Wege stehen müssen, beweist der Running Spike mit dem die beiden Superstars Shaunae Miller-Uibo und Wayde Van Niekerk unterwegs sind. Das Obermaterial wird zum Beispiel aus aufbereiteten Fasern von aus dem Meer geborgenen illegalen Fischnetzen gefertigt. Dieser innovative Recyclingprozess soll in den nächsten Jahren verstärkt zum Einsatz kommen. Adidas folgt dabei dem Prinzip AIR - Avoid Plastic- Intercept Waste – Redesign.
Thilo Durach
Foto: iStockphoto.com / Vernon Wiley (oben)
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