Laufszene Invitational Run Dresden 2020 (Halb-)Marathon

Schwedischer Doppelsieg auf französischem Boden

10 km du Circuit Automobile d'Albi 2020 Schwedischer Doppelsieg auf französischem Boden

Abdalaati Iguider und Meraf Bahta siegten auf dem Circuit Automobile d'Albi. 41 Topläufer gingen bei windigen Bedingungen an den Start.

Neben den Österreichischen Staatsmeisterschaften, die am Sonntag, den 13. Dezember in auf einer 7-Kilometer-Runde in Wien stattfanden, ging mit dem 10 km du Circuit Automobile d'Albi 2020 noch ein weiteres herausragend besetztes Rennen über die Bühne. Lediglich 31 Männer und zehn Frauen liefen 70 Kilometer von Toulouse entfernt zehn Kilometer und gaben dabei ordentlich Gas. Um diesen Spitzenathleten ein Start zu ermöglichen, hatte das französische Sportministerium die nationalen Verbände ermächtigt, einen Wettkampf unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu veranstalten, der sich ausschließlich an Spitzenläufer richtete. Als gemischtes Rennen wurde so der 10 km du Circuit Automobile d'Albi 2020 am 12. Dezember gestartet.

Starke Böen machen Rekordjagd unmöglich

Trotz schwieriger Bedingungen, die von bis zu 60 km/h starken Böen geprägt waren, hoffte der ein oder andere, dass Morhad Amdouni, der von den Halbmarathon-Weltmeisterschaften in Polen mit dem achten Gesamtrang zurückgekehrt war, den europäischen 10-Kilometer-Rekord (27:13 Minuten) angreifen könne. Aus diesem Grund stellte der Veranstalter dem französischen Halbmarathon-Rekordhalter weitere starke Läufer an die Seite. Neben einem Pacemaker waren dies in erster Linie Abdalaati Iguider aus Marokko, Andy Butchart aus Schottland und Amdounis Landsmann Djilali Bedrani. Alle Hoffnungen auf einen neuen Europarekord wurden jedoch bereits auf den ersten drei Kilometern zunichte gemacht. Zwar war das Tempo schnell, für eine Zeit von 27:13 Minuten war es jedoch nicht schnell genug.

Amdouni im Zielsprint geschlagen

Rasch löste Morhad Amdouni den Pacemaker an der Spitze des Feldes ab und gab fortan selbst das Tempo an. Mehrfach bat der 10.000-Meter-Europameister von 2018 um Hilfe bei der Führungsarbeit. Weder Triathlet Raphael Montoya noch der Marokkaner Abdelaati Iguider taten Amdouni jedoch diesen Gefallen, sodass bald klar war, dass das Rennen auf eine Siegzeit von rund 28:30 Minuten rauslaufen würde. Auf die erste Hälfte, die die schnellsten Läufer in 14:20 Minuten liefen, folgte ein noch schnellerer zweiter 5-Kilometer-Abschnitt, der in einem Sprintduell zwischen Morhad Amdouni und Abdalaati Iguider endete. Dabei behielt der Marokkaner das bessere Ende für sich und gewann so in 28:22 Minuten. Amdouni folgte wenige Sekundenbruchteile später auf Rang zwei. Auf dem Bronze-Rang landete der mit der Startnummer fünf ins Rennen gegangenen Mitfavorit Djilali Bedrani (28:48 Minuten). Die Top 5 komplettierten Hillary Kipkoech aus Kenia (28:51 Minuten) und der schnelle Schotte Andy Butchart (28:52 Minuten).

Schwedische Frauen in Albi nicht zu schlagen

Absolute Spitzenleistungen waren jedoch nicht nur bei den Herren zu sehen. Auch die zehn gestarteten Damen gaben ihr Bestes und zeigten auf dem Circuit Automobile d'Albi ebenfalls herausragende Leistungen. Als erste Läuferin im Ziel war Meraf Bahta aus Schweden. Sie benötigte lediglich 32:12 Minuten und verwies ihre Landsfrau Sarah Lahti somit knapp auf Platz zwei. Mit dieser Leistung lief Lahti, die sich vor wenigen Wochen noch ein spannendes Duell beim Laufszene Invitational Run Dresden mit der Deutschen Miriam Dattke geliefert hatte, 20 Sekunden nach Ablauf ihrer Bestzeit, die sie im Oktober 2016 in Berlin aufgestellt hatte, ins Ziel. Das Podest komplettierte mit etwas Abstand die Spanierin Sara Benfares, die 33:26 Minuten lief. Margaux Sieracki und Mekdes Woldu verpassten eine Zeit von unter 34 Minuten hingegen knapp. Beide waren nach 34:01 Minuten im Ziel.

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