Domenika Mayer läuft starke Bestzeit in Barcelona

Barcelona Halbmarathon 2026
Domenika Mayer läuft starke Bestzeit in Barcelona

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.02.2026
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Domenika Mayer
Foto: Victah Sailer

Hagos Gebrhiwet und Loice Chemnung haben den Barcelona-Halbmarathon mit Weltklassezeiten von 58:05 beziehungsweise 64:01 Minuten gewonnen während Domenika Mayer auf einen starken sechsten Platz lief und sich dabei deutlich auf 68:08 Minuten steigerte. Damit rückte die 35-jährige Läuferin der LG Telis Finanz Regensburg in der Liste der schnellsten deutschen Läuferinnen aller Zeiten auf Rang fünf nach vorne.

Hagos Gebrhiwet setzte sich bei sehr guten Wetterbedingungen bereits kurz vor der 5-km-Marke von seinen Konkurrenten ab und lief fortan ohne Tempomacher ein einsames Rennen an der Spitze. Der 5-km-Weltmeister von 2023 und 5.000-m-Olympia-Dritte von 2016 versuchte den Weltrekord seines Landsmannes Yomif Kejelcha (57:30) anzugreifen. Doch für eine derartige Zeit reichte es nicht. Immerhin lief der 31-Jährige, der eine persönliche Bestzeit von 57:41 aufweist, mit 58:05 schneller als tags zuvor der Kenianer Geoffrey Kamworor in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate/58:14) und setzte sich somit an die Spitze der Jahresweltbestenliste. Auf Platz zwei lief der Schweizer Dominic Lobalu mit 59:26, und der drittplatzierte Franzose Emmanuel Roudolff stellte mit 59:37 einen Landesrekord auf. Vierter wurde der kenianische Halbmarathon-WM-Dritte von 2023, Samwel Mailu, mit 59:42 vor dem zeitgleichen Äthiopier Hagos Eyob. Der Australier Jack Rayner lief als Sechster mit 59:53 einen nationalen Rekord.

Eine deutliche Steigerung seiner persönlichen Bestzeit gelang Jan Lukas Becker. Der 32-jährige Läufer von Bayer Leverkusen belegte Rang 18 und verbesserte sich von 63:15 auf 61:20 Minuten. Damit rückte er in der deutschen Alltime-Liste auf Platz zehn nach vorne. Die Zeit deutet darauf hin, dass er auch seine beim Mainova Frankfurt-Marathon im vergangenen Jahr erzielte Bestzeit von 2:13:34 noch deutlich unterbieten kann.

Auch im Rennen der Frauen lief eine Athletin frühzeitig ihren Konkurrentinnen davon: Loice Chemnung stürmte mit einer Streckenrekordzeit von 64:01 Minuten ins Ziel, die ebenfalls eine Jahresweltbestzeit ist. Die Kenianerin wurde damit zur sechstschnellsten Läuferin aller Zeiten über die 21,0975 km. Hinter ihr verbesserte die zweitplatzierte Weini Kelati ihren eigenen US-Rekord um fünf Sekunden auf 66:04. Dritte wurde die Äthiopierin Diniya Abaraya mit 66:28 vor Taylor Roe (USA/66:52).

Hinter der Kenianerin Magdalyne Masai (67:42) folgte bereits Domenika Mayer auf Platz sechs mit 68:08. Über Jahre hinweg war es der 35-Jährigen nicht gelungen, ihr Potenzial in eine entsprechende Zeit auch über die „halbe Distanz“ umzuwandeln. Jetzt gelang ihr der überfällige und deutliche Schritt, von 69:46 (2024 in Warschau) auf 68:08. „Heute war ein guter Tag - endlich habe ich schwarz auf weiß, was wir schon lange wussten, was in mir steckt“, sagte Domenika Mayer, die im Marathon bereits 2:23:16 Stunden erreicht hatte. In der deutschen Alltime-Liste stehen nun nur noch Melat Kejeta (Laufteam Kassel/65:18) , Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen/65:41), Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics/67:28) und Uta Pippig (SCC Berlin/67:58) vor ihr.

„Wir hatten hier in Barcelona gute Bedingungen und ein gut organisiertes Rennen. Trotzdem kann ich aus dem Lauf noch einiges lernen und mich hoffentlich nächstes Mal noch weiter steigern. Ich blicke jetzt natürlich zuversichtlich nach Berlin und bin gespannt“, sagte Domenika Mayer, die am 29. März den Berliner Halbmarathon laufen wird und dann am 12. April beim Hannover-Marathon startet.

Shura Kitata und Alisa Vainio gewinnen mit Bestzeiten beim Sevilla-Marathon

Shura Kitata hat den Sevilla-Marathon mit einer Jahresweltbestzeit von 2:03:59 Stunden ganz knapp vor seinem zeitgleichen äthiopischen Landsmann Asrar Hiyrden gewonnen. Kitata, der in der Vergangenheit bereits die Marathon-Klassiker in London und Frankfurt gewonnen hatte, lief ebenso eine persönliche Bestzeit wie Hiyrden und der drittplatzierte Dejene Hailu (Äthiopien), der nach 2:04:15 im Ziel war. Um mehrere Minuten - auf 2:04:55 - steigerte sich auch der viertplatzierte Justus Limo (Kenia).

Schnellste Frau war Alisa Vainio, die den Sevilla-Marathon in 2:20:39 gewann. Damit verbesserte die 28-jährige Finnin ein weiteres Mal ihren eigenen Landesrekord. Alisa Vainio wurde in Spanien zur siebtschnellsten europäischen Marathonläuferin aller Zeiten und setzte ein erstes starkes europäisches Maß in diesem Jahr. Die Kenianerin Beatrice Cheserek folgte mit deutlichem Abstand als Zweite in 2:21:56 vor der Äthiopierin Mulat Tekle (2:22:03).