Kenenisa Bekele photorun.net

Bekele noch nicht am Ende seiner Karriere

Kenenisa Bekele Bekele noch nicht am Ende seiner Karriere

Nach Platz drei in Berlin soll für Kenenisa Bekele noch lange nicht Schluss sein.

Kenenisa Bekele denkt noch nicht an ein Ende seiner einmaligen Karriere. Der 39-jährige Äthiopier hatte sich beim BMW Berlin-Marathon am Sonntag mit Rang drei in 2:06:47 Stunden zufrieden geben müssen. Nachdem er zweimal die jeweiligen Weltrekorde in Berlin um nur Sekunden verpasst hatte - 2016 fehlten ihm sechs Sekunden und 2019 nur zwei zur globalen Bestzeit -, waren es dieses Mal über fünf Minuten. Trotzdem schließt Kenenisa Bekele einen weiteren Versuch, die 2:01:39 Stunden des Kenianers Eliud Kipchoge zu unterbieten, nicht aus.

Am Sonntag waren die Wetterbedingungen nicht ideal, da die Temperaturen während des Rennens auf über 20 Grad Celsius stiegen und die Luftfeuchtigkeit zu hoch war. Zudem gab Kenenisa Bekele nach dem Rennen zu, „dass mir aufgrund der Pandemie einiges an Training fehlte“. Er selbst hatte sich Anfang des Jahres mit dem Corona-Virus infiziert, hatte aber keine starken Symptome und erholte sich gut.

Der dreifache Olympiasieger, der in seiner über 20-jährigen Karriere drei olympische Goldmedaillen über die Bahn-Langstrecken gewann sowie fünf WM-Goldmedaillen und elf globale Crosslauf-Titel sammelte, wird nun zunächst nach Holland fahren und am Standort seines Managers Jos Hermens verschiedene medizinische Checks absolvieren. Bereits in knapp sechs Wochen will Kenenisa Bekele dann schon wieder beim New York-Marathon starten. Nachdem er in Berlin nicht in Topform war, ist es sicherlich ein Wagnis, nach so kurzer Zeit auf der zudem deutlich schwereren, welligen Strecke von New York einen weiteren Marathon zu laufen.

Doch Kenenisa Bekele setzt dabei auch auf die neue Schuh-Technologie, die sich durchweg als leistungsfördernd bemerkbar macht. Zudem können Eliteläufer sich offenbar aufgrund der Karbon-Modelle auch besser von anspruchsvollen Trainingseinheiten erholen. „Andere Athleten haben mir erzählt, dass es auch im Alter von 40 Jahren noch möglich ist, gute Ergebnisse zu erzielen - man ist noch nicht zu alt für den Marathon“, sagt Kenenisa Bekele. Deswegen kann er sich vorstellen auch ein fünftes Mal beim BMW Berlin-Marathon zu starten: „Wenn ich gesund bin und gut vorbereitet, würde ich gerne noch einmal in Berlin versuchen, den Weltrekord anzugreifen.“

Jos Hermens geht davon aus, dass Kenenisa Bekele das Vermögen hat, noch einige Jahre lang Topleistungen im Marathon zu erzielen. Er traut ihm sogar zu, bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 noch eine entscheidende Rolle zu spielen. „Natürlich würde ich gerne bei den Spielen in Paris im Marathon starten. Aber das muss der äthiopische Verband entscheiden, das könnte schwierig werden“, sagte Kenenisa Bekele, der schon 2016 nicht zum olympischen Team zählte und dieses Mal auch nicht in Japan startete. Die Konkurrenz im Kampf um die drei Startplätze ist in Äthiopien natürlich groß. Einer der Konkurrenten wird Guye Adola sein, der das Rennen am Sonntag in 2:05:45 Stunden gewann. 2024 wäre Kenenisa Bekele bereits 42 Jahre alt. In diesem Alter in Leistungsbereiche zu kommen, um als Äthiopier die Olympia-Qualifikation zu erreichen, das hat noch kein Läufer geschafft.

Die Marathonrennen von Kenenisa Bekele

26.9.21 BMW Berlin-Marathon 3. 2:06:47

29.9.19 BMW Berlin-Marathon 1. 2:01:41

21.10.18 Amsterdam Marathon aufgegeben

22.4.18 London-Marathon 6. 2:08:53

24.9.17 BMW Berlin-Marathon aufgegeben

23.4.17 London-Marathon 2. 2:05:57

20.1.17 Dubai Marathon aufgegeben

25.9.16 BMW Berlin-Marathon 1. 2:03:03

24.4.16 London-Marathon 3. 2:06:36

22.1.16 Dubai-Marathon aufgegeben

23.1.15 Dubai-Marathon aufgegeben

12.10.14 Chicago-Marathon 4. 2:05:51

6.4.14 Paris-Marathon 1. 2:05:04

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen RUNNER'S WORLD eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite