Pünktlich um 10:00 Uhr schickte Alexander Schweitzer, seit Juli 2024 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz, tausende Läuferinnen und Läufer beim 51. Bienwald-Marathon Kandel auf die flache, schnelle Strecke durch den Bienwald. Auch im Jahr nach dem großen Bienwald-Marathon-Jubiläum waren wieder einige Topläufer dabei, so etwa Holger Körner von der LG Region Karlsruhe, der beim Halbmarathon als Favorit an den Start ging.
Fotograf Michael Ripberger war beim Bienwald-Marathon Kandel 2026 vor Ort. Seine schönsten Bilder findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
Bei Temperaturen von neun Grad Celsius wurde das Rennen gestartet. Während die zahlreichen Starterinnen und Startern des Halbmarathons noch bei angenehmen Temperaturen das Ziel erreichten, wurde es für viele, die die volle Marathondistanz in Angriff genommen hatten, doch noch recht warm. So kletterte das Thermometer im Laufe des Rennens um rund zehn Grad Celsius. Folglich wurde besonders der Halbmarathon zur Bestzeitjagd.
Holger Körner wird seiner Favoritenrolle gerecht
Wie von einigen erwartet stürmte der Karlsruher Holger Körner in 1:08:09 Stunden zum souveränen Halbmarathonsieg. Mit über zwei Minuten Abstand folgte Sebastian Pieczarek (Pfalzwerke, 1:10:14 Stunden) auf Platz zwei. Damit konnte Pieczarek, der im Vorjahr in der nahezu identischen Zeit noch Achter wurde, den Drittplatzierten Fabian Fiedler (TV Waldstraße Wiesbaden, 1:10:23 Stunden) um neun Sekunden distanzieren.
Bei den Frauen stürmte Sophia Wunsch (Pfalzwerke) in herausragenden 1:14:50 Stunden zu einer deutlichen neuen persönlichen Halbmarathon-Bestzeit. Damit lief sie nicht nur erstmals unter 1:16 Stunden, sondern auch unter 1:15 Stunden. Zweite wurde Jule Vetter (LAV Stadtwerke Tübingen), Dritte Samira Schnüriger (LC Regensdorf). Während Vetter in 1:15:51 Stunden überzeugte, lief Schnüriger starke 1:16:05 Stunden. Dahinter blieben drei weitere Läuferinnen unter 1:20 Stunden.
Silvia Felt siegt mit fast acht Minuten Vorsprung
Über die 42,195 Kilometer setzten sich Tobias Gröbl (LG Zusam) und Lennart Nies (TV Maikammer) rasch deutlich vom Rest des Teilnehmerfeldes ab. Nach 1:10:46 Stunden passierte das schnelle Duo die Halbmarathonmarke. Auch wenn beide auf der zweiten Hälfte ein wenig Tempo verloren, liefen Gröbl und Nies in 2:23:47 bzw. 2:24:33 Stunden zu erstklassigen Marathonzeiten. So belegten die beiden M40-Athleten souverän die Plätze eins und zwei. Mit deutlichem Abstand folgte der Franzose Paul Carlier (ASPTT Belfort Trail, 2:38:43 Stunden) auf Rang drei. Lennart Nies jüngerer Bruder Eric Nies (TV Maikammer) lief in 2:39:30 Stunden auf den vierten Platz. Damit landeten die Brüder in der Wertung der Pfalz-Meisterschaft auf den ersten beiden Plätzen.

Silvia Felt durften sich in Kandel über den Marathonsieg freuen.
Nachdem beim Bienwald-Marathon Kandel 2025 gleich drei Läuferinnen unter drei Stunden gelaufen waren, ging Silvia Felt (Weinheim Trails) die erste Hälfte in 1:28:10 Stunden an. So führte sie nach 21,1 Kilometern bereits deutlich. Eine Zeit von unter drei Stunden blieb ihr am Ende in 3:00:56 Stunden jedoch verwehrt. Dies schmälerte ihre Freude jedoch keineswegs. Komplettiert wurde das Marathonpodest in Kandel durch Charlotte Holly aus Bonn (3:08:55 Stunden) und Simone Stegbauer aus München (3:09:38 Stunden).
Für die Besonderheit des Tages sorgte trotz der vielen Topzeiten jedoch ein anderer, nämlich Feuerwehrmann Lars Kegler. Er lief den Halbmarathon und stellte dabei einen neuen Weltrekord mit Sauerstoffflasche auf. Dieser steht damit nun bei sehr beachtlichen 1:35:38 Stunden.












