Yomif Kejelcha bricht Halbmarathon-Weltrekord in Buenos Aires

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Yomif Kejelcha bricht Halbmarathon-Weltrekord in Buenos Aires

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.08.2026
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Yomif Kejelcha bricht Halbmarathon-Weltrekord in Buenos Aires
Foto: TCS London Marathon / Bob Martin

Yomif Kejelcha hat in Buenos Aires den Halbmarathon-Weltrekord gebrochen. Der 29-jährige Äthiopier stürmte quasi im Alleingang und ohne Tempomacher nach 56:51 Minuten über die Ziellinie. Damit holte sich Yomif Kejelcha, der im April beim London-Marathon als Zweiter bei seinem Debüt sensationelle 1:59:41 Stunden gelaufen war, die Marke von Jacob Kiplimo zurück. Der Läufer aus Uganda war im Frühjahr in Barcelona 57:20 gelaufen. Das Rennen der Frauen gewann Fotyen Tesfay (Äthiopien), die mit 63:57 eine Jahresweltbestzeit aufstellte und die achtschnellste je gelaufene Zeit erreichte.

Yomif Kejelcha wurde bei guten Wetterbedingungen in Buenos Aires im Laufe des Rennens immer schneller. Mit einer 5-km-Zwischenzeit von 13:44 Minuten lag er anfangs noch außerhalb des Weltrekordes. Dichter an der Marke war der alleine an der Spitze laufende Kejelcha dann bei 10 km (27:18). Nachdem er den nächsten 5-km-Abschnitt in 13:21 gelaufen war, lag er auf Kurs für die Bestzeit. Im Stile eine 5.000-m-Läufers rannte Yomif Kejelcha, der zweimal Hallen-Weltmeister über 3.000 m war, dann die letzten 1,0975 km in famosen 2:48 Minuten. Damit hatte er die Bestzeit von Jacob Kiplimo gleich um 29 Sekunden unterboten. Kiplimo war zwar in Barcelona 2025 bereits 56:42 gelaufen, jedoch wurde diese Zeit später als Weltrekord nicht anerkannt. Angeblich soll ein Führungsfahrzeug zu dicht an dem Läufer gefahren sein.

Für Yomif Kejelcha ist es der zweite Halbmarathon-Weltrekord seiner Karriere. 2024 war er in Valencia 57:30 Minuten gelaufen und hatte damals schon Jacob Kiplimo als Weltrekordler abgelöst.

Es war das erste Mal, dass bei einem Rennen in Südamerika ein Halbmarathon-Weltrekord aufgestellt wurde. In Buenos Aires hatte Yomif Kejelcha einen enormen Vorsprung von rund zweieinhalb Minuten auf seinen Landsmann Tadese Worku, der nach 59:20 im Ziel war. Der drittplatzierte Bereket Nega komplettierte in 60:20 ein rein äthiopisches Podium.

Ähnlich dominant wie Yomif Kejelcha gewann seine Landsfrau Fotyen Tesfay das Rennen der Frauen. Die 28-Jährige, die in Barcelona im März mit 2:10:51 Stunden ein sensationelles Marathon-Debüt gelaufen war, verbesserte mit 63:57 den Streckenrekord gleich um rund zwei Minuten. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Kenianerinnen Irine Kimais (66:04) und Sheila Chepkirui (66:13).

Lasoi und Mateiko mit schnellen Zeiten in Larne

Beim Halbmarathon im nordirischen Larne lieferten sich die Kenianer Isaia Lasoi und Daniel Mateiko einen Zweikampf, nachdem sie sich frühzeitig abgesetzt hatten. Die beiden blieben bis zum letzten Kilometer zusammen. Am Ende hatte Lasoi das bessere Spurtvermögen und gewann in 58:27 mit drei Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann. Der 26-jährige Lasoi, der sich bisher auf den Halbmarathon spezialisiert hat und eine Bestzeit von 58:10 aufweist, feierte in Nordirland den größten Sieg seiner Karriere. Seine Siegzeit ist die achtschnellste in diesem Jahr in der Welt gelaufene Zeit. Auf den Rängen drei und vier folgten mit deutlichem Abstand die Kenianer Vincent Kipkorir (60:39) und Samwel Masai (61:02). Vergleichsweise nicht so hochklassig war das Rennen der Frauen. Hier gewann die Äthiopierin Girmawit Gebrzihair in 66:13 (Zeit noch inoffiziell).

Die Entwicklung des Halbmarathon-Weltrekordes seit 1998

56:51 Yomif Kejelcha (ETH) Buenos Aires 23.8.2026

57:20 Jacob Kiplimo (UGA) Lissabon 8.3.2026

57:30 Yomif Kejelcha (ETH) Valencia 27.10.2024

57:31 Jacob Kiplimo (UGA) Lissabon 21.11.2021

57:32 Kibiwott Kandie (KEN) Valencia 6.12.2020

58:01 Geoffrey Kamworor (KEN) Kopenhagen 15.9.2019

58:23 Zersenay Tadese (ERI) Lissabon 21.3.2010

58:33 Samuel Wanjiru (KEN) Den Haag / NED 17.3.2007

58:55 Haile Gebrselassie (ETH) Tempe / USA 15.1.2006

59:16 Samuel Wanjiru (KEN) Rotterdam 11.9.2005

59:17 Paul Tergat (KEN) Mailand 4.4.1998