Last-Loop-Premiere in Toblach

Dolomites Last Loop
Last-Loop-Premiere in Toblach

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.05.2026
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Last-Loop-Premiere in Toblach
Foto: Gregor Sieder

Die Ultra-Szene ist um ein spektakuläres Event reicher. Am 23. Mai feiert der Backyard-Ultra seine Premiere in Südtirol. Beim ersten Dolomites Last Loop in Toblach entscheidet nicht das Tempo über den Sieg, sondern das pure Durchhaltevermögen nach dem Prinzip „Last Man Standing“.

Das Konzept des Backyard-Ultras hat in den letzten Jahren weltweit für Furore gesorgt und erreicht nun auch die Dolomiten. Das Regelwerk ist simpel und gnadenlos zugleich: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer muss innerhalb einer Stunde eine Runde von exakt 6,7 Kilometern absolvieren. Wer die Schleife rechtzeitig beendet, darf die verbleibende Zeit bis zur vollen Stunde zur Regeneration nutzen. Doch pünktlich zur nächsten Stunde erfolgt der nächste Startschuss. Dieses Prozedere wiederholt sich so lange, bis nur noch eine einzige Person auf der Strecke ist. Schafft diese auch die letzte Runde allein im Zeitlimit, ist der Sieg besiegelt.

Gregor Sieder

Immer wieder 90 Höhenmeter

Schauplatz dieser Premiere ist die Nordic Arena in Toblach. Die Strecke führt die Läuferinnen und Läufer über einen abwechslungsreichen Mix aus Asphalt, Waldwegen und Schotter. Was auf den ersten Blick machbar klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als enorme physische und psychische Belastung. Pro Runde gilt es gut 90 Höhenmeter zu meistern. Mit jeder weiteren Stunde summiert sich diese Belastung, während die Regenerationsphasen im Start-Ziel-Bereich gefühlt immer kürzer werden.

„Südtirol hat jede Menge Sportevents zu bieten. So etwas hat es hier aber noch nie gegeben. Damit bringen wir etwas Neues in die Szene“, erklärt Organisationskomitee-Chef Gerti Taschler die Motivation hinter dem Event. Gleichzeitig schickt er eine Warnung an alle Unentschlossenen hinterher: „Für einen Last Loop braucht es Ausdauer und Stärke, physisch und mental. Dieses Format ist brutal kräftezehrend und bringt jeden an die eigenen Grenzen.“ Ein Start sollte also gut durchdacht sein.

Da das Rennen bei entsprechender Ausdauer der Teilnehmenden bis tief in die Nacht oder sogar über mehrere Tage dauern kann, ist eine Stirnlampe für alle Starter verpflichtend. Die Nachfrage gibt den Veranstaltern recht: Von den 120 verfügbaren Startplätzen sind bereits fast alle vergeben. Wer am Ende in Toblach tatsächlich als Letzter übrig bleiben wird, wird sich am 23. Mai zeigen.