Mit einem wahren Sahnetag schaffte Toni Seewald beim Ebbser Koasamarsch 2026 Historisches. Beim traditionsreichen Kufsteiner Trail-Rennen spielte der Deutsche seine ganze Klasse auf der Königsdistanz über 55 Kilometer und 3.900 Höhenmeter aus. Seewald distanzierte die Konkurrenz deutlich und finishte nach einem beeindruckenden Solo-Rennen in einer fabelhaften Zeit von 6:26:12 Stunden. Damit war er fast eineinhalb Stunden schneller als der Vorjahressieger, was einen deutlichen neuen Streckenrekord bedeutete. Den zweiten Platz sicherte sich David Niegemann, Dritter wurde Hubert Schwaiger.
Die schönsten Bilder vom Ebbser Koasamarsch 2026 findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
Auch bei den Frauen gab es auf dem Panorama-Trail eine sehr beeindruckende Leistung zu bestaunen. Carina Helmreich bestätigte eindrucksvoll ihre Favoritinnenrolle und bewältigte die selektive Route durch das Kaisergebirge in schnellen 8:07:36 Stunden. Damit ließ sie der Konkurrenz keine Chance. Die weiteren Podestplätze bei den Frauen gingen an Marina Mayerhofer und Christina Kirk.
Spannung auf der Classic-Distanz
Beim Koasa-Classic-Run über 33 Kilometer und 1.910 Höhenmeter feierte der Tiroler Michael Maier (LG Decker Itter) in 3:33:36 Stunden den Tagessieg. Ihm folgten Werner Fischer auf Platz zwei und Eric Thomas auf Rang drei. Bei den Damen setzte sich die Deutsche Theresa Zahorka in starken 4:11:57 Stunden gegen Barbara Taibon und die drittplatzierte Kufsteinerin Alina Schwarzlmüller durch.
Den knackigen Koasa-Höllenritt über 20 Kilometer (1.000 Höhenmeter) entschied derweil Julius Ott in 1:40:07 Stunden für sich. Er verwies Anian Rottmüller und den Thierseer Lokalmatador Gabriel Mairhofer auf die Plätze. In der Damenwertung des Höllenritts triumphierte Maren Hamm (1:58:50 Stunden) vor Julia Rath und Manuela Dietzinger.
Generationen in Bewegung und ein starkes Zeichen für die Region
Der ausverkaufte Klassiker lockte insgesamt 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 26 Nationen an. Ein besonderes Highlight war die gelungene Premiere des Koasa-Kids-Sprints, bei dem rund 50 Nachwuchssportler mit strahlenden Gesichtern sichtlich Spaß an der Bewegung hatten. Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte Franz Puckl (Jahrgang 1935), der der älteste aktive Teilnehmer des Wochenendes war und erfolgreich die 5er Talwanderung bewältigte. Trotz des anhaltenden Booms bei den Trailrunnern blieb die Veranstaltung mit vier Wanderstrecken ihrem Kern treu und festigte so auch ihren Ruf als eine der beliebtesten Wanderveranstaltungen Österreichs.
Andreas Moser zog stellvertretend für das gesamte Organsationsteam des WSV Ebbs ein rundum positives Resümee: „Dass wir die Jubiläumsstrecke auch heuer wieder aufgesetzt haben, war die beste Entscheidung überhaupt. 118 Läufer nahmen am Panorama-Trail teil. Auch der neue Koasa-Kids-Sprint mit 50 jungen Sprinter war ein voller Erfolg. Der Nachwuchs ist unserem Verein besonders wichtig.“ Georg Hörhager vom Tourismusverband Kufsteinerland ergänzte stolz: „Diese Veranstaltung ist einzigartig, indem sie Trailrunner und Wanderer zusammenbringt. Den Koasamarsch muss man erlebt haben. Sein Namensgeber – das Kaisergebirge – strahlt im wahrsten Sinne weit über Tirols Grenzen hinaus.“ Im kommenden Jahr wird der Koasamarsch am 12. Juni stattfinden und so unter dem Motto „Zach, owa geil“ schon in Runde 57 gehen.





