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Leichtahtletik-EM 2021 in Torun: Elena Burkard Siebente

Hallen-EM 2021 Elena Burkard läuft auf Rang sieben

Mit neuer persönlicher Bestzeit zeigte Elena Burkard in Torun über 3.000 Meter ein starkes Rennen. Jakob Ingebrigtsen holte über 1.500 Meter Gold.

Einen britischen Sieg gab es bei der ersten Lauf-Entscheidung der Hallen-Europameisterschaften, die in Torun (Polen) stattfinden. Während Amy-Eloise Markovc das 3.000-m-Rennen gewann, zeigte Elena Burkard eine gute Leistung und belegte Rang sieben. Im 1.500-m-Finale der Männer triumphierte der große Favorit Jakob Ingebrigtsen. Der Norweger wurde zunächst disqualifiziert, jedoch nach einem Protest zu nächtlicher Stunde wieder als Sieger eingesetzt. Hier waren keine deutschen Starter im Endlauf vertreten.

Über 3.000 m hatte Selamawit Bayoulgn (Israel) das Feld bis 300 Meter vor dem Ziel angeführt. Dann griff Amy-Eloise Markovc an und verteidigte einen knappen Vorsprung mit einer Zeit von 8:46,43 Minuten. Einen britischen Doppelsieg verhinderte im allerletzten Moment die Französin Alice Finot, die sich in 8:46,54 die Silbermedaille vor Verity Ockenden (8:46,60) schnappte. Als Vierte folgte die Schwedin Meraf Bahta in 8:48,78 vor Amelia Quirk (Großbritannien/8:48,82) und Selamawit Bayoulgn (8:49,13).

Elena Burkard zeigt sich zufrieden über ihre Leistung

Durchweg im Mittelfeld des 12-köpfigen Feldes lief Elena Burkard (LG Farbtex Nordschwarzwald), die sich tags zuvor mit einem zweiten Rang im Vorlauf in 8:56,56 Minuten für das Finale qualifiziert hatte. Am Ende hatte die 3.000-m-Hindernis-Spezialistin sichtbar zu kämpfen, doch sie hielt sich achtbar und erreichte einen siebenten Platz mit einer persönlichen Bestzeit von 8:51,09. Im Vorlauf war am Donnerstag Lea Meyer (VfL Löningen) als Siebente in 9:05,13 ausgeschieden.

„Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Ich hätte mich zwar gerne etwas weiter vorne platziert, aber dafür, dass Winter ist und wir noch nicht ganz austrainiert sind, ist das eine gute Grundlage“, sagte Elena Burkard.

Jakob Ingebrigtsen siegt über 1.500 Meter vor Titelverteidiger Marcin Lewandowski

Ein zweites Lauf-Finale gab es in Torun über 1.500 m der Männer. Hier bestimmte der große Favorit Jakob Ingebrigtsen das Geschehen von der Spitze weg. Der Hallen-Europarekordler über diese Distanz (3:31,80) hielt das Tempo relativ hoch, damit er im Spurt nicht überrascht werden konnte. In 3:37,56 Minuten gewann der Norweger souverän vor dem polnischen Titelverteidiger Marcin Lewandowski (Polen/3:38,06) und Jesus Gomez (Spanien/3:38,47). Auf den Plätzen vier und fünf folgten Ignacio Fontes (Spanien/3:39,66) und Piers Copeland (Großbritannien/3:39,99).

European Athletics Indoor Championships - Day 1 Session 2
Pawel Skraba / European Athletics
Jakob Ingebrigtsen gewann das 1.500-m-Finale vor dem Titelverteidiger Marcin Lewandowski.

Für Jakob Ingebrigtsen war der Kampf um die Goldmedaille damit aber noch nicht abgeschlossen, denn er wurde zunächst disqualifiziert. Der 20-Jährige hatte die Innenbahn-Begrenzung übertreten. Dies allerdings passierte in der Folge eines Gedränges, wofür Ingebrigtsen nichts konnte. Einem Protest der Norweger wurde schließlich stattgegeben. Und um kurz nach Mitternacht vermeldete der Europäische Leichtathletik-Verband, dass der Europameister nun doch wieder Jakob Ingebrigtsen heißt und nicht Marcin Lewandowski. „Ingebrigtsen wurde von einem anderen Athleten geschubst und übertrat dadurch die Innenbahn. Der Athlet hatte dadurch keinen Vorteil und der Vorfall hatte keinen Einfluss auf das Rennen und auf das Ergebnis“, verkündete das Kampfgericht. „Es waren einfach zu viele Läufer im Rennen“, sagte Jakob Ingebrigtsen, der einer von 13 Startern war. Während der norwegische Protest noch lief, fügte der Athlet hinzu: „Ich glaube, wenn ich die Goldmedaille verliere, werde ich wohl nach Hause fahren. Denn die 1.500 Meter waren mein Hauptziel hier.“ Nun aber wird der Youngster auch über 3.000 m antreten, wo er ebenfalls favorisiert ist.

Das 1.500-m-Finale fand ohne deutsche Beteiligung statt. Nicht über den Vorlauf hinaus kam Homiyu Tesfaye (TSV Pfungstadt) als Siebenter in 3:42,59. Ebenfalls Siebenter wurde Marius Probst (TV Wattenscheid/3:44,63), und Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898) belegte in seinem Vorlauf Rang sechs mit 3:41,29.

Hanna Klein und Gesa Krause qualifizieren sich souverän für das Finale

Viel besser sieht es für die deutschen Läuferinnen über diese Distanz aus: Zwei der drei deutschen Starterinnen stehen im 1.500-m-Finale, das am Sonnabend stattfinden wird. Die schnellste deutsche Läuferin dieser Saison, Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen), gewann ihren Vorlauf in 4:09,35 Minuten und erzielte damit sogar die beste Zeit aller drei Qualifikationsrennen. Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) qualifizierte sich in einem anderen Vorlauf mit einer Saisonbestzeit von 4:09,92 Minuten als Zweite. Caterina Granz (LG Nord Berlin) verpasste dagegen als Dritte ihres Rennens das Finale. Sie lief in einem insgesamt langsameren Vorlauf 4:13,53 und hatte damit über eine Sekunde Rückstand auf den zweiten Platz, der für das Weiterkommen nötig gewesen wäre.

Drei von sechs Deutsche schaffen über 800 Meter den Sprung ins Finale

Über 800 m stehen zwei deutsche Läuferinnen im Halbfinale: Christina Hering (LG Stadtwerke München) gewann ihren Vorlauf in 2:04,06 Minuten und Tanja Spill (Bayer Uerdingen/Dormagen) erreichte in ihrem Rennen Rang drei in 2:03,22. Ausgeschieden ist als Fünfte ihres Vorlaufes Katharina Trost (LG Stadtwerke München), die 2:06,89 Minuten lief. Einer von drei deutschen Männern ist über 800 m im Halbfinale: Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) wurde im Vorlauf Dritter mit 1:50,12. Marc Reuther (Eintracht Frankfurt) ist dagegen überraschend ausgeschieden. Der schnellste deutsche 800-m-Läufer dieser Saison wurde Vierter in seinem Rennen in 1:50,98 und verpasste den dritten Platz, der für das Weiterkommen nötig gewesen wäre, um die Winzigkeit von einer Hundertstelsekunde. Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau) belegte in seinem Vorlauf Rang sechs in 1:50,09 und schied ebenfalls aus.

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