Klara Lukan und Selemon Barega haben das 10-km-Rennen in Manchester gewonnen, während es für Konstanze Klosterhalfen nicht gut lief. Die deutsche Rekordlerin kam als Sechste in Ziel.
Das in diesem Jahr sehr klein gehaltene internationale Frauen-Elitefeld bestand nur aus drei nicht-britischen Läuferinnen. Zudem waren keine afrikanischen Topläuferinnen am Start. Europas 10-km-Rekordlerin Klara Lukan (Slowenien/29:50) übernahm zusammen mit der US-Amerikanerin Weini Kelati gleich zu Beginn des Rennens die Führung. Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen) hängte sich zunächst an das Duo, das den ersten Kilometer in flotten 3:00 Minuten zurücklegte. Doch dieses Tempo war zu schnell für die 29-jährige 5.000-m-Europameisterin von 2022, die noch im April im spanischen Loredo ihren deutschen 10-km-Rekord auf 30:37 Minuten verbessert hatte. Konstanze Klosterhalfen fiel frühzeitig zurück, musste dann das Gros der Strecke alleine laufen und wurde am Ende noch von drei britischen Läuferinnen überholt. Auf Platz sechs war sie mit 32:36 fast zwei Minuten langsamer als auf der allerdings schnelleren Strecke in Spanien.
An der Spitze fiel die Entscheidung einen Kilometer vor dem Ziel. Hier setzte sich Klara Lukan von Weini Kelati ab. Die Slowenin gewann in 30:58 am Ende noch deutlich vor der Amerikanerin, die nach 31:17 im Ziel war. „Es war ein hartes Rennen und es war auch windig. Es ist nie so locker wie es aussieht“, sagte Klara Lukan. Als Dritte folgte Amy-Eloise Neale, die sich mit 32:16 auch den britischen Meistertitel sicherte. Ihre Landsfrauen Verity Ockenden und Clara Evans-Graham belegten mit 32:21 beziehungsweise 32:34 die Plätze vier und fünf.
Das Männerrennen blieb spannend bis kurz vor dem Ziel. Bei Kilometer neun bildeten immer noch fünf Läufer die Spitzengruppe. Am Ende setzte sich nicht unerwartet der Vorjahressieger Selemon Barega in 27:37 Minuten durch. Damit war der Äthiopier zwölf Sekunden schneller als bei seinem Sieg vor einem Jahr. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Santiago Catrofe (Uruguay) und Oscar Chelimo (Uganda) mit 27:39 beziehungsweise 27:42. Den britischen Titel sicherte sich Marc Scott als Zehnter mit 28:33.





