Lemlem Hailu Getty Images Europe

20-jährige Lemlem Hailu siegt über 3.000 Meter

Hallen-Weltmeisterschaften Belgrad 2022 20-jährige Lemlem Hailu siegt über 3.000 Meter

Zum Start der Hallen-Weltmeisterschaften gewann die junge Äthiopierin Lemlem Hailu Gold über 3.000 Meter. Hanna Klein wurde Elfte.

Die erst 20-jährige Äthiopierin Lemlem Hailu hat bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Belgrad die erste Goldmedaille in einer Lauf-Disziplin gewonnen. Sie gewann das 3.000-m-Rennen in 8:41,82 Minuten vor der US-Amerikanerin Elinor Purrier St. Pierre, die nach 8:42,04 im Ziel war. Dritte wurde die Äthiopierin Ejgayehu Taye in 8:42,23. Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) belegte in diesem Finale Platz elf in 8:48,73.

„Wir sind alle so vorbereitet, dass wir ein solches Rennen gewinnen können. Wir haben sehr gute Trainingsbedingungen in Äthiopien und wir helfen uns immer gegenseitig, so auch heute in diesem Finale“, sagte Lemlem Hailu, die in Belgrad ihren bisher größten Erfolg feierte.

Im Gegensatz zu den Männern gab es bei den Frauen aufgrund der geringeren Meldezahl keine Vorläufe sondern nur das Finale. Dieses war dann allerdings mit 20 Läuferinnen eigentlich zu voll für ein Hallenrennen. Da zudem das Tempo lange Zeit sehr verhalten war, zog sich das Feld auch nicht richtig auseinander. Besonders im mittleren Bereich des Feldes war es schwierig für die Läuferinnen, weiter nach vorne zu kommen. Dort lief auch Hanna Klein, die dann keine Chance hatte, als rund 400 Meter vor dem Ziel die Favoritinnen an der Spitze das Tempo deutlich anzogen. Immerhin konnte sich die Hallen-EM-Dritte über 1.500 m des vergangenen Jahres damit trösten, in diesem Finale die beste Europäerin gewesen zu sein. „Es war ein sehr schwieriges Rennen. Ich glaube, man hat es gesehen: 20 Mädels auf einer 200-Meter-Rundbahn sind sehr viele. Vielleicht hätte ich ein bisschen Kraft sparen können, wenn ich von Anfang an weiter vorne gewesen wäre. Klar wären die Top 10 schön gewesen. Aber ich denke, in dem Rennen kann ich mir nicht viel vorwerfen“, sagte Hanna Klein.

In den 3.000-m-Vorläufen der Männer gab es unterschiedliche Ergebnisse für die beiden deutschen Starter. Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf-Süd) schaffte den Sprung ins Finale, während Sam Parsons (Eintracht Frankfurt) die Qualifikation verpasste.

Maximilian Thorwirth lief im letzten der drei Vorläufe. Da das Tempo sehr verhalten war, war klar, dass eine Qualifikation über die Zeitregel nicht möglich sein würde. Insofern konnten hier nur die ersten vier Läufer das Finale erreichen. Der Brite Marc Scott gewann in 7:54,90 Minuten vor dem Kenianer Daniel Ebenyo (7:54,97) und dem Belgier Isaac Kimeli (7:55,75). Als Vierter folgte dann etwas überraschend Maximilian Thorwirth, der in einem insgesamt engen Rennen taktisch klug lief und nach 7:56,20 im Ziel war. Der vermeintliche Favorit in diesem Vorlauf, der 5-km-Straßenlauf-Weltrekordler Berihu Aregawi, war offensichtlich nicht in Form oder angeschlagen. Er kam als Sechster nach 7:58,59 ins Ziel.

Sam Parsons versuchte es in seinem Vorlauf nach einem sehr langsamen Anfangstempo von der Spitze mit etwas höherem Tempo. Doch als das Tempo dann in der zweiten Hälfte noch einmal deutlich angezogen wurde, fiel er zurück und hatte keine Chance mehr auf eine Final-Qualifikation. Während Äthiopiens Weltklasseläufer Selemon Barega souverän in 7:51,42 Minuten gewann, belegte Sam Parsons Platz sieben in 7:55,97. Den ersten der drei Vorläufe hatte Lamecha Girma (Äthiopien) mit 7:46,21 für sich entschieden.

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