Selemon Barega Getty Images / World Athletics

Barega gewinnt 3.000-Meter-Finale in Belgrad

Hallen-Weltmeisterschaften Belgrad 2022 Barega gewinnt 3.000-Meter-Finale in Belgrad

Während Maximilian Thorwirth auf Anhieb Achter wurde, gewann Selemon Barega den Hallen-WM-Titel über 3.000 Meter.

Der 10.000-m-Olympiasieger Selemon Barega gewann am Schlusstag der Leichtathletik-Hallen-Weltmeisterschaften in Belgrad den Titel über 3.000 m während Maximilian Thorwirth bei seiner ersten großen Meisterschaft auf Anhieb einen beachtlichen achten Platz erreichte.

Selemon Barega gewann bereits die achte Goldmedaille für die Äthiopier über 3.000 m der Männer in der Geschichte der Hallen-Weltmeisterschaften. Die äthiopische Dominanz in der Halle zeigte sich aber auch insgesamt in den Laufdisziplinen bei dieser WM in Belgrad. Von sechs möglichen Goldmedaillen über 800 m, 1.500 m und 3.000 m gewannen die Athleten aus Äthiopien vier. Und von 18 Medaillen in diesen Disziplinen ging genau die Hälfte an die Athleten aus Ostafrika. Während Äthiopien damit sogar im Medaillenspiegel dieser WM abschließend Platz eins belegt, war es für Deutschland eine WM zum Vergessen. Keine Medaille und nur eine einzige Platzierung unter den Top acht - vom Newcomer Maximilian Thorwirth - lautet die alarmierende Bilanz.

Im 3.000-m-Finale setzte sich Selemon Barega zunächst in der Anfangsphase des Rennens an die Spitze, um das Tempo zu kontrollieren. Nachdem er sich im Mittelteil etwas zurückfallen ließ, ging er dann aber in der Schlussphase wieder nach vorne und hielt das Tempo so hoch, dass keiner seiner Konkurrenten mehr an ihm vorbei kam. Der erst 22-Jährige gewann in 7:41,38 Minuten vor seinem Landsmann Lamecha Girma (7:41,63) und dem Briten Marc Scott, der nach 7:42,02 im Ziel war. Damit hatten die Kenianer wie schon im 3.000-m-Finale der Frauen keine Medaille gewonnen. Daniel Ebenyo (Kenia) belegte Rang vier in 7:42,97. „Wir kamen nach Belgrad, um Geschichte für den äthiopischen Langstreckenlauf zu schreiben“, sagte Selemon Barega. „Ich hatte eine schöne Wintersaison mit einigen schnellen Rennen. Daher war ich bereit, hier um Gold zu kämpfen.“

Eine sehr gute Leistung zeigte bei seiner WM-Premiere Maximilian Thorwirth, der als Achter nach 7:45,87 Minuten im Ziel war und damit drittbester Europäer war. Der 27-Jährige hatte sich zuvor in dieser Saison bereits auf 7:38,14 Minuten verbessert. „Ich bin super happy. Ein Top-Acht-Platz war das große Ziel. Ich habe mich heute richtig gut gefühlt. Ein kleiner Tick fehlt noch, damit die Lücke nach vorn nicht aufgeht. Aber daran werde ich arbeiten“, sagte Maximilian Thorwirth, der bei dieser WM das Maximum herausgeholt hat. „Das war eine traumhafte Hallensaison. Viel besser hätte ich es mir nicht ausmalen können.“

Das 1.500-m-Finale erinnerte an viele vergangene Meisterschafts-Rennen, bei denen äthiopische Weltklasseläufer sich an ihre Konkurrenten hängten, um sie dann erst in der Schlussphase zu überholen. Das widerfuhr in Belgrad dem 1.500-m-Olympiasieger und Hallen-Weltrekordler Jakob Ingebrigtsen. Der Norweger sorgte für ein furioses Tempo, bekam allerdings keinerlei Unterstützung bei seiner Führungsarbeit. Schließlich überholte ihn auf den letzten 50 Metern Samuel Tefera, der in der Meisterschafts-Rekordzeit von 3:32,77 Minuten vor Jakob Ingebrigtsen (3:33,02) gewann. Bronze sicherte sich der Kenianer Abel Kipsang mit 3:33,36. Robert Farken (SC DHfK Leipzig) hatte immerhin das Finale erreicht, in diesem Endlauf dann aber keine Chance. Er kam als Elfter nach 3:41,29 Minuten abgeschlagen ins Ziel.

Im 800-m-Finale der Frauen lief Ajee Wilson zur Goldmedaille, nachdem sie bei den Hallen-Weltmeisterschaften 2016 und 2018 jeweils den zweiten Platz belegt hatte. Die 27-jährige US-Amerikanerin gewann in 1:59,09 Minuten und unterbot als einzige Läuferin die Zwei-Minuten-Marke. Zweite wurde die Äthiopierin Freweyni Hailu mit 2:00,54, Rang drei belegte Halimah Nakaayi (Uganda) in 2:00,66. Während hier keine deutschen Läuferinnen am Start waren, hatte sich mit der Britin Keely Hodgkinson eine Topfavoritin kurz vor ihrem Vorlauf verletzt und fiel aus.

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