Dass der Hammer Lauf weit über die Stadtteilgrenzen hinaus für seine familiäre Atmosphäre und die grüne Streckenführung bekannt ist, zeigte sich am Sonntag einmal mehr. Während das Stadion Hammer Park aufgrund von Sanierungsarbeiten pausieren musste, diente der lokale Wochenmarktplatz als stimmungsvolle Kulisse für Start und Ziel.
Sportliche Dominanz auf allen Distanzen
Den sportlichen Auftakt machten bereits um 9:00 Uhr die kleinsten Läuferinnen und Läufer. Rund 670 Kinder sorgten bei den Nachwuchsläufen für ordentlich Betrieb im Zielkanal und bewiesen, dass das Mitgliederpotenzial für die mitaustragende Hamburger Turnerschaft 1816 auch im 210. Jahr ihres Bestehens ungebrochen ist.
Kurz darauf fiel der Startschuss für den 10-Kilometer-Lauf. Hier drückte der Franzose Léo Lamy dem Rennen von Beginn an seinen Stempel auf. Er siegte in starken 33:44 Minuten mit deutlichem Vorsprung vor Dominic Berner. Bei den Frauen zeigte Teresa Williams (Die renngeräderten Raser) ein einsames Rennen an der Spitze und gewann in 39:16 Minuten vor der Vorjahressiegerin Lena Adam.

Der Laufspaß war beim Hammer Lauf Hamburg einmal mehr groß.
Start-Ziel-Siege beim Halbmarathon
Das Highlight des Vormittags war der Halbmarathon über 21,1 Kilometer. Niklas Horstmann aus Otter und Jane Endrulat aus Steinkirchen ließen von der ersten Kurve an keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Horstmann dominierte das Männerfeld und finishte nach 1:15:27 Stunden mit über vier Minuten Vorsprung auf Reinis Tops. Jane Endrulat, die bereits eine Woche zuvor in Wilhelmsburg erfolgreich war, krönte ihren starken Auftritt mit einem Sieg in 1:31:43 Stunden. Besonders kurios: Während des Rennens läuteten die Glocken der nahen Kirche zur Konfirmation und lieferten so eine ganz eigene akustische Untermalung für die gestarteten Athletinnen und Athleten.
Wuseliges Finale und bunte Teams
Zum Abschluss des Renntages wurde es noch einmal richtig schnell und „bunt“. Den Sieg über die 5-Kilometer-Distanz sicherte sich Jonas van den Kerkhoff in 16:42 Minuten. Für Aufsehen sorgte jedoch vor allem das Team „Svens Saufnasen“: Jan Künne rannte trotz eines vorangegangenen Junggesellenabschieds und passender Kostümierung in 16:57 Minuten auf den zweiten Platz. Bei den Frauen war Paula Frederike Böttcher in 20:43 Minuten nicht zu schlagen.
Nachdem am Mittag sogar kurzzeitig die Sonne durch die Wolken blitzte, blickte das engagierte Organisationsteam von BMS Die Laufgesellschaft auf ein rundum gelungenes Event zurück. Die Planungen für das nächste Jahr laufen bereits – dann hoffentlich wieder mit einem Zieleinlauf im sanierten Stadion.





