Köln-Marathon 2019

Konzept-Weiterentwicklung für anstehende Läufe

Hygienekonzept für Laufveranstaltungen Konzept-Weiterentwicklung für anstehende Läufe

Neben der Organisation von Workshops übernimmt German Road Races aktuell auch die Weiterentwicklung von Hygienekonzepten für Laufevents.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Jahrestagung von German Road Races abgesagt werden. Stattdessen veranstaltet die Organisation, der sich inzwischen über 80 Laufveranstalter von Marathon- und Straßenläufen aus Deutschland und dem europäischen Ausland angeschlossen haben, nun digitale Abendworkshops. Am 18. Januar sprach in diesem Rahmen Dr. Ralph Schomaker, Vorsitzender des Münster-Marathon e.V. sowie Rennarzt beim Münster-Marathon, gemeinsam mit Michael Brinkmann, der zur Vorstandschaft von German Road Races sowie zum Organisationsteam des Münster-Marathons zählt, zu den Workshop-Teilnehmern.

Denkanstöße für Laufveranstalter

Dr. Ralph Schomaker, der Facharzt im Zentrum für Sportmedizin Münster ist, zeigte eindrucksvoll auf, welche medizinischen Erfahrungen er während der Corona-Pandemie bereits sammeln konnte. Als Denkanstöße für Laufveranstaltungen gab er den Veranstaltern Folgendes mit: Aus seiner Sicht sei es wichtig das Veranstaltungsgelände klar zu definieren, die Nachverfolgbarkeit der anwesenden Personen (inklusiver aller Zuschauer und Helfer) zu gewährleisten, Starts in Blöcken mit Mundschutz durchzuführen, Entzerrungen des Teilnehmerfeldes durch eine geeignete Streckenwahl zu ermöglichen, Siegerehrungen ohne Zuschauer durchzuführen, Handdesinfektionsmittel bereitzustellen, alle Beteiligten ausreichend zu informieren und für gestaffelte bzw. nur vorrübergehende Anwesenheit von Dienstleistern zu sorgen. Darüber hinaus sollten Veranstalter beachten, dass möglicherweise ordnungsbehördlich Schnelltests vorgegeben sein könnten.

Überarbeitetes Hygienekonzept für Straßenläufe

Michael Brinkmann berichtete hingegen, dass er das gemeinsam mit Markus Frisch vom Köln-Marathon erarbeitete sowie beim DLV und der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen eingereichte Hygienekonzept, auf den aktuellen Stand gebracht hat. Hierbei wurden weitere Erfahrungen anderer Veranstalter berücksichtigt. Ergänzt und geregelt wurde so auch der Umgang mit Zuschauern, die bei Straßenläufen als Motivation für viele Sportler eine wichtige Rolle spielen. „Wir konnten auch auf Erfahrungen zurückgreifen von bereits durchgeführten Herbstveranstaltungen, aber auch von den Kollegen aus der Schweiz“, so Brinkmann im Rahmen seiner Präsentation. „Die Gemeinschaft fungiert als richtige Familie, sagen doch viele Frühjahrsveranstalter ihre Veranstaltung schweren Herzens ab, gehen aber nicht in den Herbst, um die Herbstveranstalter nicht in eine Konkurrenzsituation zu bringen“, so Brinkmann weiter. Das überarbeitete Hygienekonzept soll nun in den nächsten Tagen erneut beim DLV und der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen eingereicht werden. Da der DLV sich bei der Erarbeitung von Konzepten bislang auch Stadionveranstaltungen konzentrierte, freut man sich beim nationalen Leichtathletik-Verband über die tatkräftige Unterstützung von German-Road-Races-Seite.

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