Der Ironman 70.3 Kraichgau ist seinem Ruf als Triathlon-Fest einmal mehr gerecht geworden. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen spielten deutsche Athletinnen und Athleten die Hauptrollen. Während Cedric Osterholt seinen ersten Profisieg feiern durfte, setzte sich Daniela Kleiser mit einem starken Halbmarathon bei den Frauen durch.
Fotograf Julian Richter war beim Ironman 70.3 Kraichgau 2026 vor Ort. Seine schönsten Bilder findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
Daniela Kleiser zeigte eine starke Vorstellung und setzte sich mit der schnellsten Laufzeit des Tages (1:16:13 Stunden) in 4:18:06 Stunden beim Ironman 70.3 Kraichgau 2026 durch. Lange Zeit hatte zuvor Lena Meißner das Rennen bestimmt. Die amtierende Europameisterin dominierte das Schwimmen (25:39 Minuten) und zeigte auch auf dem Rad eine starke Show. Mit knapp drei Minuten Vorsprung wechselte sie in die Laufschuhe.
In der schwülen Mittagshitze drehte Kleiser jedoch richtig auf. Von Position sechs und mit über sechs Minuten Rückstand gestartet, schob sich die Münchnerin nach einer überstandenen Herzbeutelentzündung Schritt für Schritt nach vorn. Nach rund 17 Kilometern übernahm Kleiser die Führung und lief am Ende souverän zum Sieg.
Hinter Kleiser sicherte sich die Schweizerin Loanne Duvoisin Rang zwei (4:20:38 Stunden), während Lena Meißner völlig entkräftet als Dritte ihr erstes Kraichgau-Podium feierte (4:21:15 Stunden). Hinter den Top 3 überzeugten weitere deutsche Athletinnen. Daniela Bleymehl belegte Rang vier, Merle Brunnée wurde Fünfte und Saskia Haug Sechste.
Cedric Osterholt gelingt der große Durchbruch
Nachdem Vorjahressieger Lasse Nygaard Priester seinen Start nach einem Fahrradunfall kurzfristig absagen musste, war der Weg für einen neuen Sieger im Kraichgau frei. Diesen nutzte Cedric Osterholt eindrucksvoll. In 3:47:44 Stunden sicherte sich der Deutsche seinen ersten Sieg als Profi und verwies den Belgier Joran Driesen um 53 Sekunden auf Rang zwei (3:48:37 Stunden). Janne Büttel komplettierte in 3:49:39 Stunden als Dritter das Podium und sorgte für ein starkes deutsches Ergebnis.
Zuvor hatte sich auf dem Rad ein deutsches Trio, bestehend aus Osterholt, Büttel und Fabian Kraft, entscheidend vom Feld abgesetzt. In der ersten Laufrunde sah es zunächst so aus, als sei der Vorjahreszweite Kraft auf Siegkurs. Der Nürnberger musste dem hohen Tempo und der Hitze in der zweiten Runde jedoch Tribut zollen und musste das Rennen schließlich vorzeitig beenden.
Osterholt übernahm derweil die Führung und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Nach Platz fünf im Vorjahr gelang ihm nun direkt der Sprung nach ganz oben. Neben Osterholt und Büttel überzeugten weitere deutsche Athleten. Paul Schuster lief auf Rang sieben, Lennart Sievers wurde Achter und Tom Hug komplettierte als Zehnter die starke deutsche Bilanz.





