Die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft 2025 im spanischen Marbella bot an zwei aufeinanderfolgenden Tagen hochklassigen Triathlon-Sport. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern entwickelte sich ein Wettkampf voller Spannung, bei dem auch deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugen konnten.
Neubert bei Sieg von Charles-Barclay auf dem Podest
Bei den Profi-Frauen setzte sich die Britin Lucy Charles-Barclay nach 2021 erneut an die Spitze. Sie legte die 1,9 Kilometer Schwimmen in 25:05 Minuten zurück und verließ das Wasser mit einem kleinen Vorsprung auf die US-Amerikanerin Taylor Knibb, die nach 25:52 Minuten folgte. Auf der 90 Kilometer langen Radstrecke entwickelten die beiden Spitzenathletinnen ein effektives Wechselspiel, bei dem Charles-Barclay ihren Rückstand aufholte. Nach 2:29:41 Stunden beendete sie den Radabschnitt, während Knibb nur 19 Sekunden später in die zweite Wechselzone kam. Auf der abschließenden 21,1 Kilometer langen Laufstrecke konnte Charles-Barclay ihr Tempo konstant halten, Knibb nach etwa sieben Kilometern einholen und schließlich mit einer Endzeit von 4:14:54 Stunden doch noch einen klaren Sieg feiern. Knibb folgte mit 4:17:55 Stunden.
Fotograf Ingo Kutsche war bei der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft 2025 in Marbella vor Ort. Seine schönsten Bilder findet ihr in den Galerien oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
Aus deutscher Sicht hatte Tanja Neubert einen Sahnetag. Mit einem beeindruckenden Rennen kam sie auf Rang drei. Nach 27:16 Minuten Schwimmen und 2:33:51 Stunden auf dem Rad lief sie den Halbmarathon in 1:18:16 Stunden und sicherte sich so überraschend in 4:22:07 Stunden den dritten Platz. Weitere deutsche Athletinnen landeten auf den Rängen 13 (Bianca Bogen) und 22 (Caroline Pohle). Laura Jansen musste das Rennen vorzeitig beenden. Verletzungen zwangen auch Katrina Matthews aus Großbritannien und Paula Findlay aus Kanada zum Ausscheiden.

Unter der spanischen Sonne waren etliche Weltklasse-Leistungen zu sehen.
Jelle Geens setzt sich in spannendem Männerduell durch
Am Tag darauf, dem zweiten November-Sonntag, lieferten sich die Profi-Männer ein packendes Rennen. Titelverteidiger Jelle Geens aus Belgien kam nach 23:19 Minuten aus dem Wasser, verlor jedoch zunächst Zeit durch einen Sturz auf der Radstrecke. Dennoch konnte er die 90 Kilometer in 2:09:38 Stunden absolvieren und zur Führungsgruppe aufschließen. Kristian Blummenfelt aus Norwegen kam nur 18 Sekunden hinter Geens aus dem Wasser und hatte mit 2:09:12 Stunden den schnellsten Radsplit.
Beim abschließenden Halbmarathon entwickelte sich ein taktisches Duell zwischen Geens und Blummenfelt. Mit einer Laufzeit von 1:07:35 Stunden setzte Geens im finalen Sprint die entscheidenden Akzente und überquerte die Ziellinie in 3:42:52 Stunden als Sieger. Blummenfelt folgte nur drei Sekunden später, während Casper Stornes aus Norwegen mit 3:43:52 Stunden Dritter wurde. Deutsche Athleten zeigten ebenfalls starke Leistungen: Jonas Schomburg verpasste das Podium knapp auf Platz vier in 3:44:37 Stunden, Rico Bogen belegte Rang fünf in 3:46:29 Stunden und Leonard Arnold landete auf Platz 13 in 3:51:49 Stunden. Auch Lasse Priester konnte mit Rang 25 in 3:57:10 Stunden und starker Laufleistung überzeugen.





