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Hallen-EM in Torun 2021: Ingebrigtsen holt zweites Gold

Hallen-EM 2021 Jakob Ingebrigtsen läuft souverän zum zweiten Gold

Dem 20-jährigen Norweger Jakob Ingebrigtsen gelang mit dem Doppel-Gold über 1.500 und 3.000 Meter bei der Hallen-EM ein Novum.

Mit seinem zweiten Sieg bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathleten in Torun (Polen) erzielte Jakob Ingebrigtsen ein Novum: Zum ersten Mal in der Geschichte dieser Titelkämpfe gewann ein Läufer sowohl die 1.500 m als auch das 3.000-m-Rennen. Der Norweger siegte am Sonntag souverän über die längere Distanz in einer persönlichen Bestzeit von 7:48,20 Minuten. Die Silbermedaille sicherte sich der Belgier Isaac Kimeli in 7:49,41, Bronze gewann Adel Mechaal (Spanien) mit 7:49,47. Bei den Frauen hatte es in der Geschichte der Hallen-EM bereits dreimal einen derartigen Doppelsieg gegeben: Lidia Chojecka (Polen) triumphierte 2007 zweimal, Laura Muir (Großbritannien) gelang dies sowohl 2017 als auch 2019.

Marcel Fehr belegt im 3.000-m-Finale Rang zehn

Für den einzigen deutschen Läufer in diesem Wettbewerb, Marcel Fehr (LG Filstal), war es ein Erfolg, das Finale erreicht zu haben. Er belegte Rang zehn in 7:54,48 Minuten.

Das Rennen lief von Anfang an ganz im Sinne von Jakob Ingebrigtsen. Es war ein langsamer Beginn, was dem 20-Jährigen entgegen kam. Denn aufgrund seiner enormen Grundschnelligkeit war klar, dass er damit in der zweiten Hälfte die besten Karten haben würde. Knapp 800 Meter vor dem Ziel ging der Norweger dann an die Spitze und ließ sich nicht mehr verdrängen. Hinter ihm ging es nur noch um die Silber- und Bronzemedaille. „Dieser Doppelsieg bedeutet mir viel. Ich bin so gelaufen wie geplant und war überrascht, dass die Konkurrenten mich gewähren ließen“, sagte Jakob Ingebrigtsen. „Mein Hauptziel bei Olympia werden die 1.500 Meter sein. Eine olympische Goldmedaille ist das, was ich fast schon seit Kleinkindalter erreichen will.“

Vom 400-m-Hürdenläufer zum 800-m-Halleneuropameister

Am Schlusstag der Titelkämpfe in Torun standen noch zwei Mittelstrecken-Entscheidungen auf dem Programm: Im 800-m-Rennen der Männer gewann überraschend Patryk Dobek in einer persönlichen Bestzeit von 1:46,81 Minuten vor seinem Landsmann Mateusz Borkowski (1:46,90) und dem favorisierten Briten Jamie Webb (1:46,95). Dobek ist eigentlich ein 400-m-Hürdenläufer, der bei der WM 2015 Platz sieben belegt hatte. Erst in dieser Hallensaison lief der 27-jährige Pole sein erstes 800-m-Rennen, nun wurde er auf Anhieb Hallen-Europameister. Das 800-m-Finale der Frauen entschied Keely Hodgkinson für sich. Die erst 19-jährige Britin gewann in 2:03,88 Minuten vor den Polinnen Joanna Jozwik (2:04,00) und Angelika Cichocka (2:04,15).

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