Standard Chartered Dubai Marathon / Colombo

Tokio-Marathon 2020: Japaner kämpfen um letztes Olympia-Ticket

Tokio-Marathon 2020 Schnelles Rennen in Tokio erwartet

Beim Tokio-Marathon 2020 starten drei Läufer mit Bestzeiten unter 2:04 Stunden. Somit dürfte es ein schnelles, spannendes Rennen werden. Für die japanischen Läufer geht es um die Olympia-Qualifikation.

Beim hochklassig besetzten Tokio-Marathon steht am Sonntag, dem 1. März 2020, das Männerrennen im Blickpunkt. Drei Läufer finden sich auf der Startliste, die bereits Zeiten von unter 2:04 Stunden erreicht haben. Angeführt wird das Feld vom äthiopischen Titelverteidiger Birhanu Legese, der im vergangenen September in Berlin als Zweiter 2:02:48 erreichte und damit zum drittschnellsten Läufer aller Zeiten wurde. Für die japanischen Männer geht es in Tokio um den letzten Startplatz für den Olympia-Marathon. Fünf Frauen gehen am Sonntag an den Start, die Bestzeiten von unter 2:20 Stunden aufweisen. Darunter ist mit Ruti Aga (Äthiopien) die Vorjahressiegerin. Aufgrund des Coronavirus’ wurde das Massenrennen des Tokio-Marathons vor kurzem abgesagt. Reine Elite-Marathonläufe haben allerdings in Japan eine große Tradition. Auch der Tokio-Marathon, der zu den World Marathon Majors gehört, war ursprünglich nur ein Elitelauf.

Race-Direktor sagt neuen Streckenrekord voraus

Überraschend legt sich der Race-Direktor des Tokio-Marathons wenige Tage vor dem Start seines Rennens fest: „Ich glaube, dass Legese ganz vorne sein wird und den Streckenrekord auf unter 2:03 Stunden verbessert. Damit würde er die schnellste je in Japan gelaufene Zeit erreichen“, erklärte Tadaaki Hayano. Diese Aussage könnte die Konkurrenten von Birhanu Legese besonders motivieren. Unter ihnen sind der äthiopische Sieger des Dubai-Marathons 2019, Getaneh Molla (Bestzeit: 2:03:34), und sein Landsmann Sisay Lemma (2:03:36). Außerdem ist mit dem Kenianer Dickson Chumba (2:04:32) ein Läufer im Feld, der den Tokio-Marathon bereits zweimal gewonnen hat (2014 und 2018) und in den letzten fünf Jahren in Tokio immer einen Podestplatz erreicht hat. Zu beachten sein wird auch der Kenianer Bedan Karoki, der eine Bestzeit von 2:05:53 aufweist.

Für die japanischen Männer gibt es am Sonntag noch eine letzte Chance, sich das dritte Ticket für den OIympia-Marathon zu sichern. Aufgrund der klimatischen Bedingungen wurde der Marathon bei den Olympischen Spielen im kommenden Sommer von Tokio nach Sapporo verlegt. Eigentlich sind jene drei Läufer qualifiziert, die beim Ausscheidungsrennen im vergangenen September in Tokio die ersten drei Plätze belegt haben. Doch sollte ein Japaner am Sonntag den Landesrekord von 2:05:50 Stunden brechen, würde er den dritten Startplatz erhalten. Zu rechnen ist daher mit einem Harakiri-Rennen der besten Japaner. Ob es bei voraussichtlich kühlen Temperaturen und Nieselregen einem gelingt, die Zeit zu unterbieten, bleibt abzuwarten. Am Start sind unter anderen der aktuelle Rekordhalter Suguru Osako, der zurzeit auch den dritten Startplatz besetzt, und der frühere Rekordler Yuta Shitara (2:06:11).

Ruti Aga ist die schnellste Frau im Starterfeld

Im Rennen der Frauen ist Titelverteidigerin Ruti Aga auch die schnellste Läuferin auf der Startliste. Die Äthiopierin erreichte ihre Bestzeit von 2:18:34 Stunden vor eineinhalb Jahren in Berlin, wo sie Zweite wurde. Sie trifft am Sonntag auf eine Landsfrau, die im vergangenen Dezember in Valencia fast genauso schnell rannte: Birhane Dibaba wurde in Spanien mit 2:18:46 Dritte. Dibaba hat bereits zweimal den Tokio-Marathon gewonnen, 2015 und 2018. Die drittschnellste Läuferin auf der Startliste kommt aus Kenia: Valary Aiyabei stellte im vergangenen Oktober in Frankfurt mit 2:19:10 Stunden einen Streckenrekord auf.

Favoriten und persönliche Bestzeiten

Männer: Birhanu Legese (ETH/2:02:48), Getaneh Molla (ETH/2:03:34), Sisay Lemma (ETH/2:03:36), Asefa Mengstu (ETH/2:04:06), Dickson Chumba (KEN/2:04:32), Hayle Lemi (ETH/2:04:33), El Hassan El Abbassi (BRN/2:04:43), Titus Ekiru (KEN/2:04:46), Amos Kipruto (KEN/2:05:43), Suguru Osako (JPN/2:05:50), Bedan Karoki (KEN/2:05:53), Yuta Shitara (JPN/2:06:11), Bashir Abdi (BEL/2:06:14), Hiroto Inoue (JPN/2:06:54), Kenji Yamamoto (JPN/2:08:42), Kenta Murayama (JPN/2:08:56), Yuki Sato (JPN/2:08:58).

Frauen: Ruti Aga (ETH/2:18:34), Birhane Dibaba (ETH/2:18:46), Valary Aiyabei (KEN/2:19:10), Lonah Salpeter (ISR/2:19:46), Tigist Girma (ETH/2:19:52), Azmera Gebru (ETH/2:20:48), Shure Demise (ETH/2:20:59), Selly Chepyego (KEN/2:21:06), Shitaye Eshete (BRN/2:21:33), Marta Lema (ETH/2:22:35), Sutume Asefa Kebede (ETH/2:23:31), Senbere Teferi (ETH/2:24:11), Andrea Deelstra (NED/2:26:46).

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