Rund 500 Triathletinnen und Triathleten verwandelten Gelnhausen am vergangenen Sonntag in eine Sportarena. Während Thomas Ott in der Offenen Klasse einsam zum Sieg stürmte, lieferten sich die Teams der Regionalliga ein dramatisches Sekunden-Duell um die Tabellenführung.
Fotograf Ingo Kutsche war beim Kinzigtal-Triathlon Gelnhausen 2026 vor Ort. Seine schönsten Bilder vom Rennen findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
Dass der Kinzigtal-Triathlon mit seinen 500 Metern Schwimmen, 18 Kilometern Radfahren und dem abschließenden 5-Kilometer-Lauf zu den stimmungsvollsten Sprints Hessens zählt, ist weit über die Grenzen des Main-Kinzig-Kreises hinaus bekannt. Neben Liga-Athleten zeigten am 3. Mai besonders auch die Altersklassen-Routiniers ihre Klasse und sorgten bei den zahlreichen Zuschauern für Begeisterung.
Ott enteilt der Konkurrenz
Sportlich setzte Thomas Ott (TSG Kleinostheim) das dickste Ausrufezeichen des Tages. Der Spitzen-Athlet, der normalerweise auf den langen Distanzen zu Hause ist, wurde seiner Favoritenrolle in der Offenen Klasse mehr als gerecht. Bereits nach dem Schwimmen übernahm er die Kontrolle und finishte in herausragenden 49:04 Minuten. Damit blieb er als einziger Athlet der Offenen Klasse unter der 50-Minuten-Marke, verpasste jedoch knapp den Streckenrekord seines Kontrahenten Jonas Hoffmann, dessen Fehlen Ott im Vorfeld bedauert hatte. Den zweiten Platz sicherte sich Oliver Fischer (SC Neukirchen) in 54:07 Minuten. Dritte wurde Manuel Jahn (ADAC Triathlon-Club Main-Kinzig, 57:15 Minuten).
Bei den Frauen machte Verena Goldfuß (Tri Team Gießen) in 59:30 Minuten das Rennen und landete damit sogar in den Top 10 der Gesamtwertung. Zweite wurde Salome Wagner vom ADAC Triathlon-Club Main-Kinzig (1:00:29 Stunden), Dritte Imke Sumbeck (Spiridon Frankfurt, 1:02:35 Stunden).
Münsteraner Doppelsieg und Offenbacher Teamgeist
Besonders packend war der Schlagabtausch in der Regionalliga Mitte. In der Einzelwertung der Männer feierte der VfL Münster einen beeindruckenden Doppelsieg durch Julian Phillip Becker (48:52 Minuten) und Lukas Bugar (49:13 Minuten). Doch für den Tagessieg in der Teamwertung reichte es für Münster aufgrund einer bitteren Disqualifikation von Mauritz Ehry (Start ohne Zeitnahme-Chip) nur für Rang fünf. Stattdessen jubelte die TSG Amicitia Viernheim I, die mit einer extrem geschlossenen Mannschaftsleistung den Tagessieg vor dem DSW 12 Darmstadt einfuhr.
In der Regionalliga der Frauen behielt Lina Nieschlag (SG Theeltal/Erbach) in einem Herzschlagfinale die Oberhand. Sie siegte in 56:56 Minuten knapp vor Jaqueline Christen vom EOSC Offenbach (57:01 Minuten). Den Mannschaftssieg sicherten sich jedoch die Damen vom EOSC Offenbach, die mit drei Starterinnen in den Top 10 eine Klasse für sich waren.
Ärmelkanal-Schwimmer Stutzer und Rekord-Senior Freiwald stark
Abseits der Elite-Zeiten schrieben zwei Routiniers die emotionalsten Geschichten des Tages. Claus Stutzer, der ehemalige Ärmelkanal-Schwimmer, feierte für seinen SVG Gelnhausen ein gelungenes Comeback und finishte in 1:06:36 Stunden. Er landete ebenso wie Reinhard Freiwald auf dem Podest. Freiwald, mit 83 Jahren der älteste Teilnehmer des Tages, finishte unter dem Jubel der Zuschauer in 1:28:29 Stunden und sicherte sich damit den Sieg in seiner Altersklasse. Nachdem die letzten Medaillen im Zielbereich des SVG Gelnhausen übergeben wurden, blickten die Organisatoren auf einen rundum gelungenen Saisonauftakt zurück.





