Ein Hauch von Magie lag in der Luft, als am 15. März die Zuschauer am Zieleinlauf in Bensberg Zeugen einer sportlichen Sternstunde wurden. Dank eines geschickten Startkonzepts ballten sich die Highlights: Fast zeitgleich stürmten die Sieger des Halbmarathons, Marathons und Ultramarathons über die Linie – alle drei in neuer Rekordzeit. Als Belohnung gab es für das Trio jeweils 250 Euro Prämie und einen Freistart für das kommende Jahr.
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Insgesamt markierte die 52. Ausgabe des traditionsreichen Landschaftslaufes die schnellsten Ergebnisse seit der ersten Austragung 1973. Gemeinsam mit neun Altersklassen-Rekorden erbrachte die traditionsreiche Laufveranstaltung ein sportliches Niveau auf höchstem Level.
Tallmann bricht den „Ewigkeits-Rekord“
Besonders emotional wurde es auf der klassischen Marathondistanz. Seit 1994 hielt die Lauflegende Birgit Lennartz-Lohrengel den Streckenrekord – bis nun Joanna Tallmann (VFL Waldbreitbach) kam. Zehn Kilometer vor dem Ziel setzte sie sich von ihrer Konkurrentin Franziska Rennecke (LG Rhein-Wied) ab und brachte den neuen Rekord mit 2:51:12 Stunden ins Ziel. Franziska Rennecke lief in 2:55:40 Stunden auf Platz drei der ewigen Bestenliste. Birgit Lennartz, die diesmal die Altersklasse W60 gewann, gratulierte ihrer Nachfolgerin nach dem Rennen persönlich im Innenhof des Albertus-Magnus-Gymnasiums. Auf dem Bronze-Rang landete Gina Purschke (Selbstläufer Altenahr, 3:17:31 Stunden).
Bei den Männern sicherte sich Gabriel Kusserow (LT Ennert) in 2:32:11 Stunden den Sieg – die achtschnellste Siegerzeit in der Historie des Laufes. Felix Weber (SportTrend Braunschweig/Tree-Athlete e.V., 2:37:31 Stunden) und Oliver Baumert (LC Euskirchen, 2:47:42 Stunden) komplettierten das Podium.
Dahlke mit Ansage, Merrbach mit dem Hattrick
Im Halbmarathon lieferte Jonathan Dahlke (TSV Bayer Leverkusen) eine beeindruckende Show ab. Als Test vor den Deutschen Marathon-Meisterschaften in Hannover geplant, unterbot er den 1984 aufgestellten Rekord von Kurt Stenzel und Michael Longthorn um fast zwei Minuten. Mit 1:04:52 Stunden setzte er ein dickes Ausrufezeichen. Die Plätze zwei und drei belegten Dominic Zoric (1:12:20 Stunden) und Michele Andre Krüger (LG Gummersbach, 1:14:52 Stunden). Bei den Frauen gewann Silke Schneider (LAZ Rhein-Sieg) mit einem neuen W50-Rekord in 1:28:29 Stunden vor Corinna Remberg (1:30:25 Stunden) und Yasemin Rüß (1:32:15 Stunden).
Auf der Ultra-Distanz von 63,3 Kilometern feierte Frank Merrbach (LG Nord Berlin Ultrateam) seinen bereits dritten Sieg im Königsforst. In 4:05:37 Stunden stellte er einen neuen Streckenrekord auf. Jimmy Balla (Tri Power Power Rhein-Sieg) lief in 4:30:08 Stunden auf Platz zwei, während Daniel Bauer (Achims Sportshop, 4:31:56 Stunden) nicht nur Dritter wurde, sondern auch die Kombinationswertung „Bergische 126.6k“ (in Kooperation mit dem Röntgenlauf in Remscheid) gewann. Frauensiegerin Mascha Rondhuis (Loopgroep Nienoord) verbesserte ihre Bestzeit vom Vorjahr um satte neun Minuten auf 4:44:12 Stunden und gewann so vor Lena Weller (Anchor Running Crew Duisburg, 5:32:54 Stunden) und Sophia Verdicchio (5:39:18 Stunden).
Von Jung bis Alt: Top-Leistungen am laufenden Band
Die Vielfalt des Laufs zeigte sich in den Altersklassen. Der erst 16-jährige Max Noddeland von der Gesamtschule Hürth finishte seinen ersten Halbmarathon in starken 1:31:47 Stunden als jüngster Teilnehmer. Am anderen Ende der Altersskala begeisterte hingegen die 79-jährige Brigitte Nittel (TV St. Peter/SV Kirchzarten), die nach 2:21:49 Stunden das Ziel erreichte.












