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Klosterhalfen läuft in Brüssel Saisonbestzeit

Diamond League Klosterhalfen läuft in Brüssel Saisonbestzeit

Während Sifan Hassan in Brüssel ihr Ziel verpasste, lief Konstanze Klosterhalfen in Saisonbestzeit.

Es wurde nichts mit einem Meilen-Weltrekord für Sifan Hassan beim hochkarätigen Leichtathletik-Meeting in Brüssel. Die Holländerin musste sich mit einer Jahresweltbestzeit zufrieden geben. Im einzigen Langstrecken-Wettbewerb blieb währenddessen Konstanze Klosterhalfen über 5.000 m zwar deutlich über ihrem deutschen Rekord, erreichte aber immerhin eine deutsche Jahresbestzeit.

Noch zwei Runden vor Schluss hielt sich Konstanze Klosterhalfen gut in der achtköpfigen Spitzengruppe dieses Weltklassefeldes über 5.000 m. Kurz vor der letzten Runde verlor sie jedoch den Anschluss an die Gruppe und lief schließlich als Achte in 14:35,88 Minuten ins Ziel. Dies ist ihre viertbeste Zeit über diese Strecke. Keine andere Deutsche war jemals schneller als Konstanze Klosterhalfen in Brüssel. Der deutsche Rekord der 24-Jährigen steht bei 14:26,76. „Ich habe mich gut gefühlt, bis auf die letzte Runde. Ich musste allerdings lange Zeit auf Bahn zwei laufen“, sagte Konstanze Klosterhalfen. „Meine Form wird jetzt von Rennen zu Rennen besser.“ Allerdings geht die Bahn-Saison jetzt zu Ende. Zweimal will Konstanze Klosterhalfen noch in Deutschland an den Start gehen. Zunächst am 12. September beim ISTAF in Berlin über 1.500 Meter und dann voraussichtlich noch in Trier. Eine Langstrecke steht in dieser Saison aber nicht mehr auf dem Programm. „Es war toll, in Brüssel wieder vor Zuschauern zu laufen. Die Kulisse ist so ungewohnt, das macht mich etwas nervös“, sagte Konstanze Klosterhalfen, die deutlich hinter dem Spitzentrio ins Ziel kam. Francine Niyonsaba (Burundi) siegte in 14:25,34 Minuten vor Ejgayehu Taye (Äthiopien/14:25,63) und Hellen Obiri (Kenia/14:26,23).

Zuvor hatte Sifan Hassan über die Meile versucht, ihren eigenen Weltrekord von 4:12,33 Minuten zu brechen. Doch die 5.000- und 10.000-m-Olympiasiegerin, die zudem über 1.500 m in Tokio die Bronzemedaille gewonnen hatte, war für eine solche Zeit kurz vor dem Saisonende nicht mehr frisch genug. Die aus Äthiopien stammende Holländerin lag in der Mitte des Rennens noch auf Kurs für die globale Bestmarke, konnte dann aber das Tempo nicht mehr halten. Mit 4:14,74 Minuten stellte Sifan Hassan aber immerhin eine Jahresweltbestzeit sowie einen Meeting-Rekord auf und lief die fünftschnellste Zeit aller Zeiten. Sie gewann mit großem Vorsprung vor Axumawit Embaye (Äthiopien/4:21,08) und Linden Hall (Australien), die mit 4:21,38 einen australischen Kontinentalrekord aufstellte. „Nach Tokio war ich so müde, dass ich mich entschieden habe, bis zum Saisonende nur noch Rennen über kürzere Strecken zu laufen“, sagte Sifan Hassan.

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