Soufiane El Bakkali beendet Kenias Siegesserie​ Getty Images for World Athletics

Leichtathletik-WM 2022: Soufiane El Bakkali siegt

Leichtathletik-WM 2022 Soufiane El Bakkali beendet Kenias Siegesserie​

Nach sieben Mal Hindernis-WM-Gold durchbrach der Marokkaner die kenianische Serie. Faith Kipyegon siegte über 1.500 Meter.

Soufiane El Bakkali hat die kenianische Siegesserie über 3.000 m Hindernis auch bei den Weltmeisterschaften beendet. Der Marokkaner gewann bei der Leichtathletik-WM in Eugene (USA) den Hindernis-Titel in 8:25,13 Minuten vor dem Äthiopier Lamecha Girma (8:26,01) und Kenias Titelverteidiger Conseslus Kipruto (8:27,92). Auf den weiteren Plätzen folgten Getnet Wale (Äthiopien/8:28,68), Abraham Kibiwot (Kenia/8:28,95) und als bester nicht-afrikanischer Läufer Evan Jager (USA/8:29,08).

Nach Olympia- nun WM-Gold für den Marokkaner

Seit 2007 hatte sieben Mal in Folge immer eine Kenianer den WM-Titel über die Hindernisse gewonnen. Zuvor hatte zweimal Saif Saaeed Shaheen dieses Gold gewonnen, der für Katar startete, aber ebenfalls aus Kenia kam. So ist Soufiane El Bakkali sogar der erste Hindernis-Weltmeister seit 1987, der nicht aus Kenia stammt. Im vergangenen Jahr hatte der Marokkaner bereits die olympische Dominanz der Kenianer durchbrochen und auch in Tokio Gold gewonnen.

Der Rennverlauf kam Soufiane El Bakkali dabei allerdings sehr entgegen, denn das Tempo war verhalten. So konnte der 26-Jährige seine Spurtstärke ausspielen. Erst am letzten Wassergraben ging er am führenden Getnet Wale und an Conseslus Kipruto vorbei und lief dann auf den letzten knapp 150 Metern zu einem ungefährdeten Sieg.

Faith Kipyegon siegt über 1.500 Meter, Laura Muir wird Dritte

Faith Kipyegon gelang über 1.500 m eine eindrucksvolle Titelverteidigung. Die kenianische Top-Favoritin gewann das superschnelle Rennen in 3:52,96 Minuten und erzielte damit die neuntbeste je gelaufene Zeit über diese Distanz. Auf Platz zwei folgte Gudaf Tsegay (Äthiopien) in 3:54,52. Die Britin Laura Muir lief mutig mit den afrikanischen Favoritinnen mit und gewann die Bronzemedaille in 3:55,28.

Die Äthiopierinnen hatten offenbar mit einer Team-Taktik versucht, Faith Kipyegon zu überraschen und müde zu laufen. Doch sie hatten keinen Erfolg. Unmittelbar nach dem Start setzten sich Gudaf Tsegay und ihre Landsfrau Hirut Meshesha mit hohem Tempo an die Spitze. So entstand ein sehr schnelles Rennen. Faith Kipyegon und Laura Muir schlossen sich jedoch sofort den Äthiopierinnen an. Das Quartett hatte schnell einen deutlichen Vorsprung. Nach gut der Hälfte des Rennens konnte Hirut Meshesha, die wohl als eine Art Tempomacherin fungieren sollte, nicht mehr Schritt halten und fiel am Ende noch bis auf Rang zwölf zurück. Das Führungs-Trio zeigte keinerlei Schwäche. Kurz vor der letzten Runde übernahm dann Faith Kipyegon die Spitze von Gudaf Tsegay und gewann drei Jahre nach der WM in Doha erneut die 1.500 m.

Goldmedaille oder Schokolade?

Der Kenianerin war bereits im vergangenen Jahr eine Titelverteidigung über die Mittelstrecke gelungen: In Tokio wurde sie zum zweiten Mal nach 2016 Olympiasiegerin. „Ich freue mich, dass ich den Titel gewonnen habe und bin stolz darauf, dass ich die Goldmedaille meiner Tochter geben kann. Ich habe sie heute morgen gefragt, ob ich ihr Schokolade oder die Goldmedaille mitbringen soll - sie sagte, sie möchte die Goldmedaille“, erzählte Faith Kipyegon.

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