Tola Tamirat beim Dubai-Marathon 2017 TCS Amsterdam Marathon

Streckenrekorde in Amsterdam und Paris

Marathons in Amsterdam und Paris 2021 Streckenrekorde in Amsterdam und Paris

Bei guten Bedingungen wurden in Amsterdam und Paris schnelle Marathon-Zeiten gelaufen.

Tamirat Tola hat sich mit einer Weltklassezeit und einem Streckenrekord beim Amsterdam-Marathon zurückgemeldet. Der 30-jährige Marathon-Olympia-Dritte von 2016 und -WM-Zweite von 2017 triumphierte in Holland bei guten Wetterbedingungen mit einer Steigerung auf 2:03:39 Stunden. Dies ist weltweit die zweitschnellste in diesem Jahr gelaufene Zeit. Tamirat Tola unterbot damit den bisherigen Kursrekord seines Landsmannes Lawrence Cherono, der vor drei Jahren 2:04:06 gelaufen war, deutlich. Zweiter wurde in Amsterdam Bernard Koch (Kenia) in 2:04:09, Rang drei belegte Leul Gebresilase (Äthiopien) mit 2:04:12.

„Ich wusste, dass ich bei den guten Bedingungen eine Bestzeit würde laufen können. Ich habe dann abgewartet und bin kontrolliert gelaufen bis ich bei 35 km das Tempo forciert habe“, sagte Tamira Tola, der seine bisherige Bestzeit von 2:04:06 Stunden 2018 in Dubai aufgestellt hatte.

Eine Weltklassezeit und einen Streckenrekord lief überraschend auch Angela Tanui in Amsterdam. Die Kenianerin siegte in 2:17:57 Stunden und wurde damit sogar zur zehntschnellsten Läuferin aller Zeiten über die 42,195 km. Auch die 29-jährige Tanui, die erstmals in ihrer Karriere ein Ergebnis unter 2:20 Stunden erreichte, lief die zweitschnellste Zeit weltweit in diesem Jahr. Den bisherigen Amsterdamer Streckenrekord hatte Degitu Azimeraw (Äthiopien) 2019 mit 2:19:26 aufgestellt. Angela Tanui gewann mit deutlichem Vorsprung vor Maureen Chepkemoi (Kenia/2:20:18) und Haven Hailu (Äthiopien/2:20:19). „Ich bin so froh, das ich hier starten konnte und wusste, dass das mein Rennen wird“, sagte Angela Tanui, die sechs Tage zuvor beim Boston-Marathon nicht laufen konnte, da Visa-Probleme die Einreise in die USA verhindert hatten.

Elisha Rotich bricht Kenenisa Bekeles Kursrekord in Paris

Fast zeitgleich gewann Elisha Rotich den Paris-Marathon mit einem Streckenrekord. Der Kenianer rannte hochklassige 2:04:21 Stunden und unterbot damit die sieben Jahre alte Bestzeit des äthiopischen Superstars Kenenisa Bekele, der bei seinem Marathon-Debüt 2014 auf Anhieb 2:05:04 gelaufen war. Bekele hat dadurch den einzigen Marathon-Streckenrekord verloren, den er in seiner Karriere aufgestellt hat.

Elisha Rotich verbesserte bei seinem Triumph in Paris auch seine persönliche Bestzeit deutlich. Vor zwei Jahren war er als Dritter in Amsterdam 2:05:18 gelaufen. Der 31-Jährige lag in Paris noch bei 35 km zusammen mit zehn anderen Athleten in der Spitzengruppe und konnte sich dann auf dem nächsten 5-km-Abschnitt absetzen. Hinter Elisha Rotich erreichten noch vier weitere Läufer Zeiten von unter 2:05 und somit unter dem bisherigen Streckenrekord von Kenenisa Bekele. Zweiter wurde Hailemaryam Kiros (Äthiopien) in 2:04:41, Rang drei belegte Hillary Kipsambu (Kenia) mit 2:04:44. Dahinter folgten Barselius Kipyego (Kenia/2:04:48) und Abayneh Degu (Äthiopien/2:04:53). Die Läufer aus Kenia und Äthiopien belegten die ersten 14 Plätze in Paris. Auf Rang 15 lief dann Yohan Durand (Frankreich) in 2:09:21 ins Ziel. 16 Athleten blieben unter 2:10 Stunden.

Nicht ganz so hochklassig waren im Vergleich die Ergebnisse bei den Frauen. Hier dominierten die Äthiopierinnen das Rennen und belegten die ersten vier Plätze. Tigist Memuye gewann in 2:26:11 Stunden knapp vor Yenenesh Dinkesa (2:26:14). Als Dritte folgte Fants Jimma mit 2:26:21, als Vierte lief Waganesh Mekasha 2:26:36.

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