Nie zuvor gingen beim Münster-Marathon so viele Läuferinnen und Läufer an den Start wie 2026. Trotz Dauerregen nahmen mehr als 13.000 Laufbegeisterte teil. Gelaufen wurde entweder über die komplette Marathondistanz von 42,195 Kilometern oder kürzer über 6,5, zehn oder 28 Kilometer. Darüber hinaus war der Kids-Marathon über 1,5 Kilometer Teil des allseits beliebten Laufevents, das dieses Jahr in seine 24. Runde ging und neben tausenden Hobbysportlern auch zahlreiche Topathleten anzog.
Unsere Fotografen Norbert Wilhelmi und Ortwin Roye waren beim Münster-Marathon 2026 vor Ort. Ihre schönsten Bilder findet ihr oberhalb, inmitten sowie unterhalb dieses Artikels.
Die Strecke des Münster-Marathons führte die Teilnehmenden vom Start am Schlossplatz zu Beginn durch die Innenstadt, welche nach rund einem Viertel der Renndistanz verlassen wurde. Später warteten ruhigere Abschnitte durch Nienberge, Roxel und Gievenbeck. Als großes Highlight wartete zum Abschluss dann der Zieleinlauf über den langen roten Teppich auf dem bunt geschmückten Prinzipalmarkt.
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Erario muss aussteigen, Kiptoo holt sich den Sieg
Nach zahlreichen afrikanischen Siegen war dieses Jahr auch mit dem Argentinier Ignacio Erario zu rechnen. Er wollte einen neuen Landesrekord laufen und ging das Rennen daher sehr ambitioniert an. Nach rund der Hälfte der Strecke musste Favorit Erario dann das Rennen jedoch aufgeben. Stattdessen liefen nun erneut afrikanische Athleten um den Sieg, den sich am Ende Dickson Kiptoo in 2:10:03 Stunden sichern konnte. Den Streckenrekord verpasste Kiptoo allerdings um eine knappe Minute.

Dickson Kiptoo durfte in Münster nach 42,195 Kilometern jubeln.
Zweiter wurde beim Münster-Marathon 2026 Dickson Kiprop (2:10:46 Stunden). Rang drei ging an Emanuel Giniki Gisamoda aus Tansania (2:12:37 Stunden). Schnellster Deutscher war nach mehreren Jahren Pause Elias Sansar (Narwan Electronic GmbH/TUS Eintracht Bielefeld), der 2:23:10 Stunden laufen konnte. Dahinter blieben auch Marco Giese (SG Wenden, 2:24:39 Stunden) und Manuel Kruse (Running Crew Münster, 2:24:57 Stunden) noch unter 2:25 Stunden. Die drei Deutschen landeten auf den Gesamtplätzen acht bis zehn.
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Streckenrekord trotz Bestzeit um eine Minute verpasst
Genau wie bei den Männern war auch bei den Frauen eine Überraschung zu sehen, schließlich siegte hier Agrie Belachew Wole aus Äthiopien, indem sie ihre persönliche Bestzeit auf 2:28:43 Stunden verbessern konnte. Auch sie blieb rund eine Minute hinter der Streckenrekordzeit zurück, lief aber die bislang zweitschnellste je in Münster gelaufene Marathon-Zeit. Dahinter komplettierten die Kenianerin Cecilia Michael (2:30:22 Stunden) und Azalech Woldeselasse (2:31:09 Stunden) das Marathon-Podest. Bemerkenswert war allerdings auch, was die Viertplatzierte Lisa Huwatscheck aus Hannover in Münster zeigte. In 2:34:31 Stunden lief sie schneller als alle deutschen Läuferinnen beim Münster-Marathon zuvor. Bislang hatte Miriam Zink (2019) die Bestmarke gehalten. Zweitschnellste Deutsche wurde Lena Wilmsen vom 1. Deutsch Niederländischen Corps (2:47:41 Stunden), Dritte Katja Tegler von der Running Crew Münster (2:48:03 Stunden).
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Pfeiffer und Gembalski jubeln über 28 Kilometer
Während bei den Marathonstaffeln das Quartett Brillux 2 in 2:19:43 Stunden mit gut vier Minuten Vorsprung vor der LSF Staffel 1 (2:23:52 Stunden) gewann, war beim 2/3-Marathon über gut 28 Kilometer Hendrik Pfeiffer (Uniper D. Running Team/Düsseldorf Athletics) am schnellsten. In 1:27:00 Stunden verbesserte er den Streckenrekord deutlich und zeigte, dass er schon Wochen vor seinem geplanten Chicago-Marathon-Start in guter Form ist. Jean-Pierre Funcke (LSF Münster, 1:41:55 Stunden) und Marvin Dierker (1:45:21 Stunden) landeten auf den weiteren Podestplätzen. Bald darauf folgten mit Sophie Gembalski (Running Crew Münster, 1:54:54 Stunden), Deike Keiler-Burkhardt (LSF Oldenburg, 1:56:02 Stunden) und Inga Wiemer (TV Georgsmarienhütte, 1:59:58 Stunden) auch die schnellsten Frauen.





