Während in Deutschland noch Winterlaufserien in vollem Gange sind und manch einer wärmeren Lauftagen entgegenfiebert, finden in Spanien traditionell schon sehr früh im Jahr große Straßenrennen statt, bei denen bei meist sehr guten Bedingungen auf schnellen, flachen Strecken erste Topzeiten gelaufen werden können. Der 10K Valencia Ibercaja machte am 11. Januar den Auftakt, zwei Wochen später folgte der 31. Medio Maratón de Sevilla. Nur eine Woche nach dem Halbmarathon-Spektakel in Andalusien wartet nun der Murcia Marathon 2026.
Internationale Topläufer begeistern auf schneller Strecke
In der mit fast einer halben Million Einwohner siebtgrößten Stadt Spaniens, die auch Hauptstadt der gleichnamigen Region ist, werden zum wiederholten Male weit über 10.000 Laufbegeisterte erwartet. 2025 kamen Sportlerinnen und Sportler aus rund 80 Länder in den schönen Südosten Spaniens, um beim Murcia Marathon über die vollen 42,195 Kilometer, die Halbmarathon-Distanz oder die klassischen zehn Kilometer ihr Können unter Beweis zu stellen. Neben spanischen Topathleten waren besonders auch Läuferinnen und Läufer aus Großbritannien und Marokko erfolgreich. So dominierte die Britin Melissah Gibson, die in Murcia ihre bislang zweitschnellste Marathonzeit laufen konnte, den Marathon. Sie gewann in 2:37:47 Stunden und lag so deutlich vor den Spanierinnen María Mercedes Pila (2:53:32 Stunden) und Mari Angeles Magan (2:53:59 Stunden). Bei den Männern setzte sich hingegen Bilal Marhoum aus Marokko in 2:15:34 Stunden durch. Gibsons Landsmann William Strangeway (2:18:33 Stunden) und Ebrahim Abdulaziz aus Norwegen (2:23:54 Stunden) komplettierten das Marathon-Podest.
Hochklassig ging es aber auch über die kürzeren Distanzen zu. Mustapha El Aziz (1:02:19 Stunden) und Moussaab Hadout (1:02:39 Stunden) liefen vor dem Kenianer David Cheserek (1:03:00 Stunden) zum marokkanischen Halbmarathon-Doppelsieg, während bei den Frauen Lily Partridge aus Großbritannien (1:13:19 Stunden), Katherine Ruth Tisalema (Ecuador, 1:13:48 Stunden) und Nouhaila El Gazouir (Marokko, 1:13:51 Stunden) für ein spannendes Rennen auf Top-Niveau sorgten. Die 10-Kilometer-Siege gingen derweil an Jesper Lundin aus Norwegen (29:49 Minuten) und Emilia Siltanen aus Finnland (36:21 Minuten).
Unvergesslicher Zieleinlauf vor der Kathedrale von Murcia
Ein Jahr danach sollen auch am 1. Februar 2026 wieder herausragende Zeiten gelaufen und persönliche Bestzeiten erreicht werden. Die flache Strecke gibt dies über alle Distanzen her. Aber nicht nur auf eine schnelle, sondern auch aus touristischer Sicht attraktive Streckenführung dürfen sich die Teilnehmenden freuen. So wird das Rennen vor dem Rathaus starten und vor der bekannten Kathedrale von Murcia enden. Dazwischen werden die Läufer an zahlreichen Attraktionen vorbeikommen. So wartet beispielsweise schon nach einem Kilometer die 1887 erbaute Stierkampfarena „Plaza de Toros“, welche heute mehrheitlich für Konzerte genutzt wird. Während für alle 10-Kilometer-Läufer der Startschuss bereits um 8:45 Uhr auf dem Paseo del Teniente Flomesta fallen wird, müssen sich die Marathon- und Halbmarathonstarter bis 9:30 Uhr gedulden.





