Murcias Marathon-Flair begeistert

Murcia Marathon 2026
Murcias Marathon-Flair begeistert

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.02.2026
Als Favorit speichern

Mit 11.000 begeisterten Läuferinnen und Läufern wurde am 1. Februar das spanische Marathonjahr gestartet. Zwar hatten der 10K Valencia Ibercaja am 11. Januar und der Medio Maratón de Sevilla am 25. Januar schon für hochklassige, ereignisreiche Rennen gesorgt, mit dem Maratón de Murcia Costa Cálida – kurz, dem Murcia Marathon – fand nun aber das erste große spanische Rennen statt, bei dem auch über die vollen 42,195 Kilometer gestartet werden konnte.

Die schönsten Bilder vom Murcia Marathon 2026 findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.

Unter den rund 11.000 gemeldeten Teilnehmenden befanden sich dieses Mal 1.526 Marathonläuferinnen und Marathonläufer. Die Mehrheit entschied sich jedoch für einen Start über die Halbmarathon- oder 10-Kilometer-Distanz. Schon um 8:45 Uhr fiel auf dem Paseo del Teniente Flomesta der erste Startschuss. Bei Temperaturen von knapp zehn Grad Celsius und Sonnenschein setzte sich das große Teilnehmerfeld der 10-Kilometer-Starter in Bewegung.

Murcia Marathon 2026
RUNNER'S WORLD

Natalie Wangler siegt vor Emilia Siltanen

Erneut am Start befand sich unter anderem Vorjahressiegerin Emilia Siltanen. 2025 hatte sie in 36:22 Minuten mit 1:21 Minuten Vorsprung souverän gewonnen. Nun bekam es die Finnin aber mit der 29-jährigen Deutschen Natalie Wangler (Roadrunners Südbaden) zu tun. In einem spannenden, von großer Fairness geprägten Duell setzte sich nach zehn schnellen Kilometern unter dem Jubel der spanischen Zuschauenden Natalie Wangler durch. Für sie stoppte die Uhr nach 36:18 Minuten, womit sie für die schnellste Zeit seit der offiziellen Vermessung der 10-Kilometer-Strecke des Murcia Marathons sorgen konnte. Siltanen (FK Studenterna) folgte in ebenfalls erstklassigen 36:27 Minuten auf dem Silber-Rang. Dritte wurde mit etwas Abstand Valentina Batani (37:42 Minuten).

Bei den Männern dominierte Jarkko Järvenpää aus Finnland. Der 39-Jährige, der seine 10-Kilometer-Bestzeit von 28:58 Minuten 2012 in Bremen laufen konnte, enteilte seiner Konkurrenz rasch und stürmte in der Folge einem ungefährdeten Sieg in 30:28 Minuten entgegen. Zweiter wurde Otmane Raougui (UCAM Cartagena, 31:58 Minuten). Im Duell um Platz drei landete Stuart Spencer (C. A Puerto Torrevieja) in 32:04 Minuten knapp vor dem zeitgleichen Viertplatzierten Nil Riudavets Victory.

Wanjiru und Stelmach jubeln vor der Kathedrale

Während vor der imposanten Kathedrale von Murcia auf der Plaza Cardenal Belluga im Sekundentakt gefinisht wurde, fiel um 9:30 Uhr wenige hundert Meter weiter vor dem Rathaus Murcias der zweite Startschuss. Die Strecke führte an verschiedenen Attraktionen Murcias vorbei. Mehrfach wurde parallel des Ufers des Río Segura gelaufen und dieser gleich von den Marathonläufern gleich doppelt über die eiserne Brücke „Puente de Hierro“ überquert. Auch einen Blick auf die Christusstatue „Cristo de Monteagudo“ konnten die Teilnehmenden auf der Strecke aus der Ferne erhaschen.

Murcia Marathon 2026
RUNNER'S WORLD

Weniger einen Blick für die abwechslungsreiche Schönheit der Strecke hatten die Schnellsten. Indem Vorjahressieger Bilal Marhoum, mit dem der spätere Sieger Peter Kariuki Wanjiru bis über die erste Rennhälfte hinaus unterwegs war, aussteigen und auch andere Mitstreiter dem hohen Tempo Tribut zollen mussten, war der Weg zum Marathonsieg für den 43 Jahre alten Kenianer frei. Das Zielband durchlief er nach 2:16:51 Stunden. Der Brite William Strangeway (Lincoln Wellington AC) wurde wie im Vorjahr Zweiter. In 2:18:40 Stunden lief er einmal mehr nah an seine 2022 in Manchester aufgestellte Marathon-Bestzeit von 2:18:02 Stunden heran. Auf den letzten Kilometern sicherte sich dahinter Redouan Nouini (Virgen de Belen) in 2:22:42 Stunden noch Rang drei.

Ein spannendes Duell war bei den Frauen zu erwarten. Die Polin Dominika Stelmach (ASD Running Sicily) traf dabei auf die britische Vorjahressiegerin Melissah Gibson (100 Marathon Club Espana). Schon nach zehn Kilometern hatte Stelmach einen Vorsprung von 45 Sekunden, bei der Halbmarathonmarke gar 2:47 Minuten. Auch auf der zweiten Hälfte wuchs der Vorsprung weiter an. Am Ende gewann Stelmach in 2:36:35 Stunden vor Gibson (2:41:25 Stunden). Dritte wurde die belgische Marathon-Meisterin des vergangenen Jahres, Leentje Hellemans (2:48:21 Stunden). Keely Smith (West Cheshire AC) holte auf der zweiten Hälfte noch sichtlich auf, folgte schließlich aber mit 20 Sekunden Rückstand auf Platz vier.

Murcia Marathon 2026
RUNNER'S WORLD

Schnelle Zeiten konnten beim Murcia Marathon 2026 auch über die 21,1 Kilometer lange Halbmarathondistanz erreicht werden. Hier setzten sich Sanson Kipyegon und Oumaima Saoud (Biegajzelasrim.pl) in 1:03:05 bzw. 1:11:58 Stunden durch. Nur knapp dahinter komplettierten Kelvin Chirchir (1:03:06 Stunden) und Hadout Moussab (Biegajzelasrim.pl, 1:03:20 Stunden) das Halbmarathon-Gesamtpodest der Männer. Bei den Frauen gelang dies Katherine Tisalema Puruncaja (1:12:12 Stunden) und Fatiha Asmid (Biegajzelasrim.pl, 1:13:13 Stunden). Egal, ob schnell oder langsam, auf der Plaza Cardenal Belluga wurden im Schatten der Kathedrale von Murcia alle begeistert von den Zuschauern empfangen.