Bei der zehnten Auflage der Nacht der Zehner Hamburg ging es nach der abgeschlossenen Modernisierung des Hammer Parks zurück in den Hamburger Osten, auch wenn sich die Jahnkampfbahn zwischenzeitlich als gute Alternative präsentiert hatte. Zurück im Hammer Park ging es bei der Nacht der Zehner Hamburg 2026 einmal mehr um diverse Meistertitel. So fanden die gemeinsamen 10.000-Meter-Meisterschaften von Hamburg und Schleswig-Holstein statt, aber auch die Norddeutschen Meisterschaften wurden im Rahmen des beliebten Bahn-Events zum wiederholten Male ausgetragen.
Die schönsten Bilder von der Nacht der Zehner Hamburg 2026 findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
Aufgeteilt auf sieben Läufe waren ab 14:30 Uhr tolle Leistungen zu sehen. Gleich zu Beginn konnte dank Joachim Krüttgen (Hamburger Sportclub) ein neuer Hamburger Rekord verkündet werden. Mit seiner Siegzeit von 44:04,53 Minuten lief er die schnellste M75-Zeit der Hamburger Laufgeschichte. Die bisherige Bestmarke stand seit 2014 bei 47:07,50 Minuten. Auch wenn er sich über seine Rekordzeit freute, betonte er, dass er einerseits lieber auf der Straße laufen würde und für ihn gleichzeitig das Gesundbleiben beim Laufen stets im Vordergrund stehen würde. Ebenfalls für einen Rekord sorgte auch W65-Athletin Silke Gielen (SV Grün-Weiß Harburg). Sie verbesserte den 1981 aufgestellten Altersklassenrekord auf 51:13,61 Minuten.

Joachim Krüttgen sorgte für einen neuen Hamburger M75-Altersklassenrekord.
Anton Saar knackt Weldays Rekord
Die schnellsten Zeiten des Tages wurden dann aber im siebten und letzten Rennen gelaufen. Anton Saar (Erfurter LAC) ging mit einer Meldezeit von 29:29 Minuten ins Rennen und lief mit einem beeindruckenden Solo-Rennen zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 29:20,14 Minuten – sowie zum verdienten Gesamtsieg. Damit ist der deutsche U23-Meister nun auch die Nummer eins der deutschen Bestenliste in der Altersklasse MU23. Auch Haftom Weldays Event-Rekord von 29:54,50 Minuten unterbot Saar deutlich. Bemerkenswerterweise musste Anton Saar bei seinem Rekordlauf sogar auf den eingeplanten Tempomacher, der kurzfristig krankheitsbedingt passen musste, verzichten. „Ich wusste aber, dass ich das auch allein laufen kann“, betonte Saar nach den 25 Stadionrunden.

Anton Saar war im letzten Rennen des Abends am schnellsten.
Auch wenn alle anderen Läufer mindestens einmal vom 21-jährigen Anton Saar überrundet wurden, wurden auch dahinter herausragende Zeiten erreicht. So wurde der Gesamtzweite Olof Simman (Laufteam Hamburg) etwa in 30:42,07 Minuten Norddeutscher Meister. Auf den weiteren Plätzen folgten in beiden Wertungen Finn Schümann (Hamburg Running, 31:37,50 Minuten) und Rowan Orlijan-Rhyne (Laufteam Hamburg, 31:59,73 Minuten). Die Top 5 komplettierte wenig später Chris-Marvin Scheffler vom SV Turbine Neubrandenburg in 32:17,61 Minuten.
Kümpers sicherte sich den nächsten Titel
Bei den Frauen setzte sich Favoritin Julia Kümpers (LAC Kronshagen) durch. Sie hatte bereits die Norddeutschen Meisterschaften über 5.000 Meter gewonnen und zielte nun auf einen weiteren Titel ab. In 34:52,87 Minuten lief sie der Konkurrenz ebenfalls sichtlich davon und gleichzeitig als einzige Frau unter der magischen 35-Minuten-Marke. Zweite wurde Manon Martsch (VfL Eintracht Hannover, 35:40,40 Minuten), Dritte Sonja Lindemann (LG Wedel-Pinneberg, 35:56,51 Minuten). Knapp an einer Top-3-Platzierung vorbei lief hingegen die Niederländerin Femke Yska (AV Horror, 35:59,69 Minuten). Fünfte wurde Tanya Schulz (SV Rosche, 37:50,53 Minuten).





