Schon zum 50. Mal fand am zweiten Advent der Nikolauslauf Tübingen statt. Beim traditionsreichen Halbmarathon mit rund 300 Höhenmetern erreichten 3.288 Läuferinnen und Läufer das Ziel und sorgten damit wie 2024 für einen Finisherrekord. Damit bestätigte der Nikolauslauf einmal mehr seinen Status als eines der beliebtesten Laufevents zum Jahresausklang in Süddeutschland.
Die schönsten Bilder vom Nikolauslauf Tübingen 2025 findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
Sportlich bot das Rennen hochklassige Leistungen. Bei den Frauen setzte sich erstmals Antonia Schiel durch. Die 27-Jährige vom LAV Stadtwerke Tübingen lief in 1:16:50 Stunden nicht nur zum Sieg, sondern stellte zugleich einen neuen Streckenrekord auf. Hinter ihr folgte Sabrina Mockenhaupt-Gregor (1:23:13 Stunden), die ihren 45. Geburtstag am Vortag gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Markus gefeiert hatte und nun Seite an Seite mit ihm das Rennen absolvierte. Dritte wurde Antonia Seeger (1:23:28 Stunden), die nur wenige Sekunden vor Hanna Klein ins Ziel kam.

Sabrina Mockenhaupt-Gregor lief gemeinsam mit ihrem Bruder Markus.
Spannendes Duell mit besonderem Ausgang
Bei den Männern entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen den beiden Vereinskollegen Lorenz Baum und Dominik Notz vom LAV Stadtwerke Tübingen. Während Notz an den Anstiegen immer wieder attackierte, konnte Baum auf den flacheren Abschnitten kontern. Erst kurz vor dem Ziel fiel die Entscheidung oder besser gesagt eine besondere Einigung. Bei Kilometer 20 beschlossen beide: „Wir laufen gemeinsam ins Ziel.“ In 1:08:36 Stunden überquerten sie zeitgleich die Ziellinie, erhielten beide die Goldmedaille und sorgten für einen der denkwürdigsten Momente der Veranstaltung. Für Baum bedeutete es bereits den dritten Sieg in Folge, für Notz den ersten Erfolg in Tübingen inklusive lebenslangem Startrecht.
Abseits der Spitzenleistungen herrschte auf und neben der Strecke beste Stimmung. Zahlreiche Zuschauer säumten den Kurs, viele Finisher zeigten sich begeistert von Organisation und Atmosphäre. Dass beides in Tübingen seit Jahren auf hohem Niveau funktioniert, ist kein Zufall. Für das langjährige Engagement des Organisationsteams überreichte WLV-Präsident Dieter Schneider eine Urkunde an Projektleiter und Vereinsvorsitzenden Gerold Knisel, der selbst ebenfalls am Lauf teilnahm. „Das geht nur, wenn man sich auf das Helferteam zu 100 Prozent verlassen kann“, erklärte Knisel zufrieden vor dem Startschuss.
Neben dem Halbmarathon standen auch weitere Wettbewerbe auf dem Programm. Über die 10-Kilometer-Distanz finishten 455 Teilnehmende, während beim Schulprojekt der Tübinger Gymnasien rund 250 Oberstufenschülerinnen und -schüler auf einer flachen Strecke entlang des Neckars ins Ziel kamen. Das vollständig ehrenamtlich organisierte Event des Post-SV Tübingen war bei seiner 50. Auflage innerhalb weniger Tage ausgebucht.





