Deutsche Marathonläufer im Rennen um die EM-Startplätze

Leichtathletik-EM
Deutsche Läufer im Rennen um die EM-Startplätze

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.04.2026
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Deutsche Läufer im Rennen um die EM-Startplätze
Foto: Victah Sailer

Zum vorerst letzten Mal werden im August die Marathonläufe bei den Europameisterschaften im Rahmen der traditionellen Sommer-Titelkämpfe stattfinden. Der europäische Leichtathletik-Verband will das Straßenrennen zukünftig ausschließlich in die Straßenlauf-EM integrieren, die bereits im April 2025 ihre Premiere hatte. Besonders die Marathonläufe waren dort jedoch schwach besetzt.

Für die EM-Rennen am 16. August in Birmingham sind die Normen mit 2:09:30 (Männer) beziehungsweise 2:27:00 (Frauen) relativ „weich“. Da bei den Europameisterschaften ein Team-Wettbewerb (Europa-Cup) integriert ist, können bis zu sechs Läufer vom Deutschen Leichtathletik-Verband nominiert werden. Bereits acht deutsche Männer haben im Nominierungszeitraum, der Ende Januar 2025 begann und nun am 30. April endet, die gefragte Zeit unterboten:

2:04:03 Amanal Petros Hannover 96 Valencia 7.12.2025

2:06:29 Samuel Fitwi Silvesterlauf Trier Hannover 6.4.2025

2:06:45 Hendrik Pfeiffer Düsseldorf Athletics Valencia 7.12.2025

2:07:23 Richard Ringer LC Rehlingen Hamburg 27.4.2025

2:08:11 Filimon Abraham LG Telis Finanz Regensburg Sevilla 23.2.2025

2:08:13 Haftom Welday TB Hamburg Eilbeck Barcelona 15.3.2026

2:08:22 Nils Voigt TV Wattenscheid Amsterdam 19.10.2025

2:08:55 Simon Boch LG Telis Finanz Regensburg Valencia 7.12.2025

Im Jahr 2025 gelaufene Normen können in diesem Jahr mit einer Halbmarathon-Leistung bestätigt werden. Dafür wurde eine Zeit von 62:30 Minuten festgesetzt. Die folgenden Athleten haben diese Bestätigung der Norm bisher erfüllt: Richard Ringer, Samuel Fitwi, Amanal Petros, Hendrik Pfeiffer und Nils Voigt.

Bei den Frauen haben bisher drei Läuferinnen die Norm von 2:27:00 unterboten. Allerdings können aufgrund des Team-Wettbewerbes bis zu vier Athletinnen auch ohne Norm nominiert werden, sofern zumindest zwei andere, nominierte Läuferinnen die Richtzeit unterboten haben. Bei einer Team-Nominierung wären beim derzeitigen Stand die folgenden Athletinnen die schnellsten sechs im Qualifikationszeitraum:

2:22:17 Fabienne Königstein MTG Mannheim Berlin 21.9.

2:23:16 Domenika Mayer LG Telis Finanz Regensburg Berlin 21.9.

2:26:56 Laura Hottenrott PSV Grün-Weiß Kassel Düsseldorf 27.4.

2:28:11 Miriam Dattke LG Telis Finanz Regensburg Düsseldorf 27.4.

2:29:30 Deborah Schöneborn Marathon Team / SCC Berlin Hannover 6.4.

2:29:43 Nina Voelckel Laufteam Kassel Hannover 6.4.

Auch bei den Frauen kann die Norm aus dem vergangenen Jahr mit einer Halbmarathon-Leistung bis zum 30. April bestätigt werden. Hier muss zumindest eine Zeit von 71:30 Minuten erreicht werden. Domenika Mayer ist die einzige Läuferin aus dieser Gruppe, die diese Halbmarathon-Zeit bisher erreicht hat.