Themenspecial zum Coronavirus
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Coronavirus und die Folgen Olympische Spiele um rund ein Jahr verschoben

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden die Olympischen Spiele in Japan nicht wie geplant 2020 stattfinden. Derzeit scheint ein Termin in 2021 wahrscheinlich.

Die Olympischen Spiele in Tokio werden erst 2021 stattfinden. Dies vereinbarten der japanische Premierminister Shinzo Abe und er deutsche Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, in einem Telefonat. Abe erklärte dies gegenüber dem japanischen TV-Sender NHK.

Eigentlich sollten die Spiele vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 in Japan stattfinden, doch die Coronavirus-Pandemie machte Olympia in diesem Jahr zunichte. Wie NHK berichtet, hatte Bach dem Vorschlag von Abe zugestimmt, die Spiele um ungefähr ein Jahr zu verschieben. Demnach soll Olympia 2021 spätestens im Sommer stattfinden. Wie das IOC erklärte, soll die offizielle Bezeichnung weiterhin „Olympische Spiele 2020“ lauten.

Eine Verschiebung der Spiele hat es bisher noch nie gegeben

Überraschend schnell fiel am 24. März 2020 die Entscheidung, die Spiele zu verschieben. Noch zwei Tage zuvor hatte das IOC bekannt gegeben, innerhalb von vier Wochen eine Entscheidung zu treffen. Es ist das erste Mal in der olympischen Geschichte, dass die Sommerspiele verschoben werden. Ausgefallen ist Olympia bisher lediglich während der Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges: 1916, 1940 und 1944.

In der Telefonkonferenz, an der neben Shinzo Abe und Thomas Bach Vertreter des japanischen Organisationskomitees und des IOC teilnahmen, erklärten Japans Präsident und der IOC-Chef ihre Bedenken angesichts der Situation und deren weltweite Auswirkungen sowie die Folgen für die Athleten. In Tagen zuvor hatten immer mehr Funktionäre und Athleten gefordert, die Olympischen Spiele zu verschieben. Weder ließe sich das Qualifikationssystem für die Spiele aufrecht erhalten noch das Anti-Doping-System, argumentierten sie unter anderem. Viele Athleten haben zudem so gut wie keine Trainingsmöglichkeiten mehr. „Angesichts der noch nicht erlebten und nicht vorhersagbaren Ausweitung des (Corona-)Ausbruchs verschlechtert sich die Situation im Rest der Welt“, heißt es in einer Erklärung des IOC, in der zuvor ausdrücklich der Fortschritt der Japaner im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelobt wurde.

Gesundheit der Athleten und der internationale Gemeinschaft im Fokus

Die veröffentlichte, englische Erklärung des IOC lautet weiter wie folgt: „Gestern erklärte der Generaldirektor der World Health Organization (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass sich die COVID-19-Pandemie beschleunigt. Es gibt jetzt weltweit über 375.000 Fälle, sie sind in fast jedem Land und die Zahlen nehmen stündlich zu. Unter den derzeitigen Umständen und basierend auf den heutigen Informationen der WHO sind der IOC-Präsident und der Ministerpräsident Japans zu dem Schluss gekommen, dass die Spiele der XXXII Olympiade in Tokio auf ein Datum nach 2020, jedoch nicht später als Sommer 2021, verschoben werden müssen, um die Gesundheit der Athleten und all derer, die in die Olympischen Spiele involviert sind sowie der internationalen Gemeinschaft zu schützen. Die Verantwortlichen stimmten überein, dass die Olympischen Spiele von Tokio als Symbol der Hoffnung für die Welt in diesen schweren Zeiten stehen können, und dass das Olympische Feuer das Licht am Ende des Tunnels sein kann, in dem sich die Welt zurzeit befindet. Deswegen wurde vereinbart, dass das Olympische Feuer in Japan bleibt. Es wurde zudem beschlossen, dass die Spiele den Namen ,Olympische und Paralympische Spiele Tokyo 2020’ behalten.“

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