Amanal Petros beim Valencia-Marathon 2022 Norbert Wilhelmi

Petros will die Stundenmarke angreifen

RAK-Halbmarathon 2022 Petros will die Stundenmarke angreifen

Beim Halbmarathon in Ras Al Khaimah werden Amanal Petros und zahlreiche Weltklasseathleten nach schnellen Zeiten greifen.

Mit dem Weltrekordler Jacob Kiplimo und dem deutschen Rekordler Amanal Petros wird am Sonnabend der Ras Al Khaimah-Halbmarathon gestartet. Das Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist hochklassig besetzt, nachdem vor kurzem die Corona-Einreiseregelungen in den Emiraten deutlich erleichtert wurden und keine Quarantäne mehr für Einreisende aus Kenia und Äthiopien nötig ist. Diese hätte auch Amanal Petros betroffen, da er direkt aus dem Höhentraining in Kenia nach Ras Al Khaimah gereist ist.

Im Männerrennen stehen gleich neun Läufer auf der Startliste, die bereits unter 59:00 Minuten gelaufen sind. Angeführt wird die Liste von Jacob Kiplimo (Uganda), der in Lissabon im vergangenen November den Weltrekord mit einer Zeit von 57:31 Minuten um eine Sekunde verbessert hatte. Der amtierende Halbmarathon-Weltmeister und Crosslauf-Vize-Weltmeister Kiplimo will nach Angaben der Veranstalter in Ras Al Khaimah seinen eigenen Weltrekord angreifen. In Lissabon hatte der erst 21-Jährige diese Zeit praktisch im Alleingang erreicht.

In dem Wüsten-Emirat wird am Sonnabend mit Alexander Mutiso der viertschnellste Halbmarathon-Läufer aller Zeiten zu den Konkurrenten von Jacob Kiplimo zählen. Der Kenianer lief 2020 in Valencia 57:59. Im vergangenen Jahr triumphierte in Spanien sein Landsmann Abel Kipchumba mit 58:07. Er wird ebenfalls in Ras Al Khaimah starten wie Philemon Kiplimo. Die Bestzeit des Kenianers ist mit 58:11 nur vier Sekunden langsamer als die von Kipchumba.

Zum ersten Mal läuft Amanal Petros (TV Wattenscheid) bei dem Rennen in Ras Al Khaimah, das von den Veranstaltern als schnellster Halbmarathon der Welt bezeichnet wird, jedoch in der Rangliste zurzeit hinter Valencia liegt. Im vergangenen Oktober lief Amanal Petros in Valencia mit 60:09 Minuten einen deutschen Rekord, den er nun offenbar auf eine Zeit von unter einer Stunde drücken möchte. Doch greift Amanal Petros nach mehr? In einer Meldung der Organisatoren heißt es, dass er den Europarekord von Julien Wanders im Auge hat. Der Schweizer lief 2019 in Ras Al Khaimah 59:13.

Für das Rennen der Frauen stehen drei Läuferinnen mit Bestzeiten von unter 65:00 Minuten auf der Startliste. Nachdem das Rennen im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, kehrt Ababel Yeshaneh als Titelverteidigerin zurück nach Ras Al Khaimah. Die Äthiopierin hatte 2020 mit einer Weltrekordzeit von 64:31 gewonnen. Die globale Bestzeit wurde jedoch inzwischen von Letesenbet Gidey (Äthiopien) deutlich verbessert und dürfte mit 62:52 wohl außer Reichweite liegen. Ababel Yeshaneh muss sich am Sonnabend unter anderen mit zwei ehemaligen Bahnläuferinnen auseinandersetzen. Die 5.000-m-Weltmeisterin Hellen Obiri (Kenia) erreichte im Halbmarathon bereits 64:51, die 1.500-m-Weltrekordlerin Genzebe Dibaba (Äthiopien) lief bei ihrem Debüt auf Anhieb 65:18.

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