Wutti und Hollaus wiederholen Heimsiege in Salzburg

Salzburg-Marathon
Wutti und Hollaus wiederholen Heimsiege

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.05.2026
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Wie schon 2025 hießen die Sieger des Salzburg-Marathon auch 2026 Eva Wutti und Lukas Hollaus. Bei idealen Laufbedingungen liefen beide in der Mozartstadt groß auf. Eva Wutti gelang dabei sogar eine Verbesserung ihres Salzburger Landesrekords auf herausragende 2:36:22 Stunden. Lukas Hollaus hatte hingegen wegen muskulärer Probleme mit Schmerzen zu kämpfen. Der Salzburger biss jedoch auf die Zähne und siegte so am Ende unter frenetischem Jubel in 2:22:00 Stunden. Aber auch für die Kärntnerin Wutti war es erneut eine Art Heimsieg, schließlich startet sie für den Salzburger Verein „Club RunAustria“.

Eine Auswahl der schönsten Bilder vom Salzburg-Marathon 2026 findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.

„Es war ein tolles Rennen. Großen Dank an die Veranstalter, die Zuschauer und an meinen Pacemaker. Ich bin sehr dankbar, dass alles so aufgegangen ist. Es ist ein schönes Gefühl und wichtig zu sehen, dass der Aufwand nicht umsonst war“, so die 37-Jährige, deren Trainer Johannes Langer, der Veranstalter des Salzburg-Marathons, ist. Besonders interessant: Für Eva Wutti war das Rennen der zweite Marathon binnen vier Wochen. Am 19. April war sie beim Vienna City Marathon Zehnte geworden. Nach diesem Marathon-Doppelschlag steht nun erstmal die Regeneration im Vordergrund: „Ich werde die Beine einmal hochlegen. Die weitere Planung lasse ich noch auf mich zukommen. Ich möchte jedenfalls nochmals deutlich schneller laufen als heute“, so Wutti.

Platz zwei gingen bei den Frauen an Karima Harris aus London, die als W55-Athletin bemerkenswerte 2:49:09 Stunden laufen konnte. Dritte wurde derweil Sophie Schnieders von Munich Athletics. Sie benötigte 2:55:35 Stunden.

Salzburg feiert Lukas Hollaus

Frenetisch gefeiert wurde aber auch Lukas Hollaus (Union Salzburg Leichtathletik). „Ich habe mich super gefühlt und gehofft, dass ich meine Muskelprobleme der letzten Wochen im Wettkampf ausblenden kann. Das war leider nicht der Fall. Bis Kilometer 20 bin ich trotzdem eine richtig gute Pace gelaufen“, so der ehemalige Triathlet. Wenig überraschend konnte er das Tempo seiner im Vorjahr aufgestellten Bestzeit (2:17:20 Stunden) nicht erneut laufen. „Es war heute mein erster Marathon, der nicht rund gelaufen ist. Üblicherweise sagt man, dass der Marathon ab Kilometer 30 hart wird, aber diesmal war es für mich schon viel früher so. Die Muskulatur hat zugemacht, es war ein langer Kampf. Das Publikum hat mich zum Schluss aber toll angetrieben. Ich bin froh, dass ich es ins Ziel geschafft habe“, so Hollaus.

PUMA Salzburg Marathon / Alexander Schwarz

Nur 51 Sekunden hinter dem Titelverteidiger sicherte sich der US-Amerikaner Joe Maguire in 2:22:51 Stunden Platz zwei. „Den Salzburg Marathon habe ich wegen der Geschichte der Stadt ausgewählt. Ich bin in Europa auf Urlaub und werde nun eine Woche hierbleiben. Die Veranstaltung ist top, sehr freundlich und stimmungsvoll“, resümierte der ebenfalls glückliche Zweitplatzierte. Komplettiert wurde das Marathon-Gesamtpodest dieses Mal durch Lukas Eder (Triathlon Mattigtal, 2:35:52 Stunden).

Reichl vor Herzog, Birglechner vor Hansen

Über die halbe Marathondistanz sorgte Paul Reichl (Union Salzburg Leichtathletik) in 1:09:30 Stunden für die schnellste Zeit des Tages. „Die Fans in der Stadt waren super, das gibt einen Push. Bis zehn Kilometer war es noch ganz in Ordnung, dann habe ich keine echte Leistung mehr bringen können“, zeigte sich Reichl selbstkritisch.

Den Frauen-Sieg sicherte sich die 21 Jahre alte Theresa Birglechner (1:20:32 Stunden) – ihr erster Sieg bei einem großen Rennen. „Ich war sehr konzentriert, für mich war es ein Lauf wie in einem Tunnel. Das Finale in der Altstadt mit den vielen Fans war dann ein echtes Highlight. Es war ein hartes Rennen, ich bin zu schnell gestartet. Auch wenn ich mein Ziel nicht geschafft habe, war die Stimmung top“, so Birglechner, die momentan Studentin der Veterinärmedizin ist und sich über eine neue persönliche Bestzeit freuen durfte, wenngleich es nicht zur angestrebten Zeit von unter 1:20 Stunden reichen sollte.

Klasse waren unter anderem auch die Leistungen von Stefanie Hansen (Puma Family, 1:20:48 Stunden) und Amelie Schmalfuß (TSV Marquartstein, 1:25:35 Stunden). Nicht nur für ihn selbst, sondern auch für viele seiner zuschauenden Fans war auch Peter Herzogs zweiter Halbmarathon-Platz sehr erfreulich. In Salzburg kam die nationale Lauflegende nach 1:10:28 Stunden ins Ziel. Auf den Bronze-Rang lief der Pongauer Florian Ganitzer (LC Aufi & Owi Sport Wielander, 1:12:15 Stunden).

Genau 100 Länder vertreten

Auch wer lieber eine kürzere Distanz in Angriff nehmen wollte, kam in der schönen Mozartstadt nicht zu kurz. Beim 10K City Run liefen Philipp Obermüller (Sportunion Bad Leonfelden, 31:36 Minuten) und Julia Lange (38:55 Minuten) zu den Gesamtsiegen. Nach seinem 10-Kilometer-Sieg beim Vienna City Marathon war es bereits Obermüllers zweiter großer Sieg binnen weniger Wochen.

Generell war während der gesamten Woche der einmal mehr perfekt organisierten Lauffestspiele jede Menge geboten. 14.273 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus exakt 100 Nationen gingen an den Start und trugen ebenso wie ca. 65.000 Zuschauer zu einem großen emotionalen Lauffest bei. So konnten die Veranstalter am Ende des 23. Salzburg-Marathons zufrieden auf ein weiteres sehr erfolgreiches Event zurückblicken. „Diese Lauffestspiele haben gezeigt, wie stark Salzburg sein kann, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Bild arbeiten: eine Stadt in Bewegung, eine internationale Laufgemeinschaft, begeisterte Zuschauer und eine Atmosphäre, die man nicht künstlich erzeugen kann. Sie entsteht, wenn Sport, Kultur, Musik, Gastronomie und Stadtgesellschaft ineinandergreifen“, zogen Markus und Johannes Langer Bilanz.

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