Christian Eberl

400 Läufer genießen hochalpinen Laufspaß

Schlegeis 3000 Skyrace 2021 400 Läufer genießen hochalpinen Laufspaß

Drei spektakuläre Rennen waren Teil des Schlegeis 3000 Skyrace 2021. Auch deutsche Läufer überzeugten.

Nach 2019 fand das Schlegeis 3000 Skyrace Ende Juli 2021 zum zweiten Mal statt. Beim Rennen im hochalpinen Gelände waren rund 400 Läufer aus fast 20 Ländern am Start. 131 von ihnen nahmen die anspruchsvolle Skyrace-Strecke in Angriff. Mit gut 200 Läufer war der Speedtrail am beliebtesten. Ein Grund hierfür war, dass über die 17 Kilometer (1.200 Höhenmeter) auch die Österreichischen Meisterschaften ausgetragen wurden. Auch wenn das erste Schlegeis 3000 Skyrace erst zwei Jahre zurückliegt, konnte sich das Laufevent mit der zweiten Auflage seinen festen Platz unter den interessanten Trailrunning-Events in den Alpen sichern.

Johannes Hinterseer sorgt für deutschen Skyrace-Sieg

Mit einer herausragenden Leistung lief Johannes Hinterseer beim Schlegeis 3000 Skyrace 2021 über die Skyrace-Distanz zum verdienten Sieg. Da das Skyrace 2019 wetterbedingt nicht auf der Originalstrecke stattfinden hatte können, feierte die eigentliche Strecke nun Premiere. Nach 4:08:10 Stunden kam Hinterseer als erster Läufer ins Ziel. Gut 20 Minuten später folgte nach 4:28:19 Stunden der 25 Jahre alte Michael Zweigart, der den deutschen Doppelsieg perfekt machte. Auf Platz drei landete mit Tobias Geiser (4:34:50 Stunden) der erste Österreicher.

Bei den Frauen setzte sich Stephanie Kröll durch, die auf den ersten knapp sieben Kilometern noch fast drei Minuten langsamer als die Belgierin Charlotte Dewilde gelaufen war. Bereits auf dem zweiten Streckenabschnitt drehte sich das Rennen dann jedoch, sodass Kröll am Ende in 4:59:12 Stunden souverän gewann. Ihre österreichische Landsfrau Edith Zell wurde in 5:38:46 Stunden Zweite, Charlotte Dewilde in 5:55:08 Stunden Dritte.

Herrmann und Kreidl beim Speedtrail am schnellsten

Die beliebteste Distanz, den Speedtrail, gewannen der Österreicher Jakob Herrmann (1:44:32 Stunden) und die Italienerin Renate Kreidl (2:15:43 Stunden). Die Plätze zwei und drei gingen an Hannes Perkmann aus Italien (1:45:58 Stunden) und Sven Koch aus Deutschland (1:56:41 Stunden) sowie die 45-jährige Deutsche Anja Kobs (2:24:35 Stunden) und die 18 Jahre jüngere Österreicherin Sophia Moosbrugger (2:27:08 Stunden). Mit seinem Gesamtsieg sicherte sich Herrmann auch den nationalen Meistertitel. Bei den Frauen durfte sich Sophia Moosbrugger über den Österreichischen Meistertitel freuen.

Das 4,9 Kilometer lange Vertical Race, bei dem es 1.060 Höhenmeter zu bewältigen galt, setzten sich bereits am Vortag vor den beiden längeren Rennen Hannes Perkmann (50:27 Minuten) knapp vor Manuel Zorn (50:30 Minuten) und Daniel Zugg (50:44 Minuten) bzw. Stephanie Kröll (57:45 Minuten) vor Johanna Hiemer (1:03:54 Stunden) und Anja Kobs (1:06:38 Stunden) durch. Auffällig war, dass gleich mehrere der beim Vertical Race erfolgreichen Athleten auch einen Tag später auf dem Gesamtpodest landen konnten, so beispielsweise die Deutsche Anja Kobs.

OK-Chef Eberl zufrieden

„Wir freuen uns schon richtig darauf, im nächsten Jahr wieder viele begeisterte Skyrunner bei uns im Zillertal begrüßen zu dürfen. Es war wahnsinnig schön die Läufer bei stabiler Wetterlage auf unsere Originalstrecke schicken zu dürfen“, erklärte Roland Eberl, OK-Team Chef Schlegeis 3000 Skyrace. „Im kommenden Jahr sind wir richtig gespannt ob die diesjährigen Zeiten unterboten werden können.“

Dieser Artikel kann Links zu Anbietern enthalten, von denen RUNNER'S WORLD eine Provision erhält. Diese Links sind mit folgendem Icon gekennzeichnet:
Zur Startseite