BOclassic Südtirol 2021 BOclassic, Daniele Mosna
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Dawit Seyaum läuft Streckenrekord in Bozen

Silvesterläufe 2021 Dawit Seyaum läuft Streckenrekord in Bozen

Während in Südtirol Streckenrekorde angegriffen wurden, lief Konstanze Klosterhalfen in Köln 31:10 Minuten.

Mit einem Streckenrekord krönte Dawit Seyaum den Silvesterlauf in Bozen, der erstmals seit 2019 wieder in der beschaulichen Innenstadt stattfand. Vor einem Jahr musste das Rennen aufgrund der Corona-Pandemie auf eine Kart-Rennbahn ausweichen. Die Äthiopierin Seyaum gewann das 5-km-Rennen in 15:22 Minuten. Über 10 km siegte ihr Landsmann Tadese Worku, der auch unter dem Namen Gebresilase bekannt ist, in 28:18 Minuten. Die einzige deutsche Eliteläuferin die in Südtirol an den Start ging, war Rabea Schöneborn. Die Berlinerin der LG Nord belegte Rang neun in 16:44 Minuten.

Der Bozener Silvesterlauf ist meist das bestbesetzte Rennen weltweit zum Jahresabschluss. In diesem Jahr allerdings mussten die Veranst alter kurzfristig den Ausfall von 17 Topathleten aufgrund positiver Corona-Tests hinnehmen. Das betraf damit rund die Hälfte des gesamten Elitefeldes.

Die schönsten Bilder vom Bozener Silvesterlauf BOclassic Südtirol 2021 finden Sie in der Bildergalerie oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.

Vor dem Startschuss für das Frauenrennen wurde in Bozen mit einer Schweigeminute an Agnes Tirop erinnert. Die kenianische Weltklasseläuferin, die 2017 in Bozen den bisherigen Streckenrekord von 15:30 Minuten aufgestellt hatte, war im Oktober in ihrem Haus in Kenia einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen.

Erwartungsgemäß kam es im 5-km-Rennen zu einem Zweikampf der kenianischen 3.000-m-Hindernisspezialistin Norah Jeruto und der Äthiopierin Dawit Seyaum, die mit einer Bestzeit von 14:39 Minuten die schnellste Läuferin auf der geschrumpften Startliste war. Noch eingangs der letzten von fünf Runden lagen die beiden Afrikanerinnen zusammen mit deutlichem Vorsprung an der Spitze. Auf den letzten 500 Metern hatte Dawit Seyaum dann das bessere Sprintvermögen und gewann in 15:22 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung vor Norah Jeruto (15:24). Damit verbesserte die 25-Jährige den Streckenrekord, den Margaret Kipkemboi (Kenia) vor zwei Jahren in Bozen bereits eingestellt hatte, um acht Sekunden. „Ich bin sehr froh über diesen Streckenrekord in Bozen“, sagte Dawit Seyaum. Dritte wurde die Italienerin Nadia Battocletti, die in der Anfangsphase des Rennens noch mit den Afrikanerinnen mitgelaufen war. Sie war nach 15:55 im Ziel.

Für Rabea Schöneborn (LG Nord Berlin) war das Tempo im vorderen Bereich des Feldes erwartungsgemäß deutlich zu schnell. Sie lief eine Zeit von 16:44 Minuten und belegte damit Rang neun. „Die Strecke ist aufgrund der vielen Kurven und Kopfsteinpflaster-Passagen sicher nicht die schnellste, das kam mir nicht entgegen. Aber es hat Spaß gemacht, aus dem Training heraus hier zu laufen“, sagte Rabea Schöneborn, für die der große Höhepunkt 2022 der Europameisterschafts-Marathon in München werden soll. „Ich habe zwar die Qualifikationszeit unterboten, werde aber im Frühjahr noch einen Marathon laufen.“

Eine ähnliche Rennentwicklung wie bei den Frauen gab es im nachfolgenden 10-km-Lauf der Männer-Elite. Hier setzten sich die beiden Äthiopier Tadese Worku und Tamirat Tola, der in Bozen bereits 2018 gewonnen hatte, frühzeitig vom Feld ab. Dabei lief allerdings der erst 19-jährige Worku schnell mit ein paar Metern Vorsprung vor seinem erfahrenen Landsmann. Tola, der im Herbst den Amsterdam-Marathon gewonnen hatte, ließ den Abstand lange Zeit nicht größer werden als zwei bis drei Sekunden und hatte so auf dem engen Rundkurs durch die Bozener Altstadt Worku stets im Blick. Doch im letzten Viertel des Rennens hatte Tadese Worku die besseren Reserven und konnte den Vorsprung noch einmal vergrößern. Der 3.000-m-Junioren-Weltmeister Worku gewann schließlich in 28:18 Minuten vor Tola, der nach 28:26 im Ziel war. „Es war ein guter Wettkampf bei einer schönen Veranstaltung“, sagte Tadese Worku.

Dritter wurde der Brite Thomas Mortimer in 29:23, der sicherlich von den zahlreichen Ausfällen im Elitefeld profitieren konnte und somit einen Podestplatz erreichte. Als Vierter folgte der Italiener Dario de Caro mit 29:27.

Zwei Youngster in Hannover vorne

Von den traditionellen und leistungssportlich relevanten Silvesterläufen in Deutschland blieb in diesem Jahr einzig das Rennen in Hannover übrig. Die anderen Top-Läufe wurden aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. In Hannover hatten die Veranstalter von „Eichels Event“, die auch den Hannover-Marathon veranstalten, ein entsprechendes Hygienekonzept umgesetzt, um das Rennen veranstalten zu können. Über mehrere Stunden hinweg starteten dort rund 500 Läufer in Kleingruppen - normalerweise sind es ein paar tausend. Die schnellsten Zeiten über die 6-km-Strecke um den Maschsee erreichten zwei 19-Jährige: Philipp Tabert (Eintracht Hannover) lief eine Zeit von 18:31 Minuten, Jasmina Stahl (Hannover 96) war nach 20:15 im Ziel.

Klosterhalfen stürmt in Köln zu 10-km-Topzeit

Konstanze Klosterhalfen lief beim Silvesterlauf des TuS Köln allen davon. Bei dem Rennen, das in früheren Jahren spitzensportlich keine Rolle gespielt hatte, stürmte die Läuferin von Bayer Leverkusen zu einer hochklassigen 10-km-Bestzeit von 31:10 Minuten. Dies war nicht nur ein Streckenrekord sondern auch die schnellste Zeit des Tages. Denn der Sieger des Männerrennens, Björn Juschka (LAV Stadtwerke Tübingen), lief 31:48.

Die 24-jährige Konstanze Klosterhalfen zeigte damit einmal mehr ihr enormes Potenzial über die Langstrecken - und dies in einer Jahreszeit, in der sie sicherlich nicht in bestmöglicher Form ist. In der Liste der schnellsten deutschen 10-km-Läuferinnen aller Zeiten schob sie sich am Silvestertag mit dieser persönlichen Bestzeit auf Rang drei. Den deutschen Rekord hält Melat Kejeta (Laufteam Kassel) mit 30:47. Irina Mikitenko war 2008 bereits eine Zeit von 30:57 gelaufen.

BOclassic Südtirol 2021: Die schönsten Bilder vom BOclassic Südtirol

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BOclassic / Remo Mosna
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