Vor 5.000 Zuschauern wurde das österreichische Peuerbach zum stimmungsvollen Schauplatz eines Laufsporttages der Extraklasse. Der 43. Silvesterlauf Peuerbach verzeichnete mit 1.194 Anmeldungen einen neuen Teilnehmerrekord und lieferte zugleich hochklassige Rennen mit spannenden Entscheidungen, bei denen auch deutsche und österreichische Athletinnen und Athleten überzeugten.
Bremm setzt sich ab und krönt sich zum Dreifach-Sieger
Im Lauf der Asse der Männer über 6.800 Meter entwickelte sich das erwartete Duell zwischen Deutschland und Österreich. Zunächst formierte sich eine größere Spitzengruppe, ehe Florian Bremm in der fünften von acht Runden das Tempo verschärfte und sich entscheidend absetzte. Der 25-Jährige vom LSC Höchstadt/Aisch gewann souverän in 19:09 Minuten und schrieb mit seinem dritten Silvesterlauf-Erfolg in Peuerbach in Serie Geschichte.
Die schönsten Bilder vom Silvesterlauf Peuerbach 2025 findet ihr oberhalb sowie unterhalb dieses Artikels.
„Das Triple war mein großes Ziel. Ich freue mich riesig, dass es geklappt hat“, sagte Bremm, der zehn Sekunden Vorsprung auf Raphael Pallitsch hatte, der in 19:19 Minuten als bester Österreicher Zweiter wurde. Der Peuerbach-Debütant zeigte sich begeistert von Atmosphäre und Kulisse: „Ich habe schon viel von der Stimmung in Peuerbach gehört, aber das live zu erleben, war einfach sensationell.“
Nur 0,2 Sekunden dahinter lief Robin Müller (LC Top Team Thüringen, 19:20 Minuten) auf Rang drei. Aus deutscher Sicht stark präsentierten sich zudem Niklas Buchholz (LSC Höchstadt/Aisch, 19:22 Minuten) und Sebastian Hendel (SCC Berlin, 19:40 Minuten), während Streckenrekordler Elzan Bibic das Rennen vorzeitig beenden musste.

Auf die schnellsten Frauen warteten 5,1 Kilometer, auf die männlichen Asse 6,8 Kilometer.
Premierensieg für Marusa Mismas Zrimsek
Auch das Frauenrennen über 5.100 Meter hielt, was die internationale Besetzung versprach. Marusa Mismas Zrimsek aus Slowenien setzte sich in einem packenden Finale durch und gewann in 15:46 Minuten vor Celestine Biwot und Titelverteidigerin Elena Burkard. Burkard lag dabei nur 2,2 Sekunden hinter der Siegerin zurück.
Die slowenische 3.000-Meter-Hindernis-Spezialistin hatte in Peuerbach bereits zwei dritte Plätze gesammelt. Nun gelang ihr unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus der Babypause der große Erfolg. Viertschnellste Läuferin war derweil Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg, 16:05 Minuten). Beste Österreicherin wurde Lotte Seiler auf Rang sechs. Dahinter folgten aus deutscher Sicht Linda Meier (LAV Stadtwerke Tübingen, 16:49 Minuten), Svenja Ojstersek (LG Telis Finanz Regensburg, 16:55 Minuten) und Kristina Hendel (SCC Berlin, 17:00 Minuten) auf den Plätzen sieben bis neun.
Teilnehmerrekord und stimmungsvolle Volksläufe
Neben den Elite-Rennen prägte vor allem die Breite des Feldes den Veranstaltungstag. Mit deutlich über 1.000 Finishern, fast 500 Nachwuchsläuferinnen und -läufern sowie rund 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Volkslauf war Peuerbach so stark besetzt wie nie zuvor.
„Wir haben heute wieder tolle Rennen erlebt“, sagte OK-Chef Carsten Eich und verwies auf den großen Einsatz von 120 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Auch Marion Gierlinger vom veranstaltenden Verein zog ein positives Fazit: „Das war heute ein wunderbarer Laufevent in Peuerbach, die Stimmung war großartig.“ So endete der Peuerbacher Silvesterlauf 2025 mit dem Gefühl, dass Peuerbach seinen Ruf als eine der bedeutendsten Silvesterlauf-Adressen Österreichs einmal mehr eindrucksvoll bestätigen konnte.












