Schlammschlacht in St. Pölten

Spartan Race St. Pölten
Schlammschlacht in St. Pölten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.07.2026
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Schlammschlacht in St. Pölten
Foto: Josef Bollwein

Mit Luca Pescollderungg war beim Spartan Race St. Pölten 2026 zu rechnen, das war davor schon klar. Welch Klasse der Italiener im OCR-Gelände hat, zeigte er in St. Plöten über die Königsdistanz eindrucksvoll. Beim traditionsreichen Trifecta-Wochenende spielte er seine ganze Klasse über 21 Kilometer und 30 gnadenlose Hindernisse aus. Die Uhr stoppte für ihn nach hervorragenden 1:50:33 Stunden. Den zweiten Platz sicherte sich der Österreicher Michael Sauer in 1:59:23 Stunden, Dritter wurde Serhii Levkun in 2:00:16 Stunden.

Auch bei den Frauen gab es auf der Beast-Distanz starke Leistungen zu bestaunen. Claudia Bongiovanni bestätigte eindrucksvoll ihre Favoritenrolle. Sie bezwang den Kurs zwischen dem Rathausplatz und Völtendorf in 2:17:00 Stunden und ließ der Konkurrenz so keine Chance. Die weiteren Podestplätze bei den Frauen gingen an die Deutsche Lena Weller (2:26:59 Stunden) und Daphne Spreen (2:30:46 Stunden).

Dramatisches Finale in St. Pölten

Auf der kürzeren Spartan Super Distanz über zehn Kilometer (25 Hindernisse) gaben die zahlreichen Teilnehmenden ebenfalls ihr Bestes. Bei den Männern feierte der Tscheche Roman Tóth nach einem dramatischen Fehler seines Kontrahenten Matteo Pelizza am allerletzten Hindernis – dem Speerwurf – in 56:56 Minuten den Tagessieg. Pelizza, der in die gefürchteten 30 Burpees musste, rettete nach einem packenden Sprint-Finish über den Feuersprung in 57:43 Minuten hauchdünn Silber vor dem drittplatzierten Nikolas Rakoci (57:47 Minuten). Bei den Frauen setzte sich Olivia Leitmeir in starken 1:12:36 Stunden durch. Ihr folgten Lokalmatadorin Stefanie Habeler in 1:14:25 Stunden auf Platz zwei sowie die Slowakin Tatiana Zboronova auf Rang drei.

Den knackigen Spartan Sprint über fünf Kilometer und 20 Hindernisse nutzten derweil zahlreiche Hobbysportler und OCR-Neulinge als perfekten Einstieg. Ein weiteres sportliches Highlight war zudem die Premiere der Military Trophy in Kooperation mit dem Österreichischen Bundesheer, bei der über 300 Soldatinnen und Soldaten in Vierer-Teams die schwere Super-Distanz im Zeichen von Kameradschaft und Teamgeist bezwangen.

Generationen in Bewegung und ein starkes Zeichen für die Region

Das Kühle-Nass- und Schlamm-Spektakel lockte insgesamt 5.623 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 32 Nationen in die niederösterreichische Landeshauptstadt. Ein besonderes Highlight war die gelungene Premiere des Spartan Kids Race, bei dem mit über 1.000 sportbegeisterten Kindern ein neuer Rekord aufgestellt wurde und St. Pölten offiziell zum größten Spartan Kids Race in ganz Europa machte.

Veranstalter Helge Lorenz zog ein rundum positives Resümee: „St. Pölten hat einmal mehr bewiesen, warum es der perfekte Schauplatz für Spartan ist: Die Energie der Community, der Support der Stadt und die Leistung der Athletinnen und Athleten waren absolut weltklasse. Danke an St. Pölten – wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr!“. Renndirektor Jan Lorenz ergänzte stolz: „Die Bedingungen waren perfekt und die Spartan-Community hat die Messlatte für diese Saison verdammt hoch gelegt!“. Auch Bürgermeister Matthias Stadler lobte die hervorragende Zusammenarbeit. Das nächstjährige Event ist bereits fest für das Wochenende vom 18. bis 20. Juni 2027 terminiert.