Starke Konkurrenz für Amanal Petros in London

Frühjahrs-Klassiker
Starke Konkurrenz für Amanal Petros in London

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.02.2026
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Sabastian Sawe
Foto: Victah Sailer

Hochklassige Rennen zeichnen sich bei den drei Frühjahrsläufen der World Marathon Majors-Serie ab. Bereits am 1. März macht der Tokio-Marathon den Anfang. Mit einigem Abstand folgen dann die Klassiker in Boston und London am 20. beziehungsweise 26. April.

Als Titelverteidiger wird Tadese Takele in Tokio an den Start gehen. Der Äthiopier gewann vor einem Jahr mit einer persönlichen Bestzeit von 2:03:23 Stunden. Mit dieser Zeit ist er jedoch nur der fünftschnellste Läufer auf Tokios Startliste. Das Feld wird angeführt von Timothy Kiplagat, der vor zwei Jahren in Tokio Zweiter war mit 2:02:55. Hinter dem Kenianer folgen der London-Marathon-Sieger von 2024, Alexander Mutiso (Bestzeit: 2:03:11), Vincent Negtich (beide Kenia/2:03:13) und der Berlin-Marathon-Sieger des Jahres 2024, Milkesa Mengesha (Äthiopien/2:03:17).

Brigid Kosgei ist die schnellste Frau auf der Startliste. Die frühere Weltrekordlerin aus Kenia hat eine Bestzeit von 2:14:04. Sie ist jedoch nicht unbedingt die Favoritin, denn zwei Äthiopierinnen sind sehr stark einzuschätzen: Hawi Feysa und Sutume Kebede gehen mit persönlichen Rekorden von 2:14:57 beziehungsweise 2:15:55 ins Rennen. Mit Rosemary Wanjiru (Bestzeit: 2:16:14) läuft zudem die Berlin-Marathon-Siegerin des vergangenen Jahres.

Traditionell starten beim Boston-Marathon die Titelverteidiger. So wird es auch in diesem Jahr sein, wenn das Rennen am 20. April zum 130. Mal stattfindet. John Korir gewann in Boston im vergangenen Jahr in hochklassigen 2:04:45 Stunden. Im Dezember steigerte er sich als Sieger des Valencia-Marathons dann auf 2:02:24. Sharon Lokedi brach 2025 den elf Jahre alten Streckenrekord. Die Kenianerin triumphierte in 2:17:22 und verbesserte die alte Marke damit gleich um über zweieinhalb Minuten.

Zum ersten Mal läuft Richard Ringer (LC Rehlingen/Bestzeit: 2:05:46) den Boston-Marathon. Es wird für den Europameister von 2022 das erste Rennen über die klassische Distanz seit der WM in Tokio im vergangenen September, wo er einen guten 13. Platz belegt hatte. Die schwere Strecke des Boston-Marathons kennt Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics/2:06:45) bereits. Er hatte dort vor drei Jahren Rang 16 belegt und kehrt nun zurück zu dem Klassiker.

Großer Marathon-Showdown in London

Der Marathon-Frühjahrs-Höhepunkt wird einmal mehr in London stattfinden. Dabei ist das Frauenfeld noch etwas spektakulärer besetzt als jenes der Männer: Sifan Hassan, die holländische Olympiasiegerin von 2024 und Europa-Rekordlerin (Bestzeit: 2:13:44) trifft auf die Olympiasiegerin von 2021 und aktuelle Weltmeisterin, Peres Jepchirchir (Kenia/2:14:43). Beide müssen sich mit der Londoner Titelverteidigerin Tigst Assefa (Äthiopien/2:11:53) auseinandersetzen, die vor einem Jahr an der Themse einen Weltrekord für reine Frauenrennen - ohne männliche Tempomacher - aufstellte (2:15:50). Die Valencia-Siegerin Joyciline Jepkosgei (2:14:00) sowie die Olympia-Dritte von 2024, Helen Obiri (beide Kenia/2:17:41), starten ebenfalls an der Themse. Erstmals seit ihrem sensationellen dritten Platz beim WM-Marathon in Tokio wird Julia Paternain (Uruguay/2:27:09) wieder ein Rennen über die 42,195 km laufen.

Bei den Männern trifft der Olympiasieger von Paris 2024, Tamirat Tola (Äthiopien/2:03:39), auf die beiden zuletzt schnellsten Marathonläufer der Welt: Sabastian Sawe (Kenia/2:02:05), der als Titelverteidiger startet, und Jacob Kiplimo (Uganda/2:02:23). Auch Deresa Geleta (Äthiopien/2:02:38) lief bereits unter 2:03:00 Stunden. Geoffrey Kamworor (Kenia/2:04:23), der vor wenigen Tagen bei seinem Sieg beim Ras Al Khaimah-Halbmarathon in den Vereinigten Arabischen Emiraten an seine besten Zeiten anknüpfte, und der 10.000-m-Weltrekordler Joshua Cheptegei (Uganda/2:04:52) können ebenfalls eine starke Rolle spielen. Außerdem läuft der Halbmarathon-Weltrekordler Yomif Kejelcha (Äthiopien/57:30) sein Marathon-Debüt. Die Konkurrenz wird für den Vize-Weltmeister Amanal Petros (Hannover 96) extrem stark sein. Der deutsche Marathon-Rekordler (2:04:03) ist der einzige deutsche Topläufer auf der Londoner Startliste.