Peres Jepchirchir und Alphonce Simbu, die Weltmeister von Tokio des vergangenen Jahres, werden am Sonntag beim Sydney-Marathon an den Start gehen. Das Rennen gehört seit dem vergangenen Jahr zur World Marathon Majors-Serie und ist in der Spitze deutlich stärker besetzt als zuvor.
Peres Jepchirchir geht als Favoritin ins Rennen. Die Kenianerin, die im Frühjahr auf den Start beim London-Marathon verletzungsbedingt verzichten musste, ist nicht nur Weltmeisterin. 2021 hatte sie auch bei den Olympischen Spielen in Japan Gold gewonnen. Mit ihrer Bestzeit von 2:14:43 Stunden ist Peres Jepchirchir die schnellste Läuferin auf der Startliste. Die Nummer zwei auf der Liste gehört zu den stärksten Herausforderinnen von Jepchirchir: Irine Cheptai, die 2017 den WM-Titel im Crosslauf gewonnen hatte, siegte bei ihrem Marathon-Debüt in Hamburg vor zwei Jahren und lief auf Anhieb starke 2:18:22. In der Zwischenzeit verbesserte sich die Kenianerin auf 2:17:51. Stark einzuschätzen ist in Sydney auch Shure Demise, die im April den Streckenrekord in Paris auf 2:18:34 verbesserte.
Insgesamt sechs Läuferinnen sind in Sydney am Start, die bereits unter 2:19:00 gelaufen sind. Vier weitere haben persönlichen Bestzeiten von unter 2:20:00. Nicht dabei ist die Titelverteidigerin und Streckenrekordlerin Sifan Hassan (Niederlande), die im vergangenen Jahr in 2:18:22 gewann. Sie bereitet sich langfristig auf den New York-Marathon vor.
Der Weltmeister Alphonce Simbu (Tansania) steigerte sich in diesem Frühjahr auf der nicht Rekord-konformen Strecke des Boston-Marathons als Zweiter auf 2:02:47 Stunden. Damit ist er aber nicht der schnellste Läufer im Feld. Diese Position hat Sisay Lemma inne, der einen persönlichen Rekord von 2:01:48 aufweist. Der Äthiopier, der in seiner Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, gewann zudem 2024 in beeindruckender Manier den Boston-Marathon. Starke Rennen in Boston sind ein gutes Zeichen für Sydney. Denn ähnlich wie der legendäre Kurs in den USA ist auch die Punkt-zu-Punkt-Strecke in Australien hügelig, insgesamt abfallend und daher nicht Rekord-konform. Die dort gelaufenen Zeiten können somit nicht als Bestzeiten anerkannt werden.
Mit den Kenianern Timothy Kiplagat (Bestzeit: 2:02:55) und Vincent Ngetich (2:03:13) sowie dem Äthiopier Dawit Wolde (2:03:48) sind noch drei weitere Läufer im Feld, die bereits Zeiten von unter 2:04:00 erreicht haben. Insgesamt 14 Athleten haben Bestzeiten von unter 2:05:00. Darunter ist auch der Vorjahressieger Hailemaryam Kiros (Äthiopien/2:04:35), der mit 2:06:06 der Streckenrekordler ist.
Die Favoriten mit persönlichen Bestzeiten
Männer
Sisay Lemma ETH 2:01:48Alphonce Simbu TAN 2:02:47Timothy Kiplagat KEN 2:02:55Vincent Ngetich KEN 2:03:13Dawit Wolde ETH 2:03:48Tebello Ramakongoana LES 2:04:18Seifu Tura ETH 2:04:29Gilbert Kibet KEN 2:04:31Hailemaryam Kiros ETH 2:04:35Chala Regassa ETH 2:05:06
Frauen
Peres Jepchirchir KEN 2:14:43Irine Cheptai KEN 2:17:51Magdalena Shauri TAN 2:18:03Stella Chesang UGA 2:18:26Vivian Cheruiyot KEN 2:18:31Shure Demise ETH 2:18:34Haven Hailu ETH 2:19:09Sharon Chelimo KEN 2:19:33Joyce Tele KEN 2:19:50Meseret Abebaayahu ETH 2:19:50





