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Tokio-Marathon offiziell abgesagt

Tokio-Marathon 2021 Tokio-Marathon offiziell abgesagt

Neben den Marathons in Frankfurt, Köln und Prag wird auch der Tokio-Marathon 2021 nicht stattfinden.

Der Tokio-Marathon wird am 17. Oktober nicht stattfinden. Dies gaben die Veranstalter des Rennens heute auf ihrer Webseite bekannt. Der größte Marathon in Japan wird damit aufgrund der Corona-Pandemie im zweiten Jahr in Folge als Massenrennen ausfallen. Im März 2020 hatte das Rennen nur als reiner Elitelauf stattgefunden. Ein derartiger Lauf ist für den 17. Oktober jedoch nicht vorgesehen. Der nächste Tokio-Marathon ist für den 6. März 2022 geplant. Bei dem Rennen hatten 2019 über 35.000 Läufer das Ziel erreicht.

Mit dem Tokio-Marathon fällt somit das erste Herbst-Rennen aus, das zu den World Marathon Majors (WMM) gehört. Die Frühjahrs-Läufe (Boston, Tokio, London) der hochklassigen Serie, die sich normalerweise über ein Jahr hinweg erstreckt, wurden in diesem Jahr komplett in den Herbst verschoben. Das Rennen in Berlin wird am 26. September den Anfang machen, und auch die folgenden Läufe sollen bis auf Tokio stattfinden: London (3. Oktober), Chicago (10. Oktober), Boston (11. Oktober) und New York (7. November).

Bereits im Sommer war zunächst bekannt geworden, dass beim Tokio-Marathon in diesem Jahr keine Läufer starten dürfen, die aus dem Ausland anreisen. Da in der japanischen Metropole aufgrund der Corona-Pandemie vor kurzem der Notstand verlängert wurde, sahen die Veranstalter des Marathons keine Möglichkeit, dass das Rennen stattfinden könnte.

Viele Rennen finden statt, Situation aber uneinheitlich

Der Blick auf den internationalen Straßenlauf-Kalender zeigt, dass in den nächsten Wochen etliche größere Rennen wieder stattfinden sollen - selbst wenn davon auszugehen ist, dass weniger Teilnehmer an den Start gehen werden als früher. Am vergangenen Wochenende war der Vienna City Marathon der erste große internationale Marathon, der mit einem starken Elitefeld und einem größeren breitensportlichen Feld wieder stattfand. In Deutschland wurden zeitgleich mit kleineren Teilnehmerzahlen die Marathonläufe in Hamburg und Münster gestartet.

Zu den international bedeutenden Marathonläufen, die im Herbst aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden können, zählen neben Tokio auch die Rennen in Prag und Frankfurt. In Deutschland fällt mit dem Köln-Marathon zudem ein weiterer größerer Herbst-Marathon aus. Hier sind es in erster Linie die von Bundesland zu Bundesland beziehungsweise auch von Stadt zu Stadt unterschiedlichen Regelungen, die entscheidend sind, ob Rennen gestartet werden können oder nicht. In Hessen gilt zum Beispiel die aktuelle Corona-Verordnung nur bis zum 15. Oktober. Für die Veranstalter des Frankfurt-Marathons, der für den 31. Oktober geplant war, gab es dadurch eine extreme Planungs-Unsicherheit und die Gefahr einer kurzfristigen Absage. Da lange im Vorfeld, wie bei allen Veranstaltungen, Materialien bestellt werden müssen, birgt dies ein hohes finanzielles Risiko, das im schlimmsten Fall eine Insolvenz nach sich ziehen kann.

Die Veranstalter des München-Marathons dagegen bekamen vor kurzem Grünes Licht von den zuständigen Landes- und Stadt-Verwaltungen. Dieses Rennen findet am 10. Oktober statt. Kurzfristig wurden in den München-Marathon auch die Deutschen Meisterschaften integriert.

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