Impressionen vom Trails 4 Germany Blaubeuren Simon Beizaee
Impressionen vom Trails 4 Germany Blaubeuren
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Impressionen vom Trails 4 Germany Blaubeuren
Impressionen vom Trails 4 Germany Blaubeuren 34 Bilder

Blaubeuren Teilnehmerrekord auf dem Trail

Trails 4 Germany gibt es erst seit drei Jahren – trotzdem schaffte Blaubeuren 2019 einen Teilnehmerrekord. Über 500 Läufer waren dabei.

Blaubeuren hat es geschafft und zum ersten Mal in der erst dreijährigen Event-Historie eine wichtige Marke übersprungen. Mit mehr als 500 kleinen und großen Trailrunnern*innen sorgte das romantische Städtchen am Fuße der Schwäbischen Alb auf der zweiten Station der dreiteiligen nationalen Laufserie Trails 4 Germany für einen neuen Rekord - und wie zuletzt natürlich auch für ein tolles Ambiente. Bei herausfordernden Trailrun-Bedingungen kamen die Athletinnen und Athleten auf zwei spannenden Strecken mit einer Länge von zehn (428 Höhenmeter) bzw. 20 Kilometern (704 Höhenmeter) durch den Alb-Donau-Kreis voll auf ihre Kosten. Sie bedankten sich dafür mit insgesamt enorm schnellen Zeiten in allen Klassen. Bei den Männern auf der Langstrecke setzte sich der erfolgreiche Trailrunner Matthias Baur (Salomon Running, 1:30:53,6 Stunden) nach hartem Kampf hauchdünn durch. Der Aalener hatte vor zwei Jahren bereits die Kurzdistanz gewonnen. Den Sieg über die 10-Kilometer holte sich der Tübinger Otto Felix (0:50:22,8 Stunden). Bei den Frauen ging der Sieg auf der Langstrecke an Elke Keller (Filstal, 1:49:47,0 Stunden), die Kurzstrecke sicherte sich Juliane Ilgert (Hemer, 0:56:32,1 Stunden). Nach dem ebenso starken Auftakt im Mai an der Talsperre Pöhl im Vogtland folgt nun am kommenden Wochenende das Finale der Trails 4 Germany in der fränkischen Biermetropole Kulmbach.

Hier finden Sie Impressionen des Trails 4 Germany in Blaubeuren 2019:

Impressionen vom Trails 4 Germany Blaubeuren
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„Wir sind immer noch völlig hin und weg von der tollen Resonanz der vielen Teilnehmer. Unsere Bedenken bezüglich des Wetters haben sich nicht bewahrheitet, das zeigte der diesjährige Teilnehmerrekord eindeutig. Besonders stolz sind wir neben den zahlreichen Kindern beim Kids-Lauf auch auf die vielen freiwilligen Helfer, welche neben den großen und kleinen Läuferinnen und Läufern und den Zuschauern diesen Tag ermöglicht haben“, so Benjamin Klöppel vom regionalen Veranstalter-Team.

Die Messlatte in Blaubeuren lag hoch, immerhin hatten im Vorjahr über 400 Teilnehmer*innen aller Altersklassen für einen neuen Rekord gesorgt. Doch die sollte bei der dritten Auflage schnell übersprungen werden, zumal die Meldeergebnisse im Vorfeld schon auf eine starke Resonanz schließen ließen. Den Anfang im Start/Ziel-Bereich auf dem Kirchplatz in der historischen Altstadt von Blaubeuren machte der Nachwuchs. 83 Kids hatten bereits am Mittag für ein emotionales und lautstarkes Highlight gesorgt. Die tolle Resonanz war ein Beweis für die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit des regionalen Veranstalter-Teams.

Quasi als Lokalmatador gilt Matthias Baur. Der Aalener kann trotz seines jungen Alters von erst 25 Jahren auf eine ganze Reihe von Trailrun-Erfolgen zurückblicken. Ebenso wie sein sechs Jahre älterer Bruder Marcus. Neu in der Erfolgsbilanz von Matthias ist seit Sonntag auch der Sieg auf der zweiten Etappe der Trails 4 Germany. Vorausgegangen war allerdings ganz harte Arbeit. Denn von Beginn an hatten die Baur-Brüder mit dem 38-jährigen Sven Starklauf (SC Vorra) einen Athleten an ihrer Seite, der nicht vor hatte, ihnen den Sieg kampflos zu überlassen. Ganz im Gegenteil. Als Matthias Baur im Finale nochmals das Tempo verschärfte, hielt Starklauf mit, während Marcus Baur das Duo ziehen lassen musste. Bis zur zweiten Verpflegungsstelle lag das Trio noch gleichauf. Die Entscheidung fiel quasi auf dem Kirchplatz von Blaubeuren. In einem hochspannenden Zielsprint setzte sich Matthias Baur in 1:30:53,6 Stunden durch, Sven Starklauf folgte 1,2 Sekunden später in 1:30:54,8 Stunden. Rang drei ging an Marcus Baur in 1:31:29,5 Stunden.

Eine großartige Vorstellung auf der Langstrecke lieferte bei den Frauen Elke Keller (LG Filstal), die in der glänzenden Zeit von 1:49:47,0 Stunden mit großem Vorsprung die weiblichen Klassen dominierte. Die 53-Jährige distanzierte die 30 Jahre jüngere Julia Semesch (Neresheim, 1:57:57,8 Stunden) um fast zehn Minuten. Keller war damit zeitschnellste Frau überhaupt und Siegerin der Kategorie Master Women. Rang drei in der Gesamtwertung der Frauen ging an Elvira Rölli (SV Birkenhard, 1:58:43,8 Stunden).

Auf der Kurzstrecke über zehn Kilometer und 428 HM setzten sich ebenfalls die Favoriten durch. Die zuletzt immer stärker laufende Juliane Ilgert aus Hemer im Sauerland ließ von Beginn an nichts anbrennen, führte bereits an der ersten Verpflegungsstation mit 15 Sekunden und baute dann bis ins Ziel (0:56:32,1 Stunden) ihren Vorsprung auf die zweitplatzierte Jana Meulemann (Köln, 1:00:2,9 Stunden) und die Dritte Janina Kümmerle (Dettingen, 1:02:25,6 Stunden) klar aus. Dabei kam der Start von Ilgert eher zufällig zustande, die zunächst die Langstrecke laufen wollte, aber auf der Autobahn im Stau stand und kurzfristig auf den späteren Start über die Kurzstrecke wechselte. „Allerdings bin ich erst drei Minuten vor dem Startschuss angekommen“, schmunzelte Ilgert.

Ähnliches Bild bei den Herren auf der Kurzdistanz. Vom Start weg zog Felix Otto (Tübingen, 0:50:22,8 Stunden) davon. Am Ende hatte der 29-Jährige einen Vorsprung von knapp drei Minuten auf den Zweiten Malte Keppler (SSV Ulm, 0:53:08,3 Stunden). Rang drei ging an Martin Hofmann (0:53:24,8 Stunden). Es passte mal wieder alles in Blaubeuren und auch das durchwachsene Wetter konnte die Stimmung nicht trüben. Der Kirchplatz in der Altstadt von Blaubeuren stand ganz im Zeichen des Trailrunnings. Die Gastgeber rund um die Gebrüder Klöppel und Thomas Mensch hatten bereits ein halbes Jahr zuvor in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter ganze Arbeit geleistet und zwei Strecken auf die Beine gestellt, die es nicht nur in sich hatten und den Teilnehmern*innen aufgrund der Regenfälle einiges abverlangten, sondern auch wunderschöne Impressionen von der Schwäbischen Alb lieferten. Das Gebiet um Blaubeuren entpuppte sich wie in den Vorjahren als ideales Trailrun-Revier. Tolle Trails mit Up- und Downhills verschiedener Schwierigkeitsgrade, dazu knackige Höhenmeter und ein extrem geringer Asphaltanteil. Nach dem Start in der historischen Altstadt von Blaubeuren ging es zügig bis zum höchsten Punkt auf 692 ü.NN hinauf. Nach der ersten Verpflegung folgten fünf Kilometer feinste Trails mit Up- und Downhills mit den Abschnitten „Felsenlabyrinth“ oder die „küssende Sau“. Für die Teilnehmer*innen der 20er-Runde folgte dann der längste Uphill bis zum „Blaufels“, an der Schlossruine Rusenschloss vorbei, ehe es zum Endspurt zurück in die Altstadt von Blaubeuren ging.

Impressionen vom Trails 4 Germany Blaubeuren
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